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"ner_text": "Maintz: Hetten auß den acten auch außfurlich angehörtt, waß zwüschen Würzburg und Fulda fürgangen und weil Meinz in den actis auch angezogen, daß Dr. Landaw gegen Meinz geschickht, sey eß anderst nit gewesen, dann da der handel Meinz erzelett, daß ir kfl. Gn. sich desselben entschlagen und weil eß bey der ksl. Mt. anhengig, daselbst hin verwiesen, daß hetten sie zu entschuldigung anwenden wöllen, wie auch Meintz erstlich davon nichts gewiß, daß dann auch Fulda gehn Hausen uff ir kfl. Gn. schloß sich begeben, daß sey one vorwissen ir kfl. Gn. geschehen. Da sie eß aber erfahren, hetten sie inen nitt abreiben mögen, sonder alß ein gast alda gelassen. Die haubthandlung belangendt, befinden dieselb wichtig und ein new, ohnerhort werckh im Reich. Der anfang sey vonn eim ohnwillen gemacht zwüschen dem capittul und dem abt, daß capittel, die ritterschafft und landtschafft an sich gezogen, die landtschafft der sachen sich ettwaß befrembtt, daß capittel und lanschafft hetten geclagt, die landtschafft nitt. Daß fundament deß capittels sey daruff gesteltt, dz der abt übel gehausett, wie solche articul repetirt. Weil dann diß werckh bey der ksl. Mt. angefangen, sey one nott viel umbstendt zugebrauchen, sonder wie der ksl. Mt. decret lauttet, ir Mt. ein bedenckhen zugeben. Anfenglich befinden sie, daß dieser proceß bey der ksl. Mt. angefangen und hierinn nitt nöttig, ein weittleuffigen proceß anzustellen, sonder perspecta rei veritate zuerkennen und ergehn zulassen, waß billich, erbar und recht, sonderlich da beede teil gegeneinander gehört werden. Nun hab der abt seine notturfft dargethan, recensendo wie eß ergangen und waß Würtzburg dagegen eingewendett. Capittel und ritterschafft hetten sich vor dem keiser eingelassen, die landtschafft nit, sonder wollen gern parirn, wann sie können geschützt werden. Waß der würtzburgisch canzler bey hertzog Albrecht in Beyern geworben 1. Maii wiß man wol, nemlich, daß die handlung für seye, und sey ein gutter will bey dem abt, welches sich hernach anderst befunden. Capittel und ritterschafft one vor wissen deß abt und onerwartetter antwortt zu Hamelburg mitt 100 pferdt ankommen, der bischoff 50 gehabtt, die burger zu Hamelburg weren uffgemahnet, deß abts diener gefengclich angenommen, büchsen uff die brust gesezt und ander ursachen mehr in actis außgefürtt, darauß zuschliessen, daß diß werckh mitt guettem willen deß abtts nitt zugangen und also vis et metus da gewesen, auch ex contraria parte probirt und gnugsam gestanden, dann eß dem capittel gebüret in der geistlicheit deß bapsts, in der welttlicheit der ksl. Mt. consens zuhaben, welches nitt geschehen. Waß aber hernach angezogen wirdt, dz der abt alß er gehn Newenhoff kommen, frey gewest, sagen sie mitt den brandenburgischen, quod metus adhuc perpetue decaverit, so lang er in dem stifft Fulda ist gewesen, dann in dem vertrag ist gemeldet, wa er daß geringst nitt haltten werdt, soll ime alß dann sein deputat fallen, also hett er daß fürstenthumb und daß deputat beedes verloren. Wa dann auch nit guetter will da gewesen, hett der abtt bey der ksl. Mt. nitt umb hilff und bey Meintz umb rath angesucht. Würtzburg mög für sein person sich wol entschuldigen, aber dieweil Wurtzburg daß factum selbst nitt lobt, alß soltte Wurzburg desselben sich nitt annemmen, dann eo ipso, dz ers thutt, probirt deß capittels und ritterschafft thatt. Dieweil eß dann ein solche sach, die alle obrigkeit in genere betreffen thutt und dann achten sie eß darfür, daß vis gnugsam probirtt, initium et origo causae vi illata, also dieweil diese thatt in angesicht irer Mt. geschehen, sey billich, daß die ksl. Mt. den mandaten anhang und den abtt restituire, wie er den 18. Junii und zuvor gewesen, ut Trier, Coln und Brandenburg votirt. Aber dieweil die teil verbittert, auch die capitulares nit entschuldigt und wol zustraffen, die ritterschafft vom capittel darzu vermöget und überredett, so soltt die ksl. Mt. dahin zuvermahnen sein, commissarios zuverordnen, die den abtt mitt den underthanen reconciliirn.",
