GET /api/ner-sample/?ner_source__title=DIPKO&ner_ent_type__contains=LOC
HTTP 200 OK
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Content-Type: application/json
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            "ner_text": "Etlich tag, ehe wir zu Constantinopel angelangt, ist ein venetianischer dolmatsch mit einem tschiausen nacher Venedig passiert. Etlich vermeinten dazumahlen, es wer auf ein fridens tractation angesehen. In effectu aber befundt sich, daß die Türckhen zuwißen begehrt, ob die Venediger Candia cedieren wollen oder nicht.",
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            "ner_text": "Von dißer spahy manschafft hat man underschidlich spargiert und nichts aigentlichen wißen könen. Etliche sezten 1.000, etlich 15, 20, und auch 30.000, alßo daß in Constantinopel eine grose forcht. Und sonderlich under denen, die zu des sultan Ibrahims todt geholffen, undt deren köpff die spahi zum theil praetendierten, ein zimliche confusion geweßen.",
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            "ner_text": "Dißer chiaus ist den 27. Appril widerumb zuruckh kommen, hat zwar an die Porten brieff gebracht, aber keines cathegorischen inhalts und welche sich allein auf mehrers relation des baylo berueffen. Gabe auch vor, die Venediger hedten ihme ihren schaz und einen großen vorath von kriegspraeparatorien gezeügt, anzudeiten, das sye des kriegs noch nit müedt unnd kaum recht angefangen.",
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            "ner_text": "Bruck an der Leyta Baldt darauf kame herr internuntius mit etlichen herren, die ihn beglaiteten, darunder auch etliche, die ihren mitreißenden bekhandten zu valedicieren mitgerithen. Unnd nach beederseits vollendtem valete seind wir in großer kälte frisch darvon gefahren unnd dißen abent auf Bruckh, an dem fluß Leitta gelegen, kommen; in der vorstadt in zwey wirzheüßer einquatiert worden etc.",
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            "ner_text": "Tottes Alß dan seindt wir auf Dotes, so das erste orth herauß wehrts ist, daß die Christen inhaben, kommen. Darin graff Scaki, oberhaubtman, commandiert. Der hat unß alle gebührende ehr bewißen unnd in eßen unnd trinckhen ihr gnaden freigehalten.",
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            "ner_text": "Sav Flus Den 1. Februarii, so ein uberdiemaßen kalter tag, kamen wir an den fluß Sav und volgents hiniber nach Belgrad oder Griechisch Weißenburg. Bellgrad Da ihr gnad gleich ein schiff oder nassada zugeschickht worden, darauf hiniber zu fahren, da ihr gnaden von caimecan nebens einer anzahl der ianitscharen mit fliegenden fahnen gleich am ufer freindtlich empfangen und von dem caimecan selbst durch die stadt in unser losament beglait worden. Die vornembere ianitscharen haten auf den achßlen luxen, tigerthier, leoparden, lewen und anderer rauberischen thierheüt herunder hengen, damit ihr freudig gemieth anzeigendt; auch ein streich darmit aufzufangen und dem feindt mit solchen lezen belzen ein forcht einzuiagen. Solches haben auch, wie Herodotus sagt, die Etiopen im brauch gehabt. Also haben auch die Scythae ihren uberwundenen feinden die heüt abgezogen, und den pferdten zur zierdt an den zaum gehengt und darmit also gebrangt; undt Hercules auch ein lebenhaut getragen etc.",
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            "ner_text": "Dahero dan bey allen rechtverständigen unnd tugendtliebenden leüthen das vornemben der ienigen lobenswerth ist, welche nicht allein lust unnd liebe zu den tugendten unnd erfahrung haben, sonderen auch ihren lust unnd geneigten willen im werckh erzeigen unnd also erfahrung unnd lehrnes halb in ferne länder sich begeben, mit fernen reyßen sich etwas versuechen, gefährligkheit leibs unnd lebens außstehn unnd sich daran nicht laßen verhinderen unnd darzu ihrem glückhspil sich dapffer üben. Darumb wirdt auch Aneas seiner volbrachten reyß halben, die er von Troia, in Asia gelegen, in Italiam gethan, von Virgilio sehr beriembt: Multum ille terris iactatus et alto mari. Er habe sich zu waßer unnd landt wol versuecht.",
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            "ner_text": "Also müeßen auch verständige leüth bekhennen, das es ein große gab Gottes sey, das einer sich in frembden länderen mit reyßen etwas versueche, damit er khünftig Godt dem allmachtigen unnd dem vadterlandt dienen könne. In maßen dem vil vortreffliche leüth der wanderschafft mit ihrem aignen exempel ein ansehen gemacht, deren reyßen zumahl in der heiligen unnd anderer schrifft aufgezeichnet sein. Alß da ist die wanderschafft der nachkömlingen Noe unnd seiner söhn. Dieselbe seind die ganze welt durchwandert, wie auch der vadter Abraham, der neben anderen reyßen auf Memphis, welches man iezund Cairo oder Alchabier nennet, gereist. Deßgleichen haben auch die zwölff apostel, sambt dem apostel Paulo, die ganze welt oder doch die vor nembste königreich durchreyst, alß Palestinam, Scythiam, Syriam, Arabiam, Aßyriam, Persiam, Indiam, Graeciam, Aegiptum, Italiam, Hispaniam unnd andere mehr länder etc.",
