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"ner_text": "Auf alle Dschumadion, daß ist der Freitag, ihr Sabath, pflegen die muderi (die seind doctores der rechten und der heiligen schrifft zugleich) nach gehaltnem gebett in einer vornemben kirch ein predig zuhalten, in welcher sye under anderen die himmlische freuden dem wollust der weiber vergleichen, dan sye melden, eß seyen vil schöne weiber in dem himmel. Die seyen von weiblicher blodigkeit unnd unreinigkeit unbeflägt. Die haben auch grosse augen, da werde des fleischlichen wollusts kein endt noch auffhören sein unnd sich weib unnd man ohne underlaß miteinander erlustigen werden und einer iede nach seinem belieben brauchen könne etc.",
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"ner_text": "Unnd die prediger melden, das nach lauth ihres propheten Machomets die Türckhen werden am iüngsten tag alle zu der linckhen seiten gestelt werden, dahero sye die linckh wie wir die recht seiten halten unnd sagen, ihr prophet werde alle straßen der welt an dem iüngsten tag",
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"ner_text": "umbreiten und die seiner lehr gevolgt mit sich in das himmelreich führen. Dahero sye auch ihre begräbnußen mehrentheil an der straßen haben. Der prediger zeigt den zuhöreren den bloßen säbel auf der canzel, damit die zuhörer aufzumundteren, das sye die widersprächer unnd verächter dißer lehr mit dem schwerdt vervolgen sollen unnd daß ein ieder Musserman oder Türckh sein leben für dise lehr laßen solle unnd sich vor dem bloßen säbel nit entsezen.",
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"ner_text": "Weilen der Türckhen glauben oder alcoran voller falschheit unnd lügen ist, also haben sye solches in ihrer beschneidung; auch in deme sye vermelden, alß Adam in dem paradeiß ganz nackhend ohne rockh herumb gienge, unnd alß er sich allenthalben an dem nackhenden leib beschauet unnd sich ob der göttlichen weißheit an seinem leib verwundert, wie das alle glider so ordenlich proportioniert, unnd alß er sein manlich glied der geilheit warnamme unnd deßen arth woll verstunde, ist er in solche sorg unnd angst gerathen, das er sich gefürcht, diß glid möcht ihme mitler zeit zuschanden machen, das er sich villeicht mit muethwillen möcht vergreiffen, da habe er sich gleich entschloßen, solches glid von dem leib ganz hinwegzuschneiden unnd künftiger schmach oder schand vorzukommen. Alß er nun das meßer an das glid gesezt, seye Gabriel, der engell, kommen (den sye für ein botten Gottes halten), habe ihn an seinem vornemben verhindert unnd gesagt, weilen er ieh Godt ein wollgefahlen will erzeigen mit todtung der fleischlichen begirden, so soll er daß heimlich glied ein wenig beschneiden, daß es so vil sey, alß hette er es gleich gar hinweggeschniten. Dan, so er es gar hinweg schneiden thete, wurde er seinen samen nit außbreiten unnd keine nachkömling erzeügen könen, und Nota benemüeste Gott einen anderen erschaffen, der mit hilff der Eva das menschliche geschlecht mährete. Hier ist augenscheinlich zusehen, wie der teüfflische prophet Machomet die seinigen mit närrischen fablen underweist unnd betriegt etc.",
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"ner_text": "Sye beschneiden die knäblein nit am achten tag wie die Iuden, sonderen sonder im 5., 6., unnd 7en iahr. Diß pflegt ein balbierer zuverichten. Eß werden auch mehrentheil zwen oder drey miteinander beschnidten. Man beklaidt die knäblein, so ein wenig reich, in lauter gold oder silber stuckh, sezt sye auf wollgeschmuckhte pferd. Sye reiten auch zu ihren freinden auf den gaßen herumb, empfangen von den selben guete verehrungen. Darnach reiten sye in den tempel, daß der knab darselbst sein bekhandtnus thue. Dan sie sprechen: Ich glaub, das Gott Gott sey unnd Machomet sein prophet unnd apostel seye. Darmit wirdt er ein Mußerman, ein kind unnd erb des ewigen lebens (wan ihn anderst der teüffel nit haben will). Alßdan gehn die freünd unndt nachtbaren zu des kindts hauß, alda ihnen ein köstliche mahlzeit gehalten wird.",
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"ner_text": "Die kinder empfangen den nammen nit in der beschneidung, sonderen gleich wan sye geboren werden. Solche namen seind vast alle auß der bibel – nach ihr sprach etwas verkhert: Ramedan heißt Adam, Ibrahim Abraham, Iacut Iacob, Iusuph Ioseph, Daut Daniel, Soliman Salomon, Mustapha Stephan etc.",
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"ner_text": "Die töchteren aber seind an stadt der beschneidung schuldig, die ieztgedachte glaubensbekandtnus zuthun – wie die knaben – mit aufgeregtem daumen finger, mit welchem sye den ayd erstadten. Dan ihren ayd schweren sie nur (wie in dißem buch am … blat zusehen) mit einem finger unndt empfangen auch ihre namen gleich nach der geburth.",
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"ner_text": "Ihr fasten wirdt genandt Ramezan Thürn, so in der türckhischen fasten mit den amplen umbhenckht werden. Auf dem Bild sind zwei gegenüberliegende Moscheen zu sehen. Zwischen ihren Minaretten ist ein mit Lampen behängtes Seil angebracht. Dahinter sind Häuser dargestellt. Im Vordergrund ist ein Elephant mit bewaffneten Soldaten in einer Art Sattel zu sehen, im Hintergrund zwei antike, tempelähnliche Bauwerke sowie ein Kamel und ein weiterer Elephant. unnd ist auf kein gewiße zeit des iahres angestelt, sonderen, so sye diß iahr im Ianuarium, volgt sye daß andere im Februarium unndt also forth forth unnd wehret 30 tag. Sye fasten den ganzen tag, eßen oder trinckhen nichts, biß die stern am himmel sich sehen laßen. Alßdan praßen unnd schlemmen sye die ganze nacht durch und durch, biß die stern wider an dem himmel erlöschen. Unnd sye leben nie herlicher alß in der fasten, gehn fleißig in die kirchen, geben auch almußen, da ist alßdan ein ieder schalckh from. Die alten weiber, kinder unnd kranckhe seind nicht verbunden zu fasten.",
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"text": "Ihr fasten wirdt genandt Ramezan Thürn, so in der türckhischen fasten mit den amplen umbhenckht werden. Auf dem Bild sind zwei gegenüberliegende Moscheen zu sehen. Zwischen ihren Minaretten ist ein mit Lampen behängtes Seil angebracht. Dahinter sind Häuser dargestellt. Im Vordergrund ist ein Elephant mit bewaffneten Soldaten in einer Art Sattel zu sehen, im Hintergrund zwei antike, tempelähnliche Bauwerke sowie ein Kamel und ein weiterer Elephant. unnd ist auf kein gewiße zeit des iahres angestelt, sonderen, so sye diß iahr im Ianuarium, volgt sye daß andere im Februarium unndt also forth forth unnd wehret 30 tag. Sye fasten den ganzen tag, eßen oder trinckhen nichts, biß die stern am himmel sich sehen laßen. Alßdan praßen unnd schlemmen sye die ganze nacht durch und durch, biß die stern wider an dem himmel erlöschen. Unnd sye leben nie herlicher alß in der fasten, gehn fleißig in die kirchen, geben auch almußen, da ist alßdan ein ieder schalckh from. Die alten weiber, kinder unnd kranckhe seind nicht verbunden zu fasten.",
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"ner_text": "Die ganze nacht hängt man an den kränzen oder umbgängen der kirchthürnen vil lampen in holz eingemacht, daß der schein doch klar herauß geht. Etlich mehr auch laßen sye von einem thurn zu dem nechsten anderen ein seil gehn. An daß selbig knipffen sye andere strickh, daran lampen gehenckht sein, unndt machens durch hin und wider ziehung der strickh, das es iezt einem volmon biß weilen dem abnemenden mond unnd anderen formen gleich ist etc.",
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"text": "Die ganze nacht hängt man an den kränzen oder umbgängen der kirchthürnen vil lampen in holz eingemacht, daß der schein doch klar herauß geht. Etlich mehr auch laßen sye von einem thurn zu dem nechsten anderen ein seil gehn. An daß selbig knipffen sye andere strickh, daran lampen gehenckht sein, unndt machens durch hin und wider ziehung der strickh, das es iezt einem volmon biß weilen dem abnemenden mond unnd anderen formen gleich ist etc.",
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"ner_text": "Die weiber sizen allein unnd haben ihr besondere music, in ieder handt 2 hölzlein, solche regieren sie mit schnellem greiffen und kläperen, gauckhlen mit denselben mit außgestregten armen herumb; ihrer zwo oder drey drethen also gegen einander mit üpiger, leichtfertiger bewegung des leibs, singen underschidliche, unzüchtige hurren lieder darein. Ein andere instrument, einer reiter gleich, brauchen sye, auch die mit pergament überzogen, darin breite meßing spangen unnd sehr laut klampert.",
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"ner_text": "Die manen sizen auch allein unnd brauchen in gemein des türckhischen feldtspils, von welchem im ersten buch am … blat mehrers gemeldt ist.",