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"text": "Maintz: Hetten auß den acten auch außfurlich angehörtt, waß zwüschen Würzburg und Fulda fürgangen und weil Meinz in den actis auch angezogen, daß Dr. Landaw gegen Meinz geschickht, sey eß anderst nit gewesen, dann da der handel Meinz erzelett, daß ir kfl. Gn. sich desselben entschlagen und weil eß bey der ksl. Mt. anhengig, daselbst hin verwiesen, daß hetten sie zu entschuldigung anwenden wöllen, wie auch Meintz erstlich davon nichts gewiß, daß dann auch Fulda gehn Hausen uff ir kfl. Gn. schloß sich begeben, daß sey one vorwissen ir kfl. Gn. geschehen. Da sie eß aber erfahren, hetten sie inen nitt abreiben mögen, sonder alß ein gast alda gelassen. Die haubthandlung belangendt, befinden dieselb wichtig und ein new, ohnerhort werckh im Reich. Der anfang sey vonn eim ohnwillen gemacht zwüschen dem capittul und dem abt, daß capittel, die ritterschafft und landtschafft an sich gezogen, die landtschafft der sachen sich ettwaß befrembtt, daß capittel und lanschafft hetten geclagt, die landtschafft nitt. Daß fundament deß capittels sey daruff gesteltt, dz der abt übel gehausett, wie solche articul repetirt. Weil dann diß werckh bey der ksl. Mt. angefangen, sey one nott viel umbstendt zugebrauchen, sonder wie der ksl. Mt. decret lauttet, ir Mt. ein bedenckhen zugeben. Anfenglich befinden sie, daß dieser proceß bey der ksl. Mt. angefangen und hierinn nitt nöttig, ein weittleuffigen proceß anzustellen, sonder perspecta rei veritate zuerkennen und ergehn zulassen, waß billich, erbar und recht, sonderlich da beede teil gegeneinander gehört werden. Nun hab der abt seine notturfft dargethan, recensendo wie eß ergangen und waß Würtzburg dagegen eingewendett. Capittel und ritterschafft hetten sich vor dem keiser eingelassen, die landtschafft nit, sonder wollen gern parirn, wann sie können geschützt werden. Waß der würtzburgisch canzler bey hertzog Albrecht in Beyern geworben 1. Maii wiß man wol, nemlich, daß die handlung für seye, und sey ein gutter will bey dem abt, welches sich hernach anderst befunden. Capittel und ritterschafft one vor wissen deß abt und onerwartetter antwortt zu Hamelburg mitt 100 pferdt ankommen, der bischoff 50 gehabtt, die burger zu Hamelburg weren uffgemahnet, deß abts diener gefengclich angenommen, büchsen uff die brust gesezt und ander ursachen mehr in actis außgefürtt, darauß zuschliessen, daß diß werckh mitt guettem willen deß abtts nitt zugangen und also vis et metus da gewesen, auch ex contraria parte probirt und gnugsam gestanden, dann eß dem capittel gebüret in der geistlicheit deß bapsts, in der welttlicheit der ksl. Mt. consens zuhaben, welches nitt geschehen. Waß aber hernach angezogen wirdt, dz der abt alß er gehn Newenhoff kommen, frey gewest, sagen sie mitt den brandenburgischen, quod metus adhuc perpetue decaverit, so lang er in dem stifft Fulda ist gewesen, dann in dem vertrag ist gemeldet, wa er daß geringst nitt haltten werdt, soll ime alß dann sein deputat fallen, also hett er daß fürstenthumb und daß deputat beedes verloren. Wa dann auch nit guetter will da gewesen, hett der abtt bey der ksl. Mt. nitt umb hilff und bey Meintz umb rath angesucht. Würtzburg mög für sein person sich wol entschuldigen, aber dieweil Wurtzburg daß factum selbst nitt lobt, alß soltte Wurzburg desselben sich nitt annemmen, dann eo ipso, dz ers thutt, probirt deß capittels und ritterschafft thatt. Dieweil eß dann ein solche sach, die alle obrigkeit in genere betreffen thutt und dann achten sie eß darfür, daß vis gnugsam probirtt, initium et origo causae vi illata, also dieweil diese thatt in angesicht irer Mt. geschehen, sey billich, daß die ksl. Mt. den mandaten anhang und den abtt restituire, wie er den 18. Junii und zuvor gewesen, ut Trier, Coln und Brandenburg votirt. Aber dieweil die teil verbittert, auch die capitulares nit entschuldigt und wol zustraffen, die ritterschafft vom capittel darzu vermöget und überredett, so soltt die ksl. Mt. dahin zuvermahnen sein, commissarios zuverordnen, die den abtt mitt den underthanen reconciliirn.",
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