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            "ner_text": "Alß sultan Ibrahim Hann, türckhischer kayser, wegen seines unordenlichen geführten regiments erwürgt oder stranguliert worden, unnd auch kurz zuvor der ksl. resident in Constantinopel, Alexander Greiffenclau von Volrath, durch einen gehlingen fahl von dem pferdt an dem schlag oder gewalt Godtes verschiden, unnd die regierung bey dem ottomannischen hoff schlechtlich bestehlt ware, theils wegen des strangulierten kayßers, theils wegen des venetianischen kriegs, dahero erwarteten sye von ihr römisch ksl. Mt. einen internuntium, weilen sye vorlengst vernomben, das einer hinnein geschickht werden solte unnd ob deßen ankhunfft die Türckhen ein schlechte meinung gehabt, dieweilen aniezo kein ksl. resident an der Porten, seind sye ihm zweiffel gestanden, weil in Teutschlandt ein algemeiner frid geschloßen unnd der mit ihnen geschloßne fridt sich auch nur auf ein kleinen termin erstreckhte, man wolle mit ihnen falsche practica auffrichten unnd mit den Venetianeren conspirieren. Darumben sye dan sehr einen internuntium verlangten, von deme den grund unnd beschaffenheit durch ein cathegorische zu vernemben, ob der römische kayßer mit dem türckhischen kayßer den friden weiters zu prolongieren oder denselben auffzuheben willens wäre, damit sich ein ieder theil mit praeparatoriis desto beßer fürsehen köndte.",
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            "ner_text": "+ Ihr gnaden, herr internuntius Iohann Rudolph Schmidt zum Schwarzen Horn etc., ihr römisch ksl. Mt. würckhlicher hoffkriegs rath, ksl. abgesandter an die ottomanische Porten, von Stein am Rhein auß dem Schweizerland gebürtig. + 2 Herr Simon Reninger, aniezo ihr römisch ksl. Mt. resident in Constantinopl auß der Stairmarckh. + 3 Herr Franz Henrich Ferdinandt Vischer von unnd zue Ramperstorff, landtman in Khärndten, herren internuntii stieffsohn von Wien, iuris utriusque studiosus. + 4 Herr Iohann Friderich Mezger, iuris utriusque doctor, hoffmeister unnd secretarius von Freyburg auß Breyßgaw. + 5 Reverendus pater Marcellus N. ordinis minorum sancti Francisci, italianischer secretarius auß Italia. + 6 Reverendus pater Bartholomaeus N. ordinis sancti Ioannis dei, caplan auß der Steürmarckh. + 7 Herr Iohan Baptista Correll Paniotti, dolmätsch von Alepo auß Arabia, in Asia ligendt. + 8 Herr Iohann Wilhelmb Egidius von Lobenstein von Wien. + 9 Herr Iohann Wilhelmb Hirsch von Hirschfeldt, stalmeister von Olmiz aus Mähren. + 10 Herr Henrich Schrader, kuchelmeister von Oßnabruckh auß Weschphalen iuris utriusque studiosus. + 11 Herr Andreas de Thomasis, adellicher auffwarther auß Tyrol, iuris utriusque studiosus, ist unfern Constantinopel bey Aly Bekaii ertrunckhen. + 12 Herr Iohann Grillo von Constantinopel. + 13 Herr Michael de Paulo, ksl. currier, wagenmeister auß Crabaten. + 14 Herr Franz Kuniß, mundtschenkh von Wien, iuris utriusque studiosus, ist hernach obrist laitnant worden. + 15 Herr Iohann Ieremias Orth, auffwarther von Franckhfurt am Mayn. + 16 Herr Adamus Ferchtel, auffwarter, ein Österreicher. + 17 Iohann Georg Mezger, auffwarther, wagen- unnd kuchelschreiber von Breysach, iuris utriusque studiosus. + 18 Herr Martinus Donckha, apodeckher von Lübben auß Nider Laußniz. + 19 Herr Iohann Bartholme Leßer, des herrn residenten schreiber von Wien, ist zue Brueckh an der Leita todt geschlagen worden. 20 Herr Iohan Ehrlinger, trombeter, ein Österreicher. 21 Herr Michael Cotniza, trombeter, ein Österreicher. + 22 Herr Johann Maindl, cammerdiener auß der Pfalz, zue Belegerstorff gestorben. + 23 Herr Iohann Iacob Wurm, cammerdiener auß dem bistumb Aystadt, ist ksl. salz versilberer in Wien worden. + 24 Bernhardt Kolb, daffeldeckher auß dem Franckhenlandt. 25 Andreas Mtsch, klein uhrmacher von Preßlaw in Schleßien. 26 Iohann Marhoffer, bader auß Schwaben. 27 Georg N., gemeiner auffwarther auß Böhaimb. 28 Christoff Elber, des curriers diener, sonsten buechbinder von Hall in Tyrolen. 29 Dominicus Harnickh, einkhauffer von Constantinopel. + 30 Carl Leder, mundtkoch von Bone auß Franckhreich. 31 Hannß Hann, underkoch auß der Pfalz. 32 Iacob Schaffer, reithschmidt auß Österreich. 33 Zepherin N., des dolmatschen diener auß Sclavonia. 34 Philip, kucheliung auß der Steirmarckh.",
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                        621,
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                        "PER"
                    ],
                    [
                        698,
                        704,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        727,
                        743,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        787,
                        798,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        809,
                        840,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        856,
                        861,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        866,
                        872,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        877,
                        881,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        900,
                        938,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        943,
                        947,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        958,
                        996,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1014,
                        1019,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1024,
                        1030,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1042,
                        1058,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1078,
                        1088,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1093,
                        1104,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1142,
                        1161,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1190,
                        1195,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1235,
                        1249,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1254,
                        1264,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1288,
                        1301,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1306,
                        1320,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1332,
                        1348,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1381,
                        1389,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1401,
                        1412,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1431,
                        1435,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1510,
                        1530,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1548,
                        1567,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1579,
                        1594,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1612,
                        1622,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1631,
                        1650,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1697,
                        1705,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1744,
                        1760,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1777,
                        1783,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1788,
                        1801,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1813,
                        1835,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1847,
                        1857,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1872,
                        1876,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1886,
                        1906,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1939,
                        1954,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        1971,
                        1981,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        1993,
                        2008,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        2025,
                        2035,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2049,
                        2062,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        2085,
                        2090,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2096,
                        2109,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2131,
                        2148,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        2179,
                        2186,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2217,
                        2221,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2235,
                        2249,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        2273,
                        2287,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2292,
                        2305,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        2327,
                        2334,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2338,
                        2347,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2352,
