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Das ist: Wir Römer herschen über iederman, aber die weiber herschen über unß. Eben also ist es mit den Türckhen auch beschaffen, das die ganze welt vor ihrem gewalt erschrickht unnd hergegen förchten sye sich vor ihren weibern unnd seind rechte haußnarren, pflegen tag und nacht mit den weiberen ihren muethwillen volzubringen unnd ergebe sich ihnen, das sye gleichsam ihre sclaven sein müeßen. Sye zwingen die natur zu fleischlichen wollüsten unnd damit sye den weiberen genugsam obligen, brauchen sie mitel, die ich zu verhuetung einer ärgernus nit melde etc. Die mäner schaffen den weiberen von ihrer besoldung alles in das hauß, die weiber aber seind dem mießiggang ganz ergeben, fahren zu 6., 10., oder mehr rothweiß ohne ihre mäner auf dem meer, spazieren oder gehn in der stadt herumb.","ner_sample":{"text":"Gleich wie Cicero an einem orth von den Römeren sagt: Nos Romani omnibus hominibus dominamur, nobis autem mulieres. 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Dahero seind die bäder tag und nacht eingeheizt und offen unnd seind für die manen und für die weiber auch besondere bäder.","ner_sample":{"text":"Unnd in das bad, in dem volbringen sye mit den worten oder bißweilen auch mit dem sodomitischen oder natürlichen werckh ihren muethwillen, dan es darff auß befelch ihres gesazes kein weib bey ihrem man schlaffen, sie habe sich dan zuvor in dem bad oder sonsten zu hauß gereiniget unnd gewaschen. Unnd wan eine oder mehr zur nacht von dem mann beschlaffen worden, muß sye in der früe widerumb in das bad gehn unnd sich nach gewohnheit an dem leib sauber waschen. Solches thun auch die mäner. 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Die Türckhinnen thun anderst nichts, alß das sye leinwat, hemeter, schleyer unnd dergleichen waschen unnd mit den kinderen umbgehn oder bißweilen auch fazenetlein mit gold, silber und seidenen blumen außnähen. Sye erhalten sich von ihrer männer besoldung, die er von dem kayßer hat oder waß er täglich mit seiner handtarbeit gewint, das verschwenden sye mit der hoffart. Mit dem eßen halten sye sich sparsam, aber in der kleidung seindt sye uberdiemaßen stolz und aufblaßen unnd mueß ein armes weib sein, die nicht in seiden oder anderen kostlichen zeüg oder tuch geklaidet ist.","ner_sample":{"text":"Die türckhischen weiber wißen nichts, waß haußhalten ist unnd halten vil christliche sclavin oder dienstmägdt, die sie, wie oben am ... blat, auf dem marckh kauffen. Mit dißen prangen sye auf den gaßen herumb, unnd welche vil dergleichen sclavin hat, für ein vornembe, reiche frau gehalten wirdt. 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Über das hemmet ein gestebten, seidnen leibrockh biß an die knie, weite stiffel an den füeßen unnd ein großen, langen leibrockh von gutem englischen tuech. Wan es kalt, legen sye auch wullene hoßen über die leinwaten ahn. Sye brauchen auch köstlich arm und halßgeschmeid sambt fingerring unnd ohrgehenckh etc. Wan sye ausgehn, seind sye mit einer schwarzen härenen visier bedegt, dan sye sich nit sehen laßen, gleich wie von der Fauna oder Dea Bona die historien melden, das sie ihre lebtag niemand iemahls gesehen hab. Also laßen sich sonderlich der großen herren weiber von ihrem hoffgesindt unnd dieneren nimmer sehen, unnd da sie auf die gutschen sizen, spanet man düecher von ihrem gemach von beeden seiten biß zum koblwagen, das sye kein manspersohn sehen mög, daß sye gleich wie zwischen zweyen wänden von der haußthür an in den kobelwagen hinein gehen. Unndt solte das christliche frauenzimmer, welche den oberen leib mehrentheil zeigen, an dißen Nota benebarbarischen weiberen sich spieglen.","ner_sample":{"text":"Am bloßen leib haben sye weite, durchscheinende hoßen, darüber ein durchscheinendt hemmet, rot, weiß, gelb, blab, von seiden oder leinwat. Die hoßen sein schön von blum oder laubwerckh außgenähet. Auf dem haubt ein hietlein von silber, gold oder seiden zeüg; flechten nur ein zopff, den binden sye in ein lang säckhlein; stehen auf hochen holzschuchen von farben gemahlt oder silber beschlagen. Über das hemmet ein gestebten, seidnen leibrockh biß an die knie, weite stiffel an den füeßen unnd ein großen, langen leibrockh von gutem englischen tuech. Wan es kalt, legen sye auch wullene hoßen über die leinwaten ahn. 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Über diese seülen oder galgen ist ein tebich gelegt. Daran, wie auch ringherumb, apffel, bir, lemoni, pomeranzen, granatapffl und andere frichten hangen. Unnd welcher ganz hinauf geschwungen wirdt, deme ist erlaubt, die hangenden früchten herunder zureißen. Der galgen ist schön mit grünem laubwerckh umbwunden unnd dißem spectacul ist kurzweilig zuzuschauen. Die strickh, darauf man sizt, seind also gemacht, das einer nit herauß fallen kan.","ner_sample":{"text":"An den haubtstraßen oder gaßen pflegen sye auf ihre festäg einen oder etwan zwen hilzerne galgen auffzurichten, an welchen ein seil herab hangt. Dahin versamblen sich die türckhische zschelebi oder iugent unnd last sich ein ieder, der lust hat, ein weil in dem seil schuzen unnd in die höch schwingen. Darzu seind etliche bestelt, die mit einem langen tuech die anderen hoch hinauf schuzen, denen, so er absteigt, verehrt er ein trinckhgelt. Über diese seülen oder galgen ist ein tebich gelegt. 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Sye pflegen auch etliche ihr haut zuverwunden unnd mähl oder buechstaben darauf zuäzen, dergleichen etliche türckhische weiber auch thun. Wir haben auch ganz nackhendt, wie sye Gott erschaffen, gesehen, die in die stadt, ohne alles scheüchen, in der stadt hin unnd widergehn unnd von den Türckhen für heilige gehalten werden. Dißes unziffers ist sehr vil in Türckhey. Keine nonen oder kloster iunckhfrauen seind nicht bey ihnen.","ner_sample":{"text":"Entlich under dißen gehn mit bloßem haubt herumb, ganz glat geschoren, andere haben lange har biß auf die schultren, mit bund oder einer weißen, hochen kappen bedegt. Sye pflegen auch etliche ihr haut zuverwunden unnd mähl oder buechstaben darauf zuäzen, dergleichen etliche türckhische weiber auch thun. Wir haben auch ganz nackhendt, wie sye Gott erschaffen, gesehen, die in die stadt, ohne alles scheüchen, in der stadt hin unnd widergehn unnd von den Türckhen für heilige gehalten werden. Dißes unziffers ist sehr vil in Türckhey. 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Wan sye nemlich von ihres propheten Machomets begräbnus abscheiden, stechen sye ihnen selbst die augen auß, weilen sye nemlich diß vermeinte große heiligthumb gesehen haben, unnd sagen, das sye nun hinfiro nichts weltliches, irdisches unnd fleischliches mehr anschauen können, dan es wer ein greuel vor Gott, das einer soll die welt unnd die geschöpff Gottes anschauen, den schöpfer darauß erkhenen lehrnen unnd ihme für seine guthaten danckhen etc.","ner_sample":{"text":"Under diß saubere gesindl werden auch gezehlt die waldtbrüeder, Hagislar, die mehrentheil arabisch beklaidt, unnd verrichten ihr bedtlerey mit sizen unnd seind mehrentheil blindt. 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Dahin kommen iährlich auf ihr fäst endschuk weyram auß India, Persia, Türckhey, Morenland, Aegipten etc. biß in die 6.000 oder mehr bilgran zusamen, da sye daselbst ablaß unnd verzeichung ihrer sünden zuerlangen vermeinen. Danen reißen sye gen Mecha, 10 tag reiß von Medina, durch die sandige wiesten, da es sehr gefehrlich ist, dan man nichts alß sand unnd himmel sicht unnd nach dem gestirn unnd compas - wie auf dem meer - reisen mueß. Unnd muß ein ieder waßer mit sich tragen, dan es ein unbewohnetes orth ist. Von Mecha reißen etliche widerumb nacher hauß, andere aber auf Ierusalem den tempel Salamonis zubesuechen, alda sye ein großen ablaß zuerlangen verhoffen.","ner_sample":{"text":"Die Türckhen in gemein seind auch schuldig, vermög ihres gesäz ein ieder einmahl begräbnus des propheten Machomets zu Medina in dem reichen Arabia, 3 tag reiß von dem Roten Meer gelegen, zubesuchen. 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Oben darauf ein großer knopff von guetem arabischen gold. Die gemelte deckhen gehört auf das grab des propheten Machomets.","ner_sample":{"text":"Eß ist auch in wehrender zeit, da wir zu Constantinopel geweßen, ein cammeel mit schönen ceremonien sambt einem unseglichen schaz nach Medina geführt worden, alwo des Machomets grab ist, unnd pflegt solches iährlich zugeschehen. Das cammel war ganz rot gefärbt, auf dem rückhen truge es ein schene deckhen von lauter goldtstuckh in gestalt eines zelt. Oben darauf ein großer knopff von guetem arabischen gold. 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Daß volckh, so zuegeschaut, hat mit lauter stim geschrien unnd gebett (beneben bey sich habender music, schalmeien und kleine herbauckhen), dißem heilligen cammeel vil glückh auf dem weg winschendt, wie auch den eßlen, seinen cammeraden; unnd hat also ein eßel dem anderen glückh gewünscht.","ner_sample":{"text":"Nach dißem cammeel volgten 15 maulesel unnd ein ieder deren tragte 40.000 ducaten pahrgelt. Der vesier, sambt den vornembsten cammerherren unnd officiern von dem türckhischen hoff, beglaiteten dißen pomp für das thor hinauß mit großen ceremonien unnd schöner ordnung für das thor hinauß. 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In der Türckhey daselbst ist das meer Hellespontus kaum so weit, das man kan mit einem dopelhackhen von einem orth an das ander reichen. Diße castell ligen beede an den bergen und seindt von denselben überhocht unnd nicht so vest wie man sye macht.","ner_sample":{"text":"Nicht fern von Constantinopel seind zwey castell oder schlößer, Sesto unnd Abydo, diß ligt in Asia, ienes in Europa. Die Türckhen nenens Bgazohar, daß ist meerschlundt, unnd seind die schlüßel oder port zu waßer. In der Türckhey daselbst ist das meer Hellespontus kaum so weit, das man kan mit einem dopelhackhen von einem orth an das ander reichen. 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Unnd auch von den poeten Dardania von Dardano, dem sohn Iovis unnd Electrae, denen mehrere meldung in den heroischen versen des beriembten poeten Virgilii zu sehen.","ner_sample":{"text":"An dißem orth hat der könig Xerxes durch Mandroclem ein bruckh uber daß meer laßen bauen und ist mit 700.000 man starckh darüber in Europam gezogen. Diße zwey castel seind auch von Ovidio dem Späten beriembt, von wegen den zweyen liebhabenden: Leander von Abydo unnd Eros von Sesto. Die castel stößen fast an die uralte verhergte stadt Troia unnd werden Dardanel genendt. 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Von danen auch Pythagoras philosophus gebürtig geweßen. 10 meil ungefehr von Rhodis (da vorzeiten Colossus gestanden, das überauß große bild, welches eines der siben wunderwerckh der welt geweßen ist) ist ein insel, Coum genandt, da Hipocrates medicus unndt Apelles, der mahler, geboren. Hypocrates hat zur zeit Alexandri Magni 350 iahr vor Christi geburth gelebt etc.","ner_sample":{"text":"Zimlich weit darvon, wie man nach Rhodis oder Alexandria fahrt, ist ein insel, Icaria genandt, darin Icarus, filius Dedali, weilen er sich understanden zufliegen, in das meer gefallen. Weiter hinüber ligt die insel Patmos, da Iohannes Evangelista seine offenbahrungen geschriben. Von danen auch Pythagoras philosophus gebürtig geweßen. 10 meil ungefehr von Rhodis (da vorzeiten Colossus gestanden, das überauß große bild, welches eines der siben wunderwerckh der welt geweßen ist) ist ein insel, Coum genandt, da Hipocrates medicus unndt Apelles, der mahler, geboren. 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Die seind mit großen, runden, gläßernen huet A. Gestalt einer türckhischen badstuben außwendig. B. Inerliche form einer badstuben. Die Darstellung zeigt die Außenansicht sowie einen Querschnitt eines Bäderkomplexes mit jeweils einer Person im Inneren. Ein Türckhin, die in ihrem badkleid ist. In der Bildmitte ist eine weibliche Figur mit langem Haar zu sehen. Sie trägt ein transparentes Kleid. Neben ihr steht eine Vase. Im linken Hintergrund sind ein zeltförmiges Gebäude und Landschaft erkennbar. oder kolben uberdegt, damit der regen nicht durchtringe. Dan an den wänden herumb ist sonsten kein fenster. Der boden ist mit schönen marmorsteinernen tafflen unnd von laub eingelegter arbeit geziret. Inwendig an der wandt herumb hat es underschidliche gewölblein, 14 oder 18 schuech weit, gleich wie kleine capellen. Diße gewölbel seind auch der hiz nach underschiden, also, das eines gar heiß, das ander mitel meßig etc., das einer in welches er will nach seinem belieben gehn kan. In diesen ieden gewölblein seindt zwen hannen oder zapffen an der wand, da man auß dem einen warm, aus dem anderen kalt waßer haben kan. Sye gebrauchen keiner stuehl oder bänckh, sonderen sizen auf der erdt herumb. In der mite oder bißweilen auf der seith stehet ein marmorstein eines schuechs hoch, zum schwizen verordnet, dan bey bemeltem stein ist die hiz am gresten. So baldt einer hinnein kombt, sezt er sich auf denselben stein zuschwizen, da kombt ein bad iung, der umbfahet den sizenden, rengt ihm den leib hin unnd her, darmit die glider recht zudisponieren, nimbt die arm, händt unnd schenckhel, alß wolt er mit einem ringen. Darnach legt der badiung ein nach der leng auf den stein, stehet ihm sonstiglich auf den leib unnd trit ihm mit füeßen auf die glider. Auf solches ränckhen unnd tredten befind sich einer gar gering und wohl, so man in Teütschlandt für ein sport hielte, wan man einen mit füeßen trith. 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Die weiber pflegen auch ihre nägel mit roter farb zufärben, die nicht abgehet, biß die nägel herfür wachßen. Deßgleichen färben sie auch die augbrauen mit schwarzer Das eingelegte Bild zeigt einen Janitscharen, ausgestattet mit einem Bogen und einem Köcher am Rücken. Auf der rechten Seite eine Frau mit ornamental geschmücktem Kleid. farb, welches einem frembt fürkombt etc.","ner_sample":{"text":"Daß haar pflegen sye beydes, weib und mann, an heimlichen orthen mit einer scharpffen salben glat hinweg zuezen. Die weiber pflegen auch ihre nägel mit roter farb zufärben, die nicht abgehet, biß die nägel herfür wachßen. Deßgleichen färben sie auch die augbrauen mit schwarzer Das eingelegte Bild zeigt einen Janitscharen, ausgestattet mit einem Bogen und einem Köcher am Rücken. 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Dergleichen bäder aber, darin weib unnd man zusamben kommen, seind nicht in ganz Teütschlandt, sonderen nur ihn etlichen provinzen breüchig.","ner_sample":{"text":"Wie aber dem allem, so verwunderen sich die Griechen unnd Türckhen, unndt wollens ganz unnd gar nit glauben, wan man ihnen sagt, das die Teütschen sich also können im zaum halten, obwohlen underschidliche man unnd weib in einer badstuben, darzu nebeneinander auf einer banckh, beynahe gahr nackhendt sizen, das doch kein leichtfertigkeit unnd üppigkheit vermergt wirdt oder dardurch ehebruch unnd hurreray verursacht solt werden, welches die Türckhen, Griechen, Italianer, Spanier etc. nit nachthun werden. 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Die reichen leüth halten ihren kinderen in ihren haüßern eigne praeceptores, unnd die türckhischen kinder werden auch nicht in solcher harter unnd strenger zucht gehalten wie die Teütschen, die mit ewigen balderen unnd schlagen den kinderen allen lust zum lehrnen nemmen. Sye straffen zwar die kinder auch, aber mit bescheidenheit unnd können mit ihnen gedult tragen, welches die vornembste tugendt an einem lehrmeister ist.","ner_sample":{"text":"Ihn der stadt Constantinopel seind sehr vil schuelen, darinen die iunge knaben im schreiben unnd leßen underwißen werden. Unnd mag ein ieder, der sich understehn will, schuelmeister sein. Unnd seind keine absonderliche heüßer wie bey unß, sonderen allenthalben wo der lehrmeister sein behaußung hat oder wohnt, da pflegt er auch die schuel zuehalten. 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Ihr galgen ist ungefehr 4 klaffter hoch. An dem seind etliche eißene hackhen angenagelt, in den selben einen wird der ubeltheter geworffen, also, das ihm der hackhen an dem anderen orth widerumb hinauß gehet. Unnd wan der hackhen dem ubelthater das herz nit trifft, so bleibt er etlich tag lang ganz lebendig also hangen, welches grausamlich anzuschauen. Etlichen aber wirdt bißweilen diße iähmerliche gnad erwißen, das man ihm die gurgel oder kopff abschneidt. Die landts verräther werden gespist oder mit pferden geschlaifft. Die dieb werden gekopfft, die ehebrecher in das meer versengt, die knabenschender von den kirchthürnen herunder gestürzt, unnd welcher der Türckhen alcoran verunehrt oder ihr lehr lestert, wirdt lebendig verbrent oder versteiniget. Die ehebrecher unnd knabenschender bey den Türckhen werden selten gestrafft, dan solches laster zu Constantinopel und ganz orient im völligen schwung gehet, so wohl hoch alß niderstandts persohnen; iedoch erfordert ihr gesaz, das dergleichen verbrecher auf gemelte weiß gestrafft werden. Aber es mueß ein kalter winter sein, wan ein wolff den anderen frißt. So baldt aber ein Christ, Griech, Armener, Iud und andere, so nit des machometanischen glaubens seind, im geringsten wider gesagte übel waß verbricht, wirdt er ohne einige gnad auf obgemelte manier gestraft. Doch kan solches mit einer großen summa gelt verhüetet unnd verkommen werden.","ner_sample":{"text":"Man appelliert auch an die muderos, die malefiz persohnen, so ein todtschlag oder sonsten ein criminal sach begangen, unnd welcher zum galgen erkhendt wirdt, wirdt nicht an ein strickh, wie bey unß breüchig, sonderen auf ein andere manier gehengt. Ihr galgen ist ungefehr 4 klaffter hoch. 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Unnd sein also pahr und pahr mit einander gangen unnd wie man bey unß die litanein bettet, gesungen haben.","ner_sample":{"text":"In dem haben sye ein böße gewohnhait, das die knaben durcheinander ihr lesen lauth verrichten, darvon sye schier toll werden solten unnd, wie ich vermein, ein ander ihr machen. Sye sizen auch nit still, sonderen wanckhen von einer seit auf die ander, wie ein voll getrunckhner mann. Nach abfahrt ihrer schiff armada, deren oben am ... blat gemelt, haben wir etlich tag nach einander etlich schuelmeister mit ihren kinderen gesehen über das meer fahrn und auf ein hohen berg gehen, darauf sye ihr gebet verricht unnd Gott gebedten, das ihr armada die giauren oder unglaubige alle uberwinden solle. 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Unnd sye haben diße ordnung im studieren, wan ein schueler oder dschoch das schreiben unnd leßen in der kinderschuel ergriffen unnd zumehrer ein tauglich zusein geacht wirdt, wirdt er in eine stifftkirchen befürdert. Da werden ihm 20 buecher, so nit gar groß, zulehrnen aufferlegt: Nemlichen ein grammatica, sarf genandt, die nicht lateinisch oder griechisch, dan diße sprachen lehrnen sye nicht, sonder die grammatic in persianischer, türckhischer unnd arabischer sprach. In arabischer halten sye ihren gottsdienst, die persianische brauchen sye in den canzleyen zu ziehrung ihrer sprach, gleich wie wir das teütsch mit den lateinischen wörteren zieren.","ner_sample":{"text":"Ein solches collegium hat 5 muderos oder doctores, ein ieder hat seine claßen oder auditoria. Unnd sye haben diße ordnung im studieren, wan ein schueler oder dschoch das schreiben unnd leßen in der kinderschuel ergriffen unnd zumehrer ein tauglich zusein geacht wirdt, wirdt er in eine stifftkirchen befürdert. 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Nachdem der dschochda diß alles begriffen, wirdt er talisman, daß ist so vil alß magister artium, genandt.","ner_sample":{"text":"Wan er die grammatica ergriffen, werden ihme 4 buecher in syntaxi, den sye narf nenen, firgeben. Item 4 in dialectica, mantic, item 6 in kelam, darin wird nit allein rhetorica, sonderen auch die ganze philosophia verstanden. 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Denselben schmeißen zwen scherganten mit einem egiptischen rohr, so im Roten Meer wachßen, oder sonsten ein steckhen, auff die füeß sollen. So vil einem der richter streich erkhendt, so vil mueß er außstehn unnd noch für einen ieden streich dem schergen ein asper bezahlen. Unnd das solt den schmerzen mehren, wen einer die streich zahlen mueß. Eß bekhombt bißweilen einer 50, 100 oder mehr streich etc.","ner_sample":{"text":"Ein gemeine straff aber ist bey den Türckhen, das man den beklagten unnd schuldig befundnen mit einem strickhel die füeß an ein steckhen bindt, welchen 2 andere scherganten in die hoch halten und auf die erd legen, das die fueß empor stehen. Denselben schmeißen zwen scherganten mit einem egiptischen rohr, so im Roten Meer wachßen, oder sonsten ein steckhen, auff die füeß sollen. So vil einem der richter streich erkhendt, so vil mueß er außstehn unnd noch für einen ieden streich dem schergen ein asper bezahlen. 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Denen Türckhen gehet alles hin unnd schauen ihnen die richter nur durch die finger.","ner_sample":{"text":"Die falsche münzer unndt falsche zeügen werden hinder sich auf einen eßel gesezt, denen sezt man ein hochen, weißen huet mit hörneren auf, die werden durch alle gaßen der stadt geführt, von den buben mit kodt geworffen, unnd mueß ein große straff erlegen unnd noch darzu iahmerlich geschmißen und gebrügelt werden. Ebenfahls wirdt auch die gemeine hurrerey gestrafft, aber an niemand alß an Christen, Iuden unnd anderen. 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Wie in den romanischen historien zuleßen, ist dem kayßer zu Rom ein scharpffrichter mit einer hackhen oder beiel vorgangen unnd Lucius Tarquinius ließ 6 solcher scharpffrichter vor ihm hergehn, dan sye pflegten nicht mit dem schwerdt, sonderen mit dem beiel zuerichten.","ner_sample":{"text":"Der kayßer hat bey sich in dem seraia seinen eignen scharpffrichter, der muß tag unnd nacht beyhanden seyn, damit, wan man seiner bedarff unnd was zuverrichten hat, er dem bevelch ohne verzug nachkomme. 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Darnach legen sye ihr zeügenschafft ab unnd wan sich die parteyen vor dem richter zanckhen unnd ihr sach weiters durch zeügen beweißen wollen, unnd der handel dem richter suspect oder verdächtlich zusein gedunckht unnd der kundtschafft nicht will völligen glauben geben, alßdan berueffen sich die großbartete zeügen auf ihr bärt, zeigen dieselbe dem richter und streichen in mit der handt durch, ob sprechendt: Wie solt ein solcher ehrlicher man mit einem solchen ehrbaren barth unnd ansehen ein unwahrheit können vorbringen. Unnd kan solche handt vol bart einem offt ein guet trinckhgelt gewinen. Aber einer in der falschheit ergriffen wirdt, wirdt er auf erzehlte weiß gestrafft.","ner_sample":{"text":"Eß hat auch bey den Türckhen sehr eingewurzelt die falsche zeügnus, dan welche partey der anderen in vile der zeügen überlegen ist, die hat gemeiniglich daß recht erhalten. 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Unnd so er bey einem ein zu gering oder falsches gewicht findt, er sey gleich Griech, Türckh oder anderer religion, last er denselben durch seine diener mit gewalt auß den kauffläden herauß schläppen unnd mit steckhen durch seine hasassen oder schergenten auf gemelte weiß priglen etc.","ner_sample":{"text":"Sonsten seind die Türckhen in volziehung des rechts geflißen. Der sub wassa, so vil alß regiments provos, reith in der stadt hin unnd wider, besichtiget in allen gewers läden das gewicht unnd maß im brot, schmalz, unnd allen anderen sachen. 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Neben anderen vilen ceremonien hab ich gesehen sonderlich in den weibsbilderen ein uberauß große pracht in kleideren unnd kleinodien, das ich mich darüber verwundert hab unnd in anschauung der braut nit anderst vermeint, es komme widerumb herfir die schöne Helena auß Griechenlandt. An dißer großen hoffart der Griechen sihet man, wie es vorzeiten mueß geweßen sein; unnd geschicht solche hoffart bey ihnen in der dienstbarkheit, waß wirdt erst vor der dienstbarkheit, in wehrender freyheit, geschehen sein? Auß welchem ervolgt, daß ohne zweiffel der große uberfluß unnd pracht das Griechische Reich in das verderben gestürzt hat. Mit eßen unndt trinckhen füllen sye sich auch uberflißig an, legen sich bey dem tisch nider, biß sye widerum außgenicht, unnd pflegen solches 3, 4, oder mehr tag nacheinander anzustellen. Die pfaffen bey den Griechen haben auch weiber, aber dem patriarch wirdt keine erlaubt.","ner_sample":{"text":"Vil von der Griechen hochzeiten zubeschreiben bin ich nicht gesinnet. 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Da versamblet sich die freündtschafft unnd nachtbaren, treten zu dem todten hin, küßen oder bußen ihn, anzeigendt, alß wan er ihr gueter freünd wäre. Alßdan legt man ihn in ein unbedegte par, laß im das gesicht bloß, tregt in also fort, so von den freinden beglaitet wirdt. Ein priester oder mehr gehn voran bettendt. Daß weib, so ihr man stirbt, gehet gleich mit fliegendem haar nach der bar, schreit uberlaut und weinet erbärmlich, reißt ihr selbst das haar auß. Solches haben auch die töchteren im brauch, wan ihre eltren sterben, lamentieren unnd weinen also kläglich, das ich mich ihrer erbarmet hab.","ner_sample":{"text":"Wan bey den Griechen weib oder man mit todt abgeht, pflegen sye den leichtnam zuwaschen unnd anzustreichen, dan die Griechen, sonderlich die iunckhfrauen Griechische weibsbilder. Ein griechische braut. Ein Armenin. Diese Darstellung zeigt eine Fusionierung mehrerer Abbildungen aus dem Bericht Schweiggers. 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Die empfangen von ihnen kleidung unnd underhaltung des leibs, unnd werden Die Zeichnung zeigt zwei männliche Personen mit jeweils einer spitzen und einer abgerundeten Kopfbedeckung sowie Waffengürtel. Gestalt der türckhischen lackhgeyen. Hier sind drei männliche Personen mit Waffengürtel und Kopfbedeckung zu sehen. A. Türckhischer reitknecht. B. Türckhischer lagey. Die Zeichnung zeigt zwei Waffenträger mit Kopfbedeckungen und Federschmuck. Im Hintergrund ist links eine Stadt zu sehen. mehrentheil den pferden zuwarten gebraucht. Die gar iungen aber, wan sie etwas bey ihrem herren an alter zugenommen unnd von gestalt schön seind, nimbt der kayßer in seine dienst auf. Andere werden in ein zu Gallata große verordnete behaußung gethan. Alda in schreiben, leßen unnd zu allerley kunstreichen handthierungen zulehrnen angetriben werden. Ander werden zu allerhannd arbeit angetriben, alß barbierer, schmid, schneider unnd andere handtwerckh, die man ihn einem feldtzug vonnöthen hat. Etliche werden hinüber in Asiam zum viechhüeten gebraucht, damit sye alda hunger, durst, frost, hiz unnd andere beschwerligkeiten gewohnen unnd alß dan zum kriegsweßen tauglich werden, insonderheit aber damit sye daselbst erwilden unnd grausamkeit lehrnen. Diße alle haben von hoff ihre kleider zu empfangen.","ner_sample":{"text":"Diß ist ein unnuze burst unnd seindt allzumahl zeheindt kinder, die der Türckh von den underthanen seines reichs zur schazung nimbt unnd alweg im fünften iahr etlich 1.000 solcher knaben zusammen bringