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    "ner_text": "So die tochter dem breitigamb oder werber zusagt, alßdan wirdt die hochzeit ernandt unnd angestehlt, da versamblet sich beederseits die freündschafft, man und weib, alles zu pferdt. Die weiber haben keine weibersätel wie in Teütschlandt, sonderen reiten daher alß wie die mannen, mit köstlichem geschmuckh unnd kleideren angethan, welche sye wie auch in Franckhreich unnd Schweizerlandt breüchig, entlehnen, so sye solche nicht selbst vermögen. Die seind mehrentheils von lauter goldt oder silberstuckh, atlas, samet unnd daffet. Wan nun alle zugleich gegenwertig, pflegt der breitigamb erstlich, so es ein vornembe hochzeit, 30 oder 40 eßel in der braut behaußung abzufertigen, ihren haußrath, sonderlich die klaider unnd andere zur hoffart dienende sachen Ein vornembe Türckhin in ihrem hauß sizendt. Im Vordergrund ist eine auf einem Teppich sitzende Frauenfigur, im Hintergrund sind verzierte Fenster zu sehen. Ein türckhische iunckhfrau etc. Im Bildvordergrund befindet sich eine Frauenfigur, links im Hintergrund eine Windmühle, rechts ist eine Häusergruppe zu sehen. darauf zuladen. Die eßel seind mit halßbanden unnd vilen schellen gezihrt, damit es ein groß geschell auf der gaßen gebe, in meinung, dem bedtel ein ansehen zumachen, so man die sachen köndte auf 5 oder 6 eßel führen, brauchen sye 20 oder mehr, darumb müeßen die eßel der reichtumb ein groß ansehen machen unnd das werckh helffen zieren. Eß wirdt auch der braut unnd ihren versambleten gästen unnd freünden durch etliche iunge knaben von des breitigambs behaußung vil confect unnd schöne, von weißem wachs gemachte schaueßen vorgetragen, darzu ist auch zuvor in der braut hauß vil confect unnd schleckhbißel zuegericht. Da sezen sich die weiber in ein absonderlich gemach mit geschrenckhten füeßen auf den schenen, aufgebreiten tebich zusammen unnd eßen von dem ihnen aufgesezten confect. da In deme sye sich nun ersetiget, faßen sye von dem überblibnen die fazenet oder diechel wol an unnd tragens mit sich hinweg. Solcher 2brauch ist auch sehr gemein bey den hochzeiten in Österreich, sonderlich auch bey den weiberen; in deme sye sich mit eßen unnd trinckhen genug angefühlt, schickhen sye von underschidlichen speißen große däller unnd fazenetl wol nach hauß, daß ihren zwen genug daran zu eßen hetten. 2 Ob nun dißer brauch von den Österreicheren hinein oder von den türckhischen weibern herauß komen sey, weiß ich nicht, sonderen laß es darbei beruehen. Allein kan ich erachten, das solches vilmehr ein baürischer alß adellicher brauch seye unnd denen östrichen 2weiberen, die sonsten gar höfflich unnd bescheiden wollen sein, übel ansteht.2",
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