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"ner_text": "Solcher lampen seind etwan auf einem vornemben thurn bey 200 aufgehenckht unnd seind mehr dan 1.000 meschgit oder tempel in Constantinopel, unnd auf iedem etlich solcher brennenden lampen. Dißes gibt ein wunderlichen schein von sich unnd alß wir solches wargenommen, ist unß die ganze statt unnd revier herumb nichts anderst alß wie ein lauter feuer oder sternen fürkomben. Sie pflegen auch in der fasten zu der nacht den armen leüthen etwas mitzutheilen, wie auch den hundten, daran vil 1.000 in Constantinopel, unnd keine herren haben, sonderen sich auf den bläzen unnd gaßen heiffig hin unnd wider aufhalten. Unnd sye haltens für ein große sünd, wan einer ein hund schlagt oder ein wenig stöst, wil geschweigen gar erschlägt, unnd pflegen die vornemben herren unnd gemeinen Türckhen den ligenden hunden auf den gaßen ehender außzuweichen dan einem Christen. Die geben in ihrer fasten dißen hunden fleisch, brot, reiß unnd andere speißen, vermeinen mit dißen almußen Godt dardurch ein groß wollgefahlen zumachen unnd wan die hund einander beißen, lauffen sye hinzu und wehren ab.",
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"ner_text": "Zu dißem geben sye den kazen auch almußen, dan bey dem stifft sultan Mehemet Ieni pflegen alweg umb vesperzeit 50 oder 60 elender kazen zusammen zukommen. Denen werffen die Türckhen, so auf dem blaz vorhanden, etliche brockhen fleisch oder gebratne leber, für die man ein kleinen spißlein herumb trägt. Diß wirdt bey ihnen für ein überauß groß almußen geacht unnd empfangen die hund unnd kazen also solches mit höchster begird aber schlechten danckhsagung.",
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"ner_text": "Mancher kaufft ein vögellein auß einem vogelhaüßl oder käffig, last es darnach fliegen, vermeinend, er habe Gott dardurch ein sonderbaren dienst erzeigt, weilen er einen gefangenen loßgelaßen. Solche unnd dergleichen narren glauben seind bei ihnen hochgeacht, in dem sye ein klein vögellein loßlaßen und hergegen vil 1.000 Christen in strenger dienstbarkheit unnd rauher gefänckhnus halten. Mit einem wort, sye seind rechte glaißner unnd thun alles nach dem eüßerlichen schein etc.",
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"ner_text": "So die tochter dem breitigamb oder werber zusagt, alßdan wirdt die hochzeit ernandt unnd angestehlt, da versamblet sich beederseits die freündschafft, man und weib, alles zu pferdt. Die weiber haben keine weibersätel wie in Teütschlandt, sonderen reiten daher alß wie die mannen, mit köstlichem geschmuckh unnd kleideren angethan, welche sye wie auch in Franckhreich unnd Schweizerlandt breüchig, entlehnen, so sye solche nicht selbst vermögen. Die seind mehrentheils von lauter goldt oder silberstuckh, atlas, samet unnd daffet. Wan nun alle zugleich gegenwertig, pflegt der breitigamb erstlich, so es ein vornembe hochzeit, 30 oder 40 eßel in der braut behaußung abzufertigen, ihren haußrath, sonderlich die klaider unnd andere zur hoffart dienende sachen Ein vornembe Türckhin in ihrem hauß sizendt. Im Vordergrund ist eine auf einem Teppich sitzende Frauenfigur, im Hintergrund sind verzierte Fenster zu sehen. Ein türckhische iunckhfrau etc. Im Bildvordergrund befindet sich eine Frauenfigur, links im Hintergrund eine Windmühle, rechts ist eine Häusergruppe zu sehen. darauf zuladen. Die eßel seind mit halßbanden unnd vilen schellen gezihrt, damit es ein groß geschell auf der gaßen gebe, in meinung, dem bedtel ein ansehen zumachen, so man die sachen köndte auf 5 oder 6 eßel führen, brauchen sye 20 oder mehr, darumb müeßen die eßel der reichtumb ein groß ansehen machen unnd das werckh helffen zieren. Eß wirdt auch der braut unnd ihren versambleten gästen unnd freünden durch etliche iunge knaben von des breitigambs behaußung vil confect unnd schöne, von weißem wachs gemachte schaueßen vorgetragen, darzu ist auch zuvor in der braut hauß vil confect unnd schleckhbißel zuegericht. Da sezen sich die weiber in ein absonderlich gemach mit geschrenckhten füeßen auf den schenen, aufgebreiten tebich zusammen unnd eßen von dem ihnen aufgesezten confect. da In deme sye sich nun ersetiget, faßen sye von dem überblibnen die fazenet oder diechel wol an unnd tragens mit sich hinweg. Solcher 2brauch ist auch sehr gemein bey den hochzeiten in Österreich, sonderlich auch bey den weiberen; in deme sye sich mit eßen unnd trinckhen genug angefühlt, schickhen sye von underschidlichen speißen große däller unnd fazenetl wol nach hauß, daß ihren zwen genug daran zu eßen hetten. 2 Ob nun dißer brauch von den Österreicheren hinein oder von den türckhischen weibern herauß komen sey, weiß ich nicht, sonderen laß es darbei beruehen. Allein kan ich erachten, das solches vilmehr ein baürischer alß adellicher brauch seye unnd denen östrichen 2weiberen, die sonsten gar höfflich unnd bescheiden wollen sein, übel ansteht.2",
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"ner_text": "Unnd waß die ehescheidung belangt, wan er sye ein lange zeit gehabt und sye ihm mißfählt, laßt er sich durch den stadtrichter oder cadi, so die macht haben, scheiden, welches doch ohne große wichtige ursach nicht geschicht; dan nimbt das geschieden weib ihren zugebrachten schmuckh unnd kleinodien, der man aber mueß sein gelt hinden laßen, damit er die kleider und kleinot von seinem schwäher erkaufft hat. So sye dan in wehrender ehe haben kinder gezeügt, behält der man die knäblein, das weib aber die töchterlein. Die andere weiber, so ein Türckh über eine nimbt, alß 3, 4, 5, oder mehr, braucht er kein ceremoni unnd müeßen dem rechten weib, so er offentlich geheürath, underthenig sein, dan der man die anderen (wan sein recht weib etwan nicht recht gesund oder sonsten ein mangel hat) zubrauchen pflegt.",
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"ner_text": "Gleich wie Cicero an einem orth von den Römeren sagt: Nos Romani omnibus hominibus dominamur, nobis autem mulieres. Das ist: Wir Römer herschen über iederman, aber die weiber herschen über unß. Eben also ist es mit den Türckhen auch beschaffen, das die ganze welt vor ihrem gewalt erschrickht unnd hergegen förchten sye sich vor ihren weibern unnd seind rechte haußnarren, pflegen tag und nacht mit den weiberen ihren muethwillen volzubringen unnd ergebe sich ihnen, das sye gleichsam ihre sclaven sein müeßen. Sye zwingen die natur zu fleischlichen wollüsten unnd damit sye den weiberen genugsam obligen, brauchen sie mitel, die ich zu verhuetung einer ärgernus nit melde etc. Die mäner schaffen den weiberen von ihrer besoldung alles in das hauß, die weiber aber seind dem mießiggang ganz ergeben, fahren zu 6., 10., oder mehr rothweiß ohne ihre mäner auf dem meer, spazieren oder gehn in der stadt herumb.",
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"ner_text": "Die türckhischen weiber wißen nichts, waß haußhalten ist unnd halten vil christliche sclavin oder dienstmägdt, die sie, wie oben am ... blat, auf dem marckh kauffen. Mit dißen prangen sye auf den gaßen herumb, unnd welche vil dergleichen sclavin hat, für ein vornembe, reiche frau gehalten wirdt. Unnd eine gemeine bürgers frau wirdt 3, 4, oder mehr sclavin haben, deren eine mehr an einem tag arbeiten thuet alß ein Türckhin in 4 oder 5 tägen. Die Türckhinnen thun anderst nichts, alß das sye leinwat, hemeter, schleyer unnd dergleichen waschen unnd mit den kinderen umbgehn oder bißweilen auch fazenetlein mit gold, silber und seidenen blumen außnähen. Sye erhalten sich von ihrer männer besoldung, die er von dem kayßer hat oder waß er täglich mit seiner handtarbeit gewint, das verschwenden sye mit der hoffart. Mit dem eßen halten sye sich sparsam, aber in der kleidung seindt sye uberdiemaßen stolz und aufblaßen unnd mueß ein armes weib sein, die nicht in seiden oder anderen kostlichen zeüg oder tuch geklaidet ist.",
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"ner_text": "Am bloßen leib haben sye weite, durchscheinende hoßen, darüber ein durchscheinendt hemmet, rot, weiß, gelb, blab, von seiden oder leinwat. Die hoßen sein schön von blum oder laubwerckh außgenähet. Auf dem haubt ein hietlein von silber, gold oder seiden zeüg; flechten nur ein zopff, den binden sye in ein lang säckhlein; stehen auf hochen holzschuchen von farben gemahlt oder silber beschlagen. Über das hemmet ein gestebten, seidnen leibrockh biß an die knie, weite stiffel an den füeßen unnd ein großen, langen leibrockh von gutem englischen tuech. Wan es kalt, legen sye auch wullene hoßen über die leinwaten ahn. Sye brauchen auch köstlich arm und halßgeschmeid sambt fingerring unnd ohrgehenckh etc. Wan sye ausgehn, seind sye mit einer schwarzen härenen visier bedegt, dan sye sich nit sehen laßen, gleich wie von der Fauna oder Dea Bona die historien melden, das sie ihre lebtag niemand iemahls gesehen hab. Also laßen sich sonderlich der großen herren weiber von ihrem hoffgesindt unnd dieneren nimmer sehen, unnd da sie auf die gutschen sizen, spanet man düecher von ihrem gemach von beeden seiten biß zum koblwagen, das sye kein manspersohn sehen mög, daß sye gleich wie zwischen zweyen wänden von der haußthür an in den kobelwagen hinein gehen. Unndt solte das christliche frauenzimmer, welche den oberen leib mehrentheil zeigen, an dißen Nota benebarbarischen weiberen sich spieglen.",
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"ner_text": "Auf diße manier schuzen die iungen Türckhen mit einander. Die Szene zeigt schaukelnde und musizierende Personen. Links im Bild ist ein Zelt aufgebaut. Im Hintergrund werfen zwei Männer Tücher in die Luft.",
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"ner_text": "unnd ist anderst kein underschied, alß an dem haubt unnd fießen an der kleidung. Deßgleichen wirdt auch aller pracht und zier den kinderen angewendt unnd in solcher pracht stehet vast all ihr reichtumb und haußhaltung unnd zeücht mancher in einem köstlichen kleid auf unnd hat weder zu nagen noch zu beißen im hauß unnd heist woll bekleidet unnd übel geßen etc.",
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"ner_text": "An den haubtstraßen oder gaßen pflegen sye auf ihre festäg einen oder etwan zwen hilzerne galgen auffzurichten, an welchen ein seil herab hangt. Dahin versamblen sich die türckhische zschelebi oder iugent unnd last sich ein ieder, der lust hat, ein weil in dem seil schuzen unnd in die höch schwingen. Darzu seind etliche bestelt, die mit einem langen tuech die anderen hoch hinauf schuzen, denen, so er absteigt, verehrt er ein trinckhgelt. Über diese seülen oder galgen ist ein tebich gelegt. Daran, wie auch ringherumb, apffel, bir, lemoni, pomeranzen, granatapffl und andere frichten hangen. Unnd welcher ganz hinauf geschwungen wirdt, deme ist erlaubt, die hangenden früchten herunder zureißen. Der galgen ist schön mit grünem laubwerckh umbwunden unnd dißem spectacul ist kurzweilig zuzuschauen. Die strickh, darauf man sizt, seind also gemacht, das einer nit herauß fallen kan.",
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"ner_text": "Die großen herren unnd ansehnliche leüth, wie auch der kayßer selbst, richten in ihren behaußungen solche galgen auf und exercieren sich darmit.",
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"ner_text": "Entlich under dißen gehn mit bloßem haubt herumb, ganz glat geschoren, andere haben lange har biß auf die schultren, mit bund oder einer weißen, hochen kappen bedegt. Sye pflegen auch etliche ihr haut zuverwunden unnd mähl oder buechstaben darauf zuäzen, dergleichen etliche türckhische weiber auch thun. Wir haben auch ganz nackhendt, wie sye Gott erschaffen, gesehen, die in die stadt, ohne alles scheüchen, in der stadt hin unnd widergehn unnd von den Türckhen für heilige gehalten werden. Dißes unziffers ist sehr vil in Türckhey. Keine nonen oder kloster iunckhfrauen seind nicht bey ihnen.",
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"text": "Entlich under dißen gehn mit bloßem haubt herumb, ganz glat geschoren, andere haben lange har biß auf die schultren, mit bund oder einer weißen, hochen kappen bedegt. Sye pflegen auch etliche ihr haut zuverwunden unnd mähl oder buechstaben darauf zuäzen, dergleichen etliche türckhische weiber auch thun. Wir haben auch ganz nackhendt, wie sye Gott erschaffen, gesehen, die in die stadt, ohne alles scheüchen, in der stadt hin unnd widergehn unnd von den Türckhen für heilige gehalten werden. Dißes unziffers ist sehr vil in Türckhey. Keine nonen oder kloster iunckhfrauen seind nicht bey ihnen.",
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"ner_text": "Under diß saubere gesindl werden auch gezehlt die waldtbrüeder, Hagislar, die mehrentheil arabisch beklaidt, unnd verrichten ihr bedtlerey mit sizen unnd seind mehrentheil blindt. Wan sye nemlich von ihres propheten Machomets begräbnus abscheiden, stechen sye ihnen selbst die augen auß, weilen sye nemlich diß vermeinte große heiligthumb gesehen haben, unnd sagen, das sye nun hinfiro nichts weltliches, irdisches unnd fleischliches mehr anschauen können, dan es wer ein greuel vor Gott, das einer soll die welt unnd die geschöpff Gottes anschauen, den schöpfer darauß erkhenen lehrnen unnd ihme für seine guthaten danckhen etc.",
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"text": "Under diß saubere gesindl werden auch gezehlt die waldtbrüeder, Hagislar, die mehrentheil arabisch beklaidt, unnd verrichten ihr bedtlerey mit sizen unnd seind mehrentheil blindt. Wan sye nemlich von ihres propheten Machomets begräbnus abscheiden, stechen sye ihnen selbst die augen auß, weilen sye nemlich diß vermeinte große heiligthumb gesehen haben, unnd sagen, das sye nun hinfiro nichts weltliches, irdisches unnd fleischliches mehr anschauen können, dan es wer ein greuel vor Gott, das einer soll die welt unnd die geschöpff Gottes anschauen, den schöpfer darauß erkhenen lehrnen unnd ihme für seine guthaten danckhen etc.",
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"ner_text": "Die Türckhen in gemein seind auch schuldig, vermög ihres gesäz ein ieder einmahl begräbnus des propheten Machomets zu Medina in dem reichen Arabia, 3 tag reiß von dem Roten Meer gelegen, zubesuchen. Dahin kommen iährlich auf ihr fäst endschuk weyram auß India, Persia, Türckhey, Morenland, Aegipten etc. biß in die 6.000 oder mehr bilgran zusamen, da sye daselbst ablaß unnd verzeichung ihrer sünden zuerlangen vermeinen. Danen reißen sye gen Mecha, 10 tag reiß von Medina, durch die sandige wiesten, da es sehr gefehrlich ist, dan man nichts alß sand unnd himmel sicht unnd nach dem gestirn unnd compas - wie auf dem meer - reisen mueß. Unnd muß ein ieder waßer mit sich tragen, dan es ein unbewohnetes orth ist. Von Mecha reißen etliche widerumb nacher hauß, andere aber auf Ierusalem den tempel Salamonis zubesuechen, alda sye ein großen ablaß zuerlangen verhoffen.",
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"text": "Die Türckhen in gemein seind auch schuldig, vermög ihres gesäz ein ieder einmahl begräbnus des propheten Machomets zu Medina in dem reichen Arabia, 3 tag reiß von dem Roten Meer gelegen, zubesuchen. Dahin kommen iährlich auf ihr fäst endschuk weyram auß India, Persia, Türckhey, Morenland, Aegipten etc. biß in die 6.000 oder mehr bilgran zusamen, da sye daselbst ablaß unnd verzeichung ihrer sünden zuerlangen vermeinen. Danen reißen sye gen Mecha, 10 tag reiß von Medina, durch die sandige wiesten, da es sehr gefehrlich ist, dan man nichts alß sand unnd himmel sicht unnd nach dem gestirn unnd compas - wie auf dem meer - reisen mueß. Unnd muß ein ieder waßer mit sich tragen, dan es ein unbewohnetes orth ist. Von Mecha reißen etliche widerumb nacher hauß, andere aber auf Ierusalem den tempel Salamonis zubesuechen, alda sye ein großen ablaß zuerlangen verhoffen.",
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"ner_text": "Eß ist auch in wehrender zeit, da wir zu Constantinopel geweßen, ein cammeel mit schönen ceremonien sambt einem unseglichen schaz nach Medina geführt worden, alwo des Machomets grab ist, unnd pflegt solches iährlich zugeschehen. Das cammel war ganz rot gefärbt, auf dem rückhen truge es ein schene deckhen von lauter goldtstuckh in gestalt eines zelt. Oben darauf ein großer knopff von guetem arabischen gold. Die gemelte deckhen gehört auf das grab des propheten Machomets.",
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"text": "Eß ist auch in wehrender zeit, da wir zu Constantinopel geweßen, ein cammeel mit schönen ceremonien sambt einem unseglichen schaz nach Medina geführt worden, alwo des Machomets grab ist, unnd pflegt solches iährlich zugeschehen. Das cammel war ganz rot gefärbt, auf dem rückhen truge es ein schene deckhen von lauter goldtstuckh in gestalt eines zelt. Oben darauf ein großer knopff von guetem arabischen gold. Die gemelte deckhen gehört auf das grab des propheten Machomets.",
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"ner_text": "Nach dißem cammeel volgten 15 maulesel unnd ein ieder deren tragte 40.000 ducaten pahrgelt. Der vesier, sambt den vornembsten cammerherren unnd officiern von dem türckhischen hoff, beglaiteten dißen pomp für das thor hinauß mit großen ceremonien unnd schöner ordnung für das thor hinauß. Daß volckh, so zuegeschaut, hat mit lauter stim geschrien unnd gebett (beneben bey sich habender music, schalmeien und kleine herbauckhen), dißem heilligen cammeel vil glückh auf dem weg winschendt, wie auch den eßlen, seinen cammeraden; unnd hat also ein eßel dem anderen glückh gewünscht.",
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"text": "Nach dißem cammeel volgten 15 maulesel unnd ein ieder deren tragte 40.000 ducaten pahrgelt. Der vesier, sambt den vornembsten cammerherren unnd officiern von dem türckhischen hoff, beglaiteten dißen pomp für das thor hinauß mit großen ceremonien unnd schöner ordnung für das thor hinauß. Daß volckh, so zuegeschaut, hat mit lauter stim geschrien unnd gebett (beneben bey sich habender music, schalmeien und kleine herbauckhen), dißem heilligen cammeel vil glückh auf dem weg winschendt, wie auch den eßlen, seinen cammeraden; unnd hat also ein eßel dem anderen glückh gewünscht.",
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"ner_text": "Diße große summa gelts ist destiniert zu ehren des propheten Machomets für allerley arme wittwen unnd waißen, für die kirchen, zuerhaltung der schuelen unnd spital. Dißes wirdt neben anderen unausprechlichen unkosten alle iahr mit solchen ceremonien hinein geschickht.",
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"ner_text": "Nicht fern von Constantinopel seind zwey castell oder schlößer, Sesto unnd Abydo, diß ligt in Asia, ienes in Europa. Die Türckhen nenens Bgazohar, daß ist meerschlundt, unnd seind die schlüßel oder port zu waßer. In der Türckhey daselbst ist das meer Hellespontus kaum so weit, das man kan mit einem dopelhackhen von einem orth an das ander reichen. Diße castell ligen beede an den bergen und seindt von denselben überhocht unnd nicht so vest wie man sye macht.",
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"text": "Nicht fern von Constantinopel seind zwey castell oder schlößer, Sesto unnd Abydo, diß ligt in Asia, ienes in Europa. Die Türckhen nenens Bgazohar, daß ist meerschlundt, unnd seind die schlüßel oder port zu waßer. In der Türckhey daselbst ist das meer Hellespontus kaum so weit, das man kan mit einem dopelhackhen von einem orth an das ander reichen. Diße castell ligen beede an den bergen und seindt von denselben überhocht unnd nicht so vest wie man sye macht.",
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"ner_text": "An dißem orth hat der könig Xerxes durch Mandroclem ein bruckh uber daß meer laßen bauen und ist mit 700.000 man starckh darüber in Europam gezogen. Diße zwey castel seind auch von Ovidio dem Späten beriembt, von wegen den zweyen liebhabenden: Leander von Abydo unnd Eros von Sesto. Die castel stößen fast an die uralte verhergte stadt Troia unnd werden Dardanel genendt. Unnd auch von den poeten Dardania von Dardano, dem sohn Iovis unnd Electrae, denen mehrere meldung in den heroischen versen des beriembten poeten Virgilii zu sehen.",
"ner_sample": {
"text": "An dißem orth hat der könig Xerxes durch Mandroclem ein bruckh uber daß meer laßen bauen und ist mit 700.000 man starckh darüber in Europam gezogen. Diße zwey castel seind auch von Ovidio dem Späten beriembt, von wegen den zweyen liebhabenden: Leander von Abydo unnd Eros von Sesto. Die castel stößen fast an die uralte verhergte stadt Troia unnd werden Dardanel genendt. Unnd auch von den poeten Dardania von Dardano, dem sohn Iovis unnd Electrae, denen mehrere meldung in den heroischen versen des beriembten poeten Virgilii zu sehen.",
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9,
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"LOC"
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"LOC"
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"ner_text": "Zimlich weit darvon, wie man nach Rhodis oder Alexandria fahrt, ist ein insel, Icaria genandt, darin Icarus, filius Dedali, weilen er sich understanden zufliegen, in das meer gefallen. Weiter hinüber ligt die insel Patmos, da Iohannes Evangelista seine offenbahrungen geschriben. Von danen auch Pythagoras philosophus gebürtig geweßen. 10 meil ungefehr von Rhodis (da vorzeiten Colossus gestanden, das überauß große bild, welches eines der siben wunderwerckh der welt geweßen ist) ist ein insel, Coum genandt, da Hipocrates medicus unndt Apelles, der mahler, geboren. Hypocrates hat zur zeit Alexandri Magni 350 iahr vor Christi geburth gelebt etc.",
"ner_sample": {
"text": "Zimlich weit darvon, wie man nach Rhodis oder Alexandria fahrt, ist ein insel, Icaria genandt, darin Icarus, filius Dedali, weilen er sich understanden zufliegen, in das meer gefallen. Weiter hinüber ligt die insel Patmos, da Iohannes Evangelista seine offenbahrungen geschriben. Von danen auch Pythagoras philosophus gebürtig geweßen. 10 meil ungefehr von Rhodis (da vorzeiten Colossus gestanden, das überauß große bild, welches eines der siben wunderwerckh der welt geweßen ist) ist ein insel, Coum genandt, da Hipocrates medicus unndt Apelles, der mahler, geboren. Hypocrates hat zur zeit Alexandri Magni 350 iahr vor Christi geburth gelebt etc.",
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"PER"
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"LOC"
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"LOC"
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"PER"
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"url": "https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/66052/?format=api",
"ner_text": "Under den vornembsten gebeyen werden auch nit unbillich die offentliche badheüßer, smums genandt, gezehlet. Die selben haben auch wie ein kirchen ihr iährlich einkommen, damit sye in ihrem gebau erhalten werden. Die heüßer seind hoch, gewölbt in der rundierung, wie ein thor in einer kirchen. Zu höchst des gewelbs, da zugleich das dach, so mit blai bedegt ist unnd hat vil einfallende liechter. Die seind mit großen, runden, gläßernen huet A. Gestalt einer türckhischen badstuben außwendig. B. Inerliche form einer badstuben. Die Darstellung zeigt die Außenansicht sowie einen Querschnitt eines Bäderkomplexes mit jeweils einer Person im Inneren. Ein Türckhin, die in ihrem badkleid ist. In der Bildmitte ist eine weibliche Figur mit langem Haar zu sehen. Sie trägt ein transparentes Kleid. Neben ihr steht eine Vase. Im linken Hintergrund sind ein zeltförmiges Gebäude und Landschaft erkennbar. oder kolben uberdegt, damit der regen nicht durchtringe. Dan an den wänden herumb ist sonsten kein fenster. Der boden ist mit schönen marmorsteinernen tafflen unnd von laub eingelegter arbeit geziret. Inwendig an der wandt herumb hat es underschidliche gewölblein, 14 oder 18 schuech weit, gleich wie kleine capellen. Diße gewölbel seind auch der hiz nach underschiden, also, das eines gar heiß, das ander mitel meßig etc., das einer in welches er will nach seinem belieben gehn kan. In diesen ieden gewölblein seindt zwen hannen oder zapffen an der wand, da man auß dem einen warm, aus dem anderen kalt waßer haben kan. Sye gebrauchen keiner stuehl oder bänckh, sonderen sizen auf der erdt herumb. In der mite oder bißweilen auf der seith stehet ein marmorstein eines schuechs hoch, zum schwizen verordnet, dan bey bemeltem stein ist die hiz am gresten. So baldt einer hinnein kombt, sezt er sich auf denselben stein zuschwizen, da kombt ein bad iung, der umbfahet den sizenden, rengt ihm den leib hin unnd her, darmit die glider recht zudisponieren, nimbt die arm, händt unnd schenckhel, alß wolt er mit einem ringen. Darnach legt der badiung ein nach der leng auf den stein, stehet ihm sonstiglich auf den leib unnd trit ihm mit füeßen auf die glider. Auf solches ränckhen unnd tredten befind sich einer gar gering und wohl, so man in Teütschlandt für ein sport hielte, wan man einen mit füeßen trith. In Türckhey aber hat mans gern unnd mueß noch darfir lohnen etc.",
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"text": "Under den vornembsten gebeyen werden auch nit unbillich die offentliche badheüßer, smums genandt, gezehlet. Die selben haben auch wie ein kirchen ihr iährlich einkommen, damit sye in ihrem gebau erhalten werden. Die heüßer seind hoch, gewölbt in der rundierung, wie ein thor in einer kirchen. Zu höchst des gewelbs, da zugleich das dach, so mit blai bedegt ist unnd hat vil einfallende liechter. Die seind mit großen, runden, gläßernen huet A. Gestalt einer türckhischen badstuben außwendig. B. Inerliche form einer badstuben. Die Darstellung zeigt die Außenansicht sowie einen Querschnitt eines Bäderkomplexes mit jeweils einer Person im Inneren. Ein Türckhin, die in ihrem badkleid ist. In der Bildmitte ist eine weibliche Figur mit langem Haar zu sehen. Sie trägt ein transparentes Kleid. Neben ihr steht eine Vase. Im linken Hintergrund sind ein zeltförmiges Gebäude und Landschaft erkennbar. oder kolben uberdegt, damit der regen nicht durchtringe. Dan an den wänden herumb ist sonsten kein fenster. Der boden ist mit schönen marmorsteinernen tafflen unnd von laub eingelegter arbeit geziret. Inwendig an der wandt herumb hat es underschidliche gewölblein, 14 oder 18 schuech weit, gleich wie kleine capellen. Diße gewölbel seind auch der hiz nach underschiden, also, das eines gar heiß, das ander mitel meßig etc., das einer in welches er will nach seinem belieben gehn kan. In diesen ieden gewölblein seindt zwen hannen oder zapffen an der wand, da man auß dem einen warm, aus dem anderen kalt waßer haben kan. Sye gebrauchen keiner stuehl oder bänckh, sonderen sizen auf der erdt herumb. In der mite oder bißweilen auf der seith stehet ein marmorstein eines schuechs hoch, zum schwizen verordnet, dan bey bemeltem stein ist die hiz am gresten. So baldt einer hinnein kombt, sezt er sich auf denselben stein zuschwizen, da kombt ein bad iung, der umbfahet den sizenden, rengt ihm den leib hin unnd her, darmit die glider recht zudisponieren, nimbt die arm, händt unnd schenckhel, alß wolt er mit einem ringen. Darnach legt der badiung ein nach der leng auf den stein, stehet ihm sonstiglich auf den leib unnd trit ihm mit füeßen auf die glider. Auf solches ränckhen unnd tredten befind sich einer gar gering und wohl, so man in Teütschlandt für ein sport hielte, wan man einen mit füeßen trith. In Türckhey aber hat mans gern unnd mueß noch darfir lohnen etc.",