                        2368,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        2380,
                        2388,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2393,
                        2401,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        2428,
                        2435,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2440,
                        2455,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        2461,
                        2469,
                        "PER"
                    ],
                    [
                        2502,
                        2517,
                        "LOC"
                    ],
                    [
                        2510,
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            "ner_text": "Volgents name er auch uhrlaub von der verwittibten kayßerin Leonora, herzogin von Mantua, weiland Ferdinandi II. gemahl, unnd von herzog Nicola von Lothringen, von ihr päbstlichen heilligkheit unnd venetianischen legaten, von Philippo Friderico, episcopo viennensi, sambt anderen vornemben fürsten, graffen unnd herren, denen er, herr internuntius, valediciert unnd sich ihnen nach mügligkheit recommendiert hat. Wir durcheinander valedicierten unseren fräunden unnd bekhandten unnd nahmen von ihnen auch uhrlaub. Begaben unß mehrentheil auf St. Margrethen, so ein kleines, nechst bey der stadt gelegnes schlößel, herren internuntio gehörig. Andere begaben sich außer der stadt in die wirzheüßer unnd machten dem neuen iahr ein guten anfang.",
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            "ner_text": "Anno 1649, den 2. Ianuarii, seind wir zeitlich zu Margreten auf den landtgutschen wägen, die umb gelt unß, unnd zur reiß notwendig sachen, biß auf Raab zuführen bestelt waren, aufgebrochen unnd auf den traidtmarckh vor dem Khärtner Thor ein zeit lang stilgehalten; alda unsere trombeter etliche feldtstükhel zue gueter lez geblaßen. Darnach marschierten wir mit völliger caravanna der Schwechet zue, da wir herrn internuntium, der sich selbige nacht wichtiger geschäfften halber in der stadt aufgehalten, erwarten müeßten.",
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            "ner_text": "Ungerisch Altenburg Den 3. Ianuarii in dem ersten ungerischen quartier zu ungerischen Altenburg angelangt unnd seind wegen großer kälte schier erstahret, dan unser gröstes verlangen nichts anders alß ein warme stuben war, die wir dan auch bekamen. Alhier ist ab einem wagen die capel trugen, darin auf 80 thaler werth, durch der wachter unfleiß unnd vorsichtigkeit eines dieben nächtlicher weil gestohlen worden. Da hat das sibendte gebodt ein endt gehabt. Solche trugen seind wir auch nicht ehender biß zu Raab ihrgangen.",
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            "ner_text": "Den 6. Ianuarii, nach dem wir widerumb mit wägen versehen worden, seind wir von Raab aufgebrochen und Atscha auf Atscha kommen, so ein gehuldigtes dorff. Das ist, sye müeßen so wohl den Ungaren alß Türckhen contribuiren und werden die inwohner so wohl im feldt oder ackherbau alß zu hauß beederseits ungehindert und sicher paßiert. Hier waren unser etlich bey einem bauren, der lateinisch redte, einquatiert und woll von ihm tractiert worden.",
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            "ner_text": "Battie Den 9. Ianuarii seindt wir zeitlich zu Battia, in einem dorff nechst bey Offen, angelangt. Alda unser etlich bey einem bauren, so lateinisch redte, einquatiert worden. Dan in allen orthen, dardurch wir bißhero in Ungaren gerayst, kundte schier ein ieder baur, welches mich hochverwundert, lateinisch reden. Zwar schlechtlich genug, das man es kaum verstehn kan. Weiters hinunder und auch in ganz Orient ist die lateinische sprach ganz unbekhandt, außgenomen etlicher gefangener oder verlaugneter Christen. Im ubrigen ist sye ganz unbreüchlich, also, das einer in ganz Türkei mit der lateinischen sprach kein bißel brodt bedtlen khöndte und müeste darmit hungers sterben. Gehet derohalben die lateinische sprach nit durch die ganze welt, wie man bey den schuelen in Teutschlandt sagt, dan iezund ist es ein andere zeit. Aber vorzeiten ist die lateinische sprach in der ganzen welt bekhandt geweßen. Da die Römer mit ihrem regiment und herrschafft und sprach, so lateinisch war, zugleich sich in der ganzen welt außgebrait haben, dahero ein große veränderung geschehen und das Römische Reich stunde damahlen noch aufrecht, welches iezund undt auch vorlengst durch untreüe leüth und unglückhselligen krieg in großen schaden und ruin gerathen.",
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            "ner_text": "Gleich gegen Ofen hiniber ligt die stadt Pest Pest. Diße, wie etliche wollen, ist von den Pestanis militibus zur zeit der römischen regierung erbaut worden. In einer halben stundt kan man von Ofen uber ein schiffbruckh, die auf 63 zillen oder schiffen ligt, nach Pest gehen.",