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"ner_text": "Alß einmahl ein Teütscher neben anderen seinen cameraden in das badt gangen unnd umb solches trethen nichts gewüst unnd ihn nach gewohnheit der badiung also truckhen unnd trethen wollen, hat er überlaut seine cameraden umb hilff zurueffen angefangen zu schreyen unnd vermeint, man wolle ihn umb das leben bringen, welcher schimpfliche casus ein größ gelächter verursachet etc.",
"ner_sample": {
"text": "Alß einmahl ein Teütscher neben anderen seinen cameraden in das badt gangen unnd umb solches trethen nichts gewüst unnd ihn nach gewohnheit der badiung also truckhen unnd trethen wollen, hat er überlaut seine cameraden umb hilff zurueffen angefangen zu schreyen unnd vermeint, man wolle ihn umb das leben bringen, welcher schimpfliche casus ein größ gelächter verursachet etc.",
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"ner_text": "Daß haar pflegen sye beydes, weib und mann, an heimlichen orthen mit einer scharpffen salben glat hinweg zuezen. Die weiber pflegen auch ihre nägel mit roter farb zufärben, die nicht abgehet, biß die nägel herfür wachßen. Deßgleichen färben sie auch die augbrauen mit schwarzer Das eingelegte Bild zeigt einen Janitscharen, ausgestattet mit einem Bogen und einem Köcher am Rücken. Auf der rechten Seite eine Frau mit ornamental geschmücktem Kleid. farb, welches einem frembt fürkombt etc.",
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"text": "Daß haar pflegen sye beydes, weib und mann, an heimlichen orthen mit einer scharpffen salben glat hinweg zuezen. Die weiber pflegen auch ihre nägel mit roter farb zufärben, die nicht abgehet, biß die nägel herfür wachßen. Deßgleichen färben sie auch die augbrauen mit schwarzer Das eingelegte Bild zeigt einen Janitscharen, ausgestattet mit einem Bogen und einem Köcher am Rücken. Auf der rechten Seite eine Frau mit ornamental geschmücktem Kleid. farb, welches einem frembt fürkombt etc.",
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"ner_ent_exist": false,
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"ner_text": "Die türckhischen manßbilder laßen ihnen auch das har under den achßlen unnd auf dem haubt mit einem schermeßer glat hinweckh scheren. Außgenomen miten auf dem kopff laßen sye ein klein bischel stehn.",
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"ner_text": "Wie aber dem allem, so verwunderen sich die Griechen unnd Türckhen, unndt wollens ganz unnd gar nit glauben, wan man ihnen sagt, das die Teütschen sich also können im zaum halten, obwohlen underschidliche man unnd weib in einer badstuben, darzu nebeneinander auf einer banckh, beynahe gahr nackhendt sizen, das doch kein leichtfertigkeit unnd üppigkheit vermergt wirdt oder dardurch ehebruch unnd hurreray verursacht solt werden, welches die Türckhen, Griechen, Italianer, Spanier etc. nit nachthun werden. Dergleichen bäder aber, darin weib unnd man zusamben kommen, seind nicht in ganz Teütschlandt, sonderen nur ihn etlichen provinzen breüchig.",
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"ner_text": "Ihn der stadt Constantinopel seind sehr vil schuelen, darinen die iunge knaben im schreiben unnd leßen underwißen werden. Unnd mag ein ieder, der sich understehn will, schuelmeister sein. Unnd seind keine absonderliche heüßer wie bey unß, sonderen allenthalben wo der lehrmeister sein behaußung hat oder wohnt, da pflegt er auch die schuel zuehalten. Die reichen leüth halten ihren kinderen in ihren haüßern eigne praeceptores, unnd die türckhischen kinder werden auch nicht in solcher harter unnd strenger zucht gehalten wie die Teütschen, die mit ewigen balderen unnd schlagen den kinderen allen lust zum lehrnen nemmen. Sye straffen zwar die kinder auch, aber mit bescheidenheit unnd können mit ihnen gedult tragen, welches die vornembste tugendt an einem lehrmeister ist.",
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"ner_text": "Wan sye die kinder schlagen, schmeißen sye dieselbe mit einem kleinen steckhlein oder stablein auf die bloße fußsohlen unnd sye derffen sich nicht entblößen wie die Christen, brauchen auch keine ruethen.",
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"ner_text": "Man appelliert auch an die muderos, die malefiz persohnen, so ein todtschlag oder sonsten ein criminal sach begangen, unnd welcher zum galgen erkhendt wirdt, wirdt nicht an ein strickh, wie bey unß breüchig, sonderen auf ein andere manier gehengt. Ihr galgen ist ungefehr 4 klaffter hoch. An dem seind etliche eißene hackhen angenagelt, in den selben einen wird der ubeltheter geworffen, also, das ihm der hackhen an dem anderen orth widerumb hinauß gehet. Unnd wan der hackhen dem ubelthater das herz nit trifft, so bleibt er etlich tag lang ganz lebendig also hangen, welches grausamlich anzuschauen. Etlichen aber wirdt bißweilen diße iähmerliche gnad erwißen, das man ihm die gurgel oder kopff abschneidt. Die landts verräther werden gespist oder mit pferden geschlaifft. Die dieb werden gekopfft, die ehebrecher in das meer versengt, die knabenschender von den kirchthürnen herunder gestürzt, unnd welcher der Türckhen alcoran verunehrt oder ihr lehr lestert, wirdt lebendig verbrent oder versteiniget. Die ehebrecher unnd knabenschender bey den Türckhen werden selten gestrafft, dan solches laster zu Constantinopel und ganz orient im völligen schwung gehet, so wohl hoch alß niderstandts persohnen; iedoch erfordert ihr gesaz, das dergleichen verbrecher auf gemelte weiß gestrafft werden. Aber es mueß ein kalter winter sein, wan ein wolff den anderen frißt. So baldt aber ein Christ, Griech, Armener, Iud und andere, so nit des machometanischen glaubens seind, im geringsten wider gesagte übel waß verbricht, wirdt er ohne einige gnad auf obgemelte manier gestraft. Doch kan solches mit einer großen summa gelt verhüetet unnd verkommen werden.",
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"ner_text": "Eß hat auch bey den Türckhen sehr eingewurzelt die falsche zeügnus, dan welche partey der anderen in vile der zeügen überlegen ist, die hat gemeiniglich daß recht erhalten. Unnd welcher ein unrichtigen handel hat, der bringt 10 oder mehr zeügen herfir in langen bärten, dan sye darauf vil halten. Solche wißen gleichsam nichts umb den handel, alß waß der ienige, so sye bestehlt, vorgelogen. Darnach legen sye ihr zeügenschafft ab unnd wan sich die parteyen vor dem richter zanckhen unnd ihr sach weiters durch zeügen beweißen wollen, unnd der handel dem richter suspect oder verdächtlich zusein gedunckht unnd der kundtschafft nicht will völligen glauben geben, alßdan berueffen sich die großbartete zeügen auf ihr bärt, zeigen dieselbe dem richter und streichen in mit der handt durch, ob sprechendt: Wie solt ein solcher ehrlicher man mit einem solchen ehrbaren barth unnd ansehen ein unwahrheit können vorbringen. Unnd kan solche handt vol bart einem offt ein guet trinckhgelt gewinen. Aber einer in der falschheit ergriffen wirdt, wirdt er auf erzehlte weiß gestrafft.",
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"text": "Eß hat auch bey den Türckhen sehr eingewurzelt die falsche zeügnus, dan welche partey der anderen in vile der zeügen überlegen ist, die hat gemeiniglich daß recht erhalten. Unnd welcher ein unrichtigen handel hat, der bringt 10 oder mehr zeügen herfir in langen bärten, dan sye darauf vil halten. Solche wißen gleichsam nichts umb den handel, alß waß der ienige, so sye bestehlt, vorgelogen. Darnach legen sye ihr zeügenschafft ab unnd wan sich die parteyen vor dem richter zanckhen unnd ihr sach weiters durch zeügen beweißen wollen, unnd der handel dem richter suspect oder verdächtlich zusein gedunckht unnd der kundtschafft nicht will völligen glauben geben, alßdan berueffen sich die großbartete zeügen auf ihr bärt, zeigen dieselbe dem richter und streichen in mit der handt durch, ob sprechendt: Wie solt ein solcher ehrlicher man mit einem solchen ehrbaren barth unnd ansehen ein unwahrheit können vorbringen. Unnd kan solche handt vol bart einem offt ein guet trinckhgelt gewinen. Aber einer in der falschheit ergriffen wirdt, wirdt er auf erzehlte weiß gestrafft.",
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"ner_text": "Under allen richteren in ganz Türckhey ist der vornembste der muffti. Der ist bey ihnen pontifex maximus, daß ist der oberste pabst, zue dem der sultan selbst unnd alle andere richter zu appellieren pflegen unnd von ihme auch ein bescheid, ultha genandt, zu erlangen.",
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"text": "Under allen richteren in ganz Türckhey ist der vornembste der muffti. Der ist bey ihnen pontifex maximus, daß ist der oberste pabst, zue dem der sultan selbst unnd alle andere richter zu appellieren pflegen unnd von ihme auch ein bescheid, ultha genandt, zu erlangen.",
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"ner_text": "Sonsten seind die Türckhen in volziehung des rechts geflißen. Der sub wassa, so vil alß regiments provos, reith in der stadt hin unnd wider, besichtiget in allen gewers läden das gewicht unnd maß im brot, schmalz, unnd allen anderen sachen. Unnd so er bey einem ein zu gering oder falsches gewicht findt, er sey gleich Griech, Türckh oder anderer religion, last er denselben durch seine diener mit gewalt auß den kauffläden herauß schläppen unnd mit steckhen durch seine hasassen oder schergenten auf gemelte weiß priglen etc.",
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"text": "Sonsten seind die Türckhen in volziehung des rechts geflißen. Der sub wassa, so vil alß regiments provos, reith in der stadt hin unnd wider, besichtiget in allen gewers läden das gewicht unnd maß im brot, schmalz, unnd allen anderen sachen. Unnd so er bey einem ein zu gering oder falsches gewicht findt, er sey gleich Griech, Türckh oder anderer religion, last er denselben durch seine diener mit gewalt auß den kauffläden herauß schläppen unnd mit steckhen durch seine hasassen oder schergenten auf gemelte weiß priglen etc.",
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"ner_text": "Vil von der Griechen hochzeiten zubeschreiben bin ich nicht gesinnet. Neben anderen vilen ceremonien hab ich gesehen sonderlich in den weibsbilderen ein uberauß große pracht in kleideren unnd kleinodien, das ich mich darüber verwundert hab unnd in anschauung der braut nit anderst vermeint, es komme widerumb herfir die schöne Helena auß Griechenlandt. An dißer großen hoffart der Griechen sihet man, wie es vorzeiten mueß geweßen sein; unnd geschicht solche hoffart bey ihnen in der dienstbarkheit, waß wirdt erst vor der dienstbarkheit, in wehrender freyheit, geschehen sein? Auß welchem ervolgt, daß ohne zweiffel der große uberfluß unnd pracht das Griechische Reich in das verderben gestürzt hat. Mit eßen unndt trinckhen füllen sye sich auch uberflißig an, legen sich bey dem tisch nider, biß sye widerum außgenicht, unnd pflegen solches 3, 4, oder mehr tag nacheinander anzustellen. Die pfaffen bey den Griechen haben auch weiber, aber dem patriarch wirdt keine erlaubt.",
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"text": "Vil von der Griechen hochzeiten zubeschreiben bin ich nicht gesinnet. Neben anderen vilen ceremonien hab ich gesehen sonderlich in den weibsbilderen ein uberauß große pracht in kleideren unnd kleinodien, das ich mich darüber verwundert hab unnd in anschauung der braut nit anderst vermeint, es komme widerumb herfir die schöne Helena auß Griechenlandt. An dißer großen hoffart der Griechen sihet man, wie es vorzeiten mueß geweßen sein; unnd geschicht solche hoffart bey ihnen in der dienstbarkheit, waß wirdt erst vor der dienstbarkheit, in wehrender freyheit, geschehen sein? Auß welchem ervolgt, daß ohne zweiffel der große uberfluß unnd pracht das Griechische Reich in das verderben gestürzt hat. Mit eßen unndt trinckhen füllen sye sich auch uberflißig an, legen sich bey dem tisch nider, biß sye widerum außgenicht, unnd pflegen solches 3, 4, oder mehr tag nacheinander anzustellen. Die pfaffen bey den Griechen haben auch weiber, aber dem patriarch wirdt keine erlaubt.",
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"ner_text": "Wan bey den Griechen weib oder man mit todt abgeht, pflegen sye den leichtnam zuwaschen unnd anzustreichen, dan die Griechen, sonderlich die iunckhfrauen Griechische weibsbilder. Ein griechische braut. Ein Armenin. Diese Darstellung zeigt eine Fusionierung mehrerer Abbildungen aus dem Bericht Schweiggers. Dargestellt werden insgesamt vier Frauenfiguren in unterschiedlicher Kleidung. streichen sich mit farben an, das sye ein schene gestalt haben. Das geschicht auch bei lebzeiten unnd der todte leichtnamb nicht anderst außsicht, alß wan er lebete. Da versamblet sich die freündtschafft unnd nachtbaren, treten zu dem todten hin, küßen oder bußen ihn, anzeigendt, alß wan er ihr gueter freünd wäre. Alßdan legt man ihn in ein unbedegte par, laß im das gesicht bloß, tregt in also fort, so von den freinden beglaitet wirdt. Ein priester oder mehr gehn voran bettendt. Daß weib, so ihr man stirbt, gehet gleich mit fliegendem haar nach der bar, schreit uberlaut und weinet erbärmlich, reißt ihr selbst das haar auß. Solches haben auch die töchteren im brauch, wan ihre eltren sterben, lamentieren unnd weinen also kläglich, das ich mich ihrer erbarmet hab.",
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"text": "Wan bey den Griechen weib oder man mit todt abgeht, pflegen sye den leichtnam zuwaschen unnd anzustreichen, dan die Griechen, sonderlich die iunckhfrauen Griechische weibsbilder. Ein griechische braut. Ein Armenin. Diese Darstellung zeigt eine Fusionierung mehrerer Abbildungen aus dem Bericht Schweiggers. Dargestellt werden insgesamt vier Frauenfiguren in unterschiedlicher Kleidung. streichen sich mit farben an, das sye ein schene gestalt haben. Das geschicht auch bei lebzeiten unnd der todte leichtnamb nicht anderst außsicht, alß wan er lebete. Da versamblet sich die freündtschafft unnd nachtbaren, treten zu dem todten hin, küßen oder bußen ihn, anzeigendt, alß wan er ihr gueter freünd wäre. Alßdan legt man ihn in ein unbedegte par, laß im das gesicht bloß, tregt in also fort, so von den freinden beglaitet wirdt. Ein priester oder mehr gehn voran bettendt. Daß weib, so ihr man stirbt, gehet gleich mit fliegendem haar nach der bar, schreit uberlaut und weinet erbärmlich, reißt ihr selbst das haar auß. Solches haben auch die töchteren im brauch, wan ihre eltren sterben, lamentieren unnd weinen also kläglich, das ich mich ihrer erbarmet hab.",
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"ner_text": "Diß ist ein unnuze burst unnd seindt allzumahl zeheindt kinder, die der Türckh von den underthanen seines reichs zur schazung nimbt unnd alweg im fünften iahr etlich 1.000 solcher knaben zusammen bringt, auß Ungaren, Crabaten, Bulgaria, Servia, Graecia, unnd anderen orthen, welches daß gröste ellendt ist. Dan wan ein vadter zwen, drey oder mehr söhn hat, so nimbt man ihm den schönsten darauß unnd schickhts alßdan nacher Constantinopel. Deren werden etlich zu hoff behalten, andere under die burger unnd officier außgetheilt. Die empfangen von ihnen kleidung unnd underhaltung des leibs, unnd werden Die Zeichnung zeigt zwei männliche Personen mit jeweils einer spitzen und einer abgerundeten Kopfbedeckung sowie Waffengürtel. Gestalt der türckhischen lackhgeyen. Hier sind drei männliche Personen mit Waffengürtel und Kopfbedeckung zu sehen. A. Türckhischer reitknecht. B. Türckhischer lagey. Die Zeichnung zeigt zwei Waffenträger mit Kopfbedeckungen und Federschmuck. Im Hintergrund ist links eine Stadt zu sehen. mehrentheil den pferden zuwarten gebraucht. Die gar iungen aber, wan sie etwas bey ihrem herren an alter zugenommen unnd von gestalt schön seind, nimbt der kayßer in seine dienst auf. Andere werden in ein zu Gallata große verordnete behaußung gethan. Alda in schreiben, leßen unnd zu allerley kunstreichen handthierungen zulehrnen angetriben werden. Ander werden zu allerhannd arbeit angetriben, alß barbierer, schmid, schneider unnd andere handtwerckh, die man ihn einem feldtzug vonnöthen hat. Etliche werden hinüber in Asiam zum viechhüeten gebraucht, damit sye alda hunger, durst, frost, hiz unnd andere beschwerligkeiten gewohnen unnd alß dan zum kriegsweßen tauglich werden, insonderheit aber damit sye daselbst erwilden unnd grausamkeit lehrnen. Diße alle haben von hoff ihre kleider zu empfangen.",
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"ner_text": "Von dißem gesindlein wirdt auch die ianitscharen rath ersezt, dan so der selben etlich in einem scharmüzel oder schlacht umbkommen, wirdt alßdan die anzahl der verstorbnen oder erschlagnen mit dißem iungen unkraut erfüllet.",
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"ner_text": "Obgemelte atschomoglani seind über diemaßen ein muetwillig, unrüehig gesindtlein, die den Christen, Griechen, Iuden vil ungelegenheit machen, dan sye lauffen hin unnd wider in den wirthsheüßeren, sauffen auch hin unnd wider sich Diese Zeichnung entstammt einer anderen Hand. Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn ist eine mögliche Quelle. Sie zeigt drei osmanische Personen, eine Frau und zwei Männer. ganz voll unnd geben kein zäch. Sagt der haußwirth, waß schlagen sye ihne die haut voll, unnd dem faß den boden ein, das der ubrige wein zugrund gehet. Unnd so einer einen feind hat und dißen sauberen gesellen einer ein grosch, daß ist ein thaller, verspricht, geben sye dem begehrten guete stöß oder schlagen sye ihn bißweilen gar zu todt unnd verdienen ihr gelt nicht umbstonst. Sye tragen gespitzige kapen von cammeel har gemacht.",
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"ner_text": "Zwen italienische patres ordinis Sancti Francisci vulgo parvoten. Zwen italienische kaufherren sambt einem diener. Der eine kauffherr aber ist zu Adrianopel an der pest gestorben. Ein italianischer musicant sambt seinem weib, tochter unnd einem dienstmensch. Herr Iesias Barbet von Straßburg, so nach unser ankhunfft auf Wien nach wenig tagen gestorben. + Georg Saur auß Schleßien, ein reiter, so bey dem verstorbnen residenten (seelig) gewesen. Cum secunda vice mecum iterum Constantinopolim profectus apud Strigonium mortuus est. Christopherus Rooß von Salonich, ein Griech; ihr gnaden laggey etc. Christoff N. auß Sachßen, ein kunstpfeiffer, so zuvor bey den Sibenbürgeren geweßen. Drey Italianer sambt einem Ungar, die sich under der stahlpartey aufgehalten.",
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"text": "Zwen italienische patres ordinis Sancti Francisci vulgo parvoten. Zwen italienische kaufherren sambt einem diener. Der eine kauffherr aber ist zu Adrianopel an der pest gestorben. Ein italianischer musicant sambt seinem weib, tochter unnd einem dienstmensch. Herr Iesias Barbet von Straßburg, so nach unser ankhunfft auf Wien nach wenig tagen gestorben. + Georg Saur auß Schleßien, ein reiter, so bey dem verstorbnen residenten (seelig) gewesen. Cum secunda vice mecum iterum Constantinopolim profectus apud Strigonium mortuus est. Christopherus Rooß von Salonich, ein Griech; ihr gnaden laggey etc. Christoff N. auß Sachßen, ein kunstpfeiffer, so zuvor bey den Sibenbürgeren geweßen. Drey Italianer sambt einem Ungar, die sich under der stahlpartey aufgehalten.",
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"text": "Weilen ich mich lang in dießem anderten buech aufgehalten, will ich mit zu endt schreiten unnd die reiß von Constantinopel nacher Wien vornemmen etc. Ende des anderen buechs.",
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"ner_text": "Nach dem wir anno 1649 von dem 15. Martii biß vierdten Augusti dißes iahrs zu Constantinopel verharet unnd in wehrender zeit vil underschidliche denckhwirdige sachen gesehen unnd erfahren haben, welche mehrentheil im anderen buech genugsam beschriben unnd erklärt worden, wil ich widerumb die zueruckhreyß vornemben unnd der durchgereisten örther unnd anderer denckhwirdiger sachen, so im ersten buech wegen der kirze nicht genuegsam an tag gegeben worden, will ich aniezo etwas, so ich darin gesehen unnd erfahren, darvon weiter meldung thun unnd des landts eigenschafft auch nicht vergeßen unnd alzeit in anfang eines landts beschreibung von demselbigen etwas erzehlen.",
"ner_sample": {
"text": "Nach dem wir anno 1649 von dem 15. Martii biß vierdten Augusti dißes iahrs zu Constantinopel verharet unnd in wehrender zeit vil underschidliche denckhwirdige sachen gesehen unnd erfahren haben, welche mehrentheil im anderen buech genugsam beschriben unnd erklärt worden, wil ich widerumb die zueruckhreyß vornemben unnd der durchgereisten örther unnd anderer denckhwirdiger sachen, so im ersten buech wegen der kirze nicht genuegsam an tag gegeben worden, will ich aniezo etwas, so ich darin gesehen unnd erfahren, darvon weiter meldung thun unnd des landts eigenschafft auch nicht vergeßen unnd alzeit in anfang eines landts beschreibung von demselbigen etwas erzehlen.",
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"ner_text": "Daß weitberiembte landt Romania hat seinen namen von der weitberiembten stadt Constantinopel, welche vor zeiten Newen Rom genandt worden. Hat vor vilen iahren den nammen Thracia von Thrace, des Martis sohn empfangen. Wirdt durch den fluß Strymonem von Macadonia under schieden, nimbt gegen miternacht an dem waßer Haemo unnd an der anderen seiten an dem meer sein endt.",
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"text": "Daß weitberiembte landt Romania hat seinen namen von der weitberiembten stadt Constantinopel, welche vor zeiten Newen Rom genandt worden. Hat vor vilen iahren den nammen Thracia von Thrace, des Martis sohn empfangen. Wirdt durch den fluß Strymonem von Macadonia under schieden, nimbt gegen miternacht an dem waßer Haemo unnd an der anderen seiten an dem meer sein endt.",
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"text": "Hat vil vornember städt, aber die haubtstat ist Constantinopel, von dem Pausania, der Spartaneren obersten, erbaut unnd anfänckhlich Byzantium, volgents aber von den griechischen kayßer Constantino Constantinopolis genandt worden. Die Türckhen nenens Stambola. Ligt an dem ungestimmen meer Euripo etc. Das vornembste under den alten gebeyen ist templum Aeternae Sapientiae oder Sophia, von Iustiniano erbauet.",
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"ner_text": "Constantinopel hat in ihrem umbkreiß und bezirckh 13.000 Nota bene error schrit unnd ungefehr uber 700.000 inwohner. Die flüß seind deren etliche, wie auch die berg. In Macaedonia entspringen Hebrus, Melaeus, Taurus, Arsus, Bethynia und Nesla. Seine vornembste berg Haemus, Rhodope, Pangaeus unnd Mesopus, die, wie gemeld, sein etlich in Macaedonia unnd auß gewißer ursach hieher gesezt worden etc.",
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"text": "Constantinopel hat in ihrem umbkreiß und bezirckh 13.000 Nota bene error schrit unnd ungefehr uber 700.000 inwohner. Die flüß seind deren etliche, wie auch die berg. In Macaedonia entspringen Hebrus, Melaeus, Taurus, Arsus, Bethynia und Nesla. Seine vornembste berg Haemus, Rhodope, Pangaeus unnd Mesopus, die, wie gemeld, sein etlich in Macaedonia unnd auß gewißer ursach hieher gesezt worden etc.",
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"ner_text": "Den 5. Augusti 1649 seind wir zu Constantinopel auffgebrochen. Ihr gnaden aber sambt wenig anderen seindt den selbigen tag noch alda verbliben unnd volgenden tags in ein keika auf das meer nach Siliveria zufahren begeben, da sye ein tag vor unß angelangt unnd unser erwarteten. Wir waren samentlich frölich auf dem weeg, dan wir gespürt unnd erfahren, das unß der türckhische pöffel auß gewißen ursachen einer günstig war. Wir kamen dißen Ponte Picolo abent auf Ponto Piculo oder Klein Bruckh, alda in ein lustige crabansarai unnd unser erstes nachtleger geweßen.",
"ner_sample": {
"text": "Den 5. Augusti 1649 seind wir zu Constantinopel auffgebrochen. Ihr gnaden aber sambt wenig anderen seindt den selbigen tag noch alda verbliben unnd volgenden tags in ein keika auf das meer nach Siliveria zufahren begeben, da sye ein tag vor unß angelangt unnd unser erwarteten. Wir waren samentlich frölich auf dem weeg, dan wir gespürt unnd erfahren, das unß der türckhische pöffel auß gewißen ursachen einer günstig war. Wir kamen dißen Ponte Picolo abent auf Ponto Piculo oder Klein Bruckh, alda in ein lustige crabansarai unnd unser erstes nachtleger geweßen.",
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"LOC"
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"ner_text": "Den 6. Augusti fahrten wür uber ein schöne, doch nit gar große bruckh unnd seind zeitlich in einem han oder herberg zu Ponte Grande angelangt. Alda, wie auch bey anderen carabansarai gebreüchig, Ponte Grande ein capellen geweßen, darin wir ein zeitlang den Türckhen in ihrem gebedt zuegeschaut.",
"ner_sample": {
"text": "Den 6. Augusti fahrten wür uber ein schöne, doch nit gar große bruckh unnd seind zeitlich in einem han oder herberg zu Ponte Grande angelangt. Alda, wie auch bey anderen carabansarai gebreüchig, Ponte Grande ein capellen geweßen, darin wir ein zeitlang den Türckhen in ihrem gebedt zuegeschaut.",
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[
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"LOC"
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"text": "Alßdan seind unser etlich zu dem meer herauß gangen, darin wir unnß mit baden, weilen es sehr große hiz war, gelegt und erfrischt haben.",
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"ner_text": "Den 7. Augusti seind wir nach Siliveria Siliveria in eine uhralte, griechische stadt, an dem meer Propontis ligend, ankommen. Allem ansehen nach ist es vorzeiten ein veste stadt geweßen, wie dan solches die zerfallne ringmauren unnd andere alte rudera genugsam anzeigen. Da haben wir ihr gnaden sambt dem herren residenten unnd andere, so auf dem meer gefahren, angetroffen. Darnach haben wir, alß daß eßen beraith war, daß valete durcheinander getrunckhen unnd hat in wehrender valedicierung entweder der wein oder das redliche teütsche gemüet unnd scheiden etlichen die augen ubertriben.",
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"text": "Den 7. Augusti seind wir nach Siliveria Siliveria in eine uhralte, griechische stadt, an dem meer Propontis ligend, ankommen. Allem ansehen nach ist es vorzeiten ein veste stadt geweßen, wie dan solches die zerfallne ringmauren unnd andere alte rudera genugsam anzeigen. Da haben wir ihr gnaden sambt dem herren residenten unnd andere, so auf dem meer gefahren, angetroffen. Darnach haben wir, alß daß eßen beraith war, daß valete durcheinander getrunckhen unnd hat in wehrender valedicierung entweder der wein oder das redliche teütsche gemüet unnd scheiden etlichen die augen ubertriben.",
"entities": [
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30,
39,
"LOC"
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[
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"LOC"
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"LOC"
],
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"LOC"
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"LOC"
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"LOC"
],
[
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"PER"
],
[
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"PER"
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"LOC"
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"ner_text": "Diße stadt hat Philippus, des großen Alexanders vadter, erbaut unnd zu einer haubtstadt gewidmet. Auch sein residentz darin lange iahr gehabt.",
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"text": "Diße stadt hat Philippus, des großen Alexanders vadter, erbaut unnd zu einer haubtstadt gewidmet. Auch sein residentz darin lange iahr gehabt.",
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"PER"
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"ner_text": "Tschiorli Den 8. Augusti auf Chiurli oder Schiorli in einem schönen fleckhen kommen, da wir ansehnlich accomodiert wurden nach bey einem türckhischen tempel, den ein vornember bassa noch bey lebzeiten sambt 2 großen gärten gestifft hat; unnd diße garten seind auf volgende weiß gestifft worden, daß wan ein reißender dahin kombt unnd die früchten zeitig seind, darff er nach seinem belieben in dem garten herumb gehn unnd die früchten, deren die gärten ganz voll, eßen. Daß thuet niemand wehren, allein, so er genug hat, gehet er widerumb fort unnd darf die seckh auch nit aufillen, sonderen nur so vil er eßen kan abzubrechen erlaubt ist. Dißer guthat haben unser etlich auch genoßen.",
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"text": "Tschiorli Den 8. Augusti auf Chiurli oder Schiorli in einem schönen fleckhen kommen, da wir ansehnlich accomodiert wurden nach bey einem türckhischen tempel, den ein vornember bassa noch bey lebzeiten sambt 2 großen gärten gestifft hat; unnd diße garten seind auf volgende weiß gestifft worden, daß wan ein reißender dahin kombt unnd die früchten zeitig seind, darff er nach seinem belieben in dem garten herumb gehn unnd die früchten, deren die gärten ganz voll, eßen. Daß thuet niemand wehren, allein, so er genug hat, gehet er widerumb fort unnd darf die seckh auch nit aufillen, sonderen nur so vil er eßen kan abzubrechen erlaubt ist. Dißer guthat haben unser etlich auch genoßen.",
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"LOC"
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"LOC"
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"PER"
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"ner_text": "Eben dißen tag, da ihr gnaden ob dem mittag eßen, kam herr Georg Zemper, der von Constantinopel mit brieffen nacher Wien geschickht worden, widerumb zu ruckh. Der unß nach ubergebnen schreiben ein große freudt gebracht, dan, so lang wir in Türckhey geweßen, haben wir niemahlen keinen gewißen bericht auß Teütschlandt haben können. Etlichen under unß ist er ein uberauß angenember bodt geweßen, dan das von Wien auf die constantinopolitanische reiß mitgenomne gelt hat der wein unnd das spilen mehrentheil weggenommen. Die seind widerumb etwas erquickht worden. Einem, den ich nit nenen will, hat sein vetter 16 thaler geschickht, so er inerhalb zwen tagen verlohren unnd also der müeh, das gelt weiters zubewahren, enthebt geweßen.",
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"text": "Eben dißen tag, da ihr gnaden ob dem mittag eßen, kam herr Georg Zemper, der von Constantinopel mit brieffen nacher Wien geschickht worden, widerumb zu ruckh. Der unß nach ubergebnen schreiben ein große freudt gebracht, dan, so lang wir in Türckhey geweßen, haben wir niemahlen keinen gewißen bericht auß Teütschlandt haben können. Etlichen under unß ist er ein uberauß angenember bodt geweßen, dan das von Wien auf die constantinopolitanische reiß mitgenomne gelt hat der wein unnd das spilen mehrentheil weggenommen. Die seind widerumb etwas erquickht worden. Einem, den ich nit nenen will, hat sein vetter 16 thaler geschickht, so er inerhalb zwen tagen verlohren unnd also der müeh, das gelt weiters zubewahren, enthebt geweßen.",
"entities": [
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23,
29,
"PER"
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59,
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"PER"
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"LOC"
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"LOC"
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"LOC"
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"PER"
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"ner_text": "Bergas Den 9. Augusti kamen wir nach Bergas in ein extraordinari schönen han. Darin, wie auch in anderen orthen breüchig, das man den reißenden persohnen etwas zu eßen gibt, welches im ersten buech am ... blat weiter darvor gemeldet wirdt. Da wir fortreißen wolten, erhub sich gehling ein starckher sturmwindt mit großen hagel unnd regen, welcher sich aber bald widerumb geendet. Hier hab ich ein groß unglückh unnd glückh gehabt, dan die roß an meinem wagen in der nacht tieff über ein bruckhen in ein waßer hinund gefahlen unnd wenig gefehlt, dem wagen unnd mir wehre auch solches geschehen.",
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"text": "Bergas Den 9. Augusti kamen wir nach Bergas in ein extraordinari schönen han. Darin, wie auch in anderen orthen breüchig, das man den reißenden persohnen etwas zu eßen gibt, welches im ersten buech am ... blat weiter darvor gemeldet wirdt. Da wir fortreißen wolten, erhub sich gehling ein starckher sturmwindt mit großen hagel unnd regen, welcher sich aber bald widerumb geendet. Hier hab ich ein groß unglückh unnd glückh gehabt, dan die roß an meinem wagen in der nacht tieff über ein bruckhen in ein waßer hinund gefahlen unnd wenig gefehlt, dem wagen unnd mir wehre auch solches geschehen.",
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"ner_text": "Hapsa Den 10. Augusti kamen wir auf Hapsa zu einem han mit blai bedegt unnd wie gehört, pflegen die Türckhen ihre vornembe gebey alle mit blay bedeckhen. Da haben wir mit großer verwunderung wargenommen, waß großen schaden der geweste sturmwind unnd hagel causiert habe: Nemlich in dißer revier herumb hat er alle zeitige unnd unzeitige frichten ab den bäumen geworffen, die äst mehrentheil herunder geschlagen unnd theils bäum ganz auß der wurzel gerißen, daß bley ab dem han unnd templen gerißen unnd ein solches grausames ansehen gemacht, das wir unß hoch darüber verwundert. Zu dißem hat das geweste ungewiter vil storckhen (die sich wegen vilen waßer unnd ihnen gueten gelegenhait heiffig auffhalten) sambt anderen vöglen erbärmlich erschlagen. Da seind wir etlich unß in dem recreiren in das feldt hinauß gangen, haben wir alda nit weit von ein ander mehr dan 100 von dem ungewiter erschlagen storckhen hin unnd wider ligendt gesehen. Etliche, so nicht ganz todt, sonderen nur an flüglen oder füeßen verlezt, haben wir gefangen unnd widerumb loßgelaßen etc.",
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"text": "Hapsa Den 10. Augusti kamen wir auf Hapsa zu einem han mit blai bedegt unnd wie gehört, pflegen die Türckhen ihre vornembe gebey alle mit blay bedeckhen. Da haben wir mit großer verwunderung wargenommen, waß großen schaden der geweste sturmwind unnd hagel causiert habe: Nemlich in dißer revier herumb hat er alle zeitige unnd unzeitige frichten ab den bäumen geworffen, die äst mehrentheil herunder geschlagen unnd theils bäum ganz auß der wurzel gerißen, daß bley ab dem han unnd templen gerißen unnd ein solches grausames ansehen gemacht, das wir unß hoch darüber verwundert. Zu dißem hat das geweste ungewiter vil storckhen (die sich wegen vilen waßer unnd ihnen gueten gelegenhait heiffig auffhalten) sambt anderen vöglen erbärmlich erschlagen. Da seind wir etlich unß in dem recreiren in das feldt hinauß gangen, haben wir alda nit weit von ein ander mehr dan 100 von dem ungewiter erschlagen storckhen hin unnd wider ligendt gesehen. Etliche, so nicht ganz todt, sonderen nur an flüglen oder füeßen verlezt, haben wir gefangen unnd widerumb loßgelaßen etc.",
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"ner_text": "Im zurueckh gehen, da des herrn internuntii stieffsohn solche storckhen zuschauen mit unß hinauß gangen, da haben etliche Türckhen mit drey pfeilen auf unß geschoßen, welche nechst bey unß nider gesunckhen. Solche haben wir gleich bey dem Hassan Aga, alß ihrem herren, verklagt, ist ihnen aber nichts widerfahren. Dan es beißt nicht leichtlich ein wolff den anderen.",
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"ner_text": "Wir seindt hier in einem nechst bey der türckhischen moschke ligenden han einquatiert worden unnd in gemeltem tempel ist zusehen, das solche nicht von den Türckhen, sonderen von den Christen erbaut worden.",
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