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            "ner_text": "Den 12. dito ist ihr gnaden zur publica audienza zu dem vesier durch etlich chiausen abgeholt worden. Und alß wir den berg hinauf durch die statporten zu des vesiers behaußung kommen, stunden vor und in dem hoff zu beederseits vil ianitscharen. Oben auf, in einem offnen saal, stunden ungefehr auf der ein seitn 25 vornember Türckhen mit ser großen federbuschen; auf der anderen stunden underschidliche befelhshaber mit capen, darauf etliche federlein, wie es sonsten auch die Unger tragen. Baldt darauf kame der vesier in einem großen bundt mit etlich seiner officier. Den empfieng undt salutierte auf das freindlichste herr internuntius. In dißer occasion hat der vesier, so ein großer, gravitetischer mann, türckhischem gebrauch nach sein pracht undt hoffart ansehnlich erscheinen laßen. Nach etlichen vorgebrachten complementen ubergabe man ihme, vesier, die praesent, so von köstlichen uhrwerckh und silber geschmeidt geweßen. Und wir wurden nach türckhischem brauch mit cave und scherbet, nebens außtheilung etlich wenig cahftan, regaliert.",
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            "ner_text": "Percat Den 22. Ianuarii früe aufgebrochen und zu abents auf Percat kommen, da die heußer alle under der erden und man von weitem nichts alß strohäuffen sicht, daran man ein dorff abnemen kan. Sonsten wurde man es nicht leichtlich warnemen. So weit einer ein hauß haben wil, macht er ein so tieffe gruben in erden, alßdan legt er ungeformbte brügel oder tram dariber. Darauf legt er die erden, das es ein wenig hoch, das ein solches dorff einem catholischen freithoff gleich sichet. Das camin, so mit widen geflochten und mit laim bestrichen, gehet 4 oder 5 spang vor die erdt herauß. Alßo wan einer einen auß dem hauß rueffen will, gehet er nicht zu der thür hinein, sonderen zu dem camin und ruefft ihn herauß, dan solche heißer selten mit zimren underschiden seindt. Eß seind auch oft oben auf 2 kleine löcher an stat der fenster, dardurch das liecht in das hauß fählt. Und alweil wir dageweßen, haben die gänß und schwein zu den fensteren hineingeschaut, welches unß vast lächerlich fürkommen. Die thüren seind gar klein und mueß einer in meherentheil heißeren durch ein langen, finsteren, engen gang under der erden ganz buckhelt hinein gehn und welcher nicht wol acht gibt, bekombt ein manchen kopff stoß; die kleinen thürel und lange, enge gäng machen sye darumb, damit, wan die ungarische oder türckhische parteyen kommen, sye ihnen die pferdt nit in die häußer stehllen können. Unser köch haben offtermahlen auf solchen heißeren gekocht und wir darauf herumb geloffen.",
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            "ner_text": "Sentiwan Den 23. dito seindt wir nach Sentiwan kommen, da ebenfahls die häußer under der erden wie im vorigen dorff. Und in dem hauß stuben, kammer, kuchel alles eins ist; und so etwan ein wand, welche doch selten in einem hauß zu finden ist, ist die selbe mit weiden geflochten und mit laim bestrichen. Miten in das hauß oder hitten, wo gemeinthlich das camin ist, machen sye ein feur zue ebner erdt, darbey sizt man, weib und kinder sich zu wärmen. Ich bin auch hereingangen, aber der rauckhen hat mich gleich widerumb herauß getriben.",
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            "ner_text": "Misinli Den 8. Martii seind wir zu Misinli in ein han einloggirt worden. Alda von einem Türckhen ein immerwehrendes oder gleichsam ewiges stift aufgericht worden, daß einem ieden reißenden, der da einkhert, er sey reich oder arm, Christ, Türckh oder Iud, alzeit zwey leibel oder fleckhel brodt, ein schißel mit reiß, darin ein wenig schaffleisch und bosa, ein gedört grießmel erbes, das mit waßer gekocht auf einem großen kupffernen, verzinten blat, sambt einem leffel durch einen darauf bestelten hergetragen wirdt. Eß kan sich einer biß an driten tag dißer gutthat genießen, driber wirdt keinem nichts mehr geraicht. Solche speißen hat man unß zu unserer ankhunfft auch aufgetragen, welche wir wunders halb gekost, aber kein großen schaden gethan, dan es wolt unß gegen unseren speißen nit schmeckhen. Eß pflegen auch die vornembsten türckhische reißende herren solches zuempfangen; man kan es eßen oder trinkhen, dan es sehr din gekocht ist und last sich keiner diß verschmächen.",
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            "ner_text": "Sichciar Den 25. Ianuarii marschierten wir starckh forth. Kamen in ein stätl, Sichciar genandt. Die gelegenheit darumb ist uberdiemaßen schön und fruchtbar und mit lauter baum gärten umbgeben. Wirdt mehrentheil von Türckhen bewohnet und war diß die erste carabansarai, hann oder offentliche herberg, so wir angetroffen; und hinfiro in iedem vornemben orth oder moschkea solche offne herbergen, doch eine stadtlicher alß die andere gebaut, anzutreffen sein. Darin kheret ein ieder frembtling, er sey zu roß oder fueß, dan es gibt keine wirzheüßer in Türckhey wie in Teutschlandt. Diße herbergen seindt lähr. Darin kein wirth ist, der den gästen, wie bey unß breüchig, etwas zu eßen oder trinckhen gibt. Der gast findt weiters nichts, alß daß er von dem regen und windt verwahret ist. Darumb führet vast ein ieder reißiger sein madrazen und deckh mit sich. Hey und gersten findt einer umb ein billichen pfening zu kauffen. Wil er darinnen selbst kochen, so seind in der herberg camin genug alda, kan einer die rohen speißen kochen und sich, so es kalt ist, zumahl darbey währmen. Holz findt einer genug, aber das umb 2 asper, dan man wägt das holz nach dem pfund wie bey unß das fleisch. Käßel und schißel führet vast ein ieder raißiger mit sich, zum theil auch proviant, weilen man in vilen dörfferen so gar umb das gelt nichts bekhommen khan. Solche carabansarai seind auch ordentlich nach den tag reißen außgetheilt, daß ein reißender alle abent ein solche herberg erreichen kan. Inwendig an allen seiten an den wänden herumb ist ein gemeür eines halben manß hoch, ungefehr 2 schriet brait, darauf auch die camin nach einander herumb, darauf ist und ligt der gast. In der miten stehen die pferdt und wägen. Die haben weder baren noch stroh, freßen das hey von der erden. Die gersten füetert man an stat des habernen; die freßen sye auß einem sackhel, darister genant, daß man ihnen an den kopff hängt etc.",
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                "text": "Sichciar Den 25. Ianuarii marschierten wir starckh forth. Kamen in ein stätl, Sichciar genandt. Die gelegenheit darumb ist uberdiemaßen schön und fruchtbar und mit lauter baum gärten umbgeben. Wirdt mehrentheil von Türckhen bewohnet und war diß die erste carabansarai, hann oder offentliche herberg, so wir angetroffen; und hinfiro in iedem vornemben orth oder moschkea solche offne herbergen, doch eine stadtlicher alß die andere gebaut, anzutreffen sein. Darin kheret ein ieder frembtling, er sey zu roß oder fueß, dan es gibt keine wirzheüßer in Türckhey wie in Teutschlandt. Diße herbergen seindt lähr. Darin kein wirth ist, der den gästen, wie bey unß breüchig, etwas zu eßen oder trinckhen gibt. Der gast findt weiters nichts, alß daß er von dem regen und windt verwahret ist. Darumb führet vast ein ieder reißiger sein madrazen und deckh mit sich. Hey und gersten findt einer umb ein billichen pfening zu kauffen. Wil er darinnen selbst kochen, so seind in der herberg camin genug alda, kan einer die rohen speißen kochen und sich, so es kalt ist, zumahl darbey währmen. Holz findt einer genug, aber das umb 2 asper, dan man wägt das holz nach dem pfund wie bey unß das fleisch. Käßel und schißel führet vast ein ieder raißiger mit sich, zum theil auch proviant, weilen man in vilen dörfferen so gar umb das gelt nichts bekhommen khan. Solche carabansarai seind auch ordentlich nach den tag reißen außgetheilt, daß ein reißender alle abent ein solche herberg erreichen kan. Inwendig an allen seiten an den wänden herumb ist ein gemeür eines halben manß hoch, ungefehr 2 schriet brait, darauf auch die camin nach einander herumb, darauf ist und ligt der gast. In der miten stehen die pferdt und wägen. Die haben weder baren noch stroh, freßen das hey von der erden. Die gersten füetert man an stat des habernen; die freßen sye auß einem sackhel, darister genant, daß man ihnen an den kopff hängt etc.",
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            "ner_text": "Mohatsch Den 26. kamen wir zeitlich in das stadtel Mohaz, alda die unglückhhafftige schlacht anno 1526, den 29. Augusti, geschach. Der könig Ludovicus zug dem türckhischen kayßer Solimann, der 200.000 man starckh, mit 25.000 zu roß und fueß entgegen. Da gienge daß treffen an und kam zu einer offentlichen feldtschlacht. Der Soliman behielt daß feldt und hat vil 1.000 erschlagen. König Ludwig versucht sein heil mit der flucht, wolte durch daß waßer Carassum sezen, darin sein pferdt besteckhen bliben, gabe er demselben die sporen, darauf es sich gestürzt und den könig, so mit schwerem harnisch angethan, ertrugt, und ist also elendiglich umbkommen etc.",
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            "ner_text": "Esseg Den 27. Ianuarii seind wir zu Eßeg angelangt, so ein stätel mit einer balanca umbgeben, an dem fluß Trab, welcher darnach baldt in die Thonaw fählt. Diß orth halt Lazius für ein römische coloniam und daß sye vorzeiten Mursa geheißen hab.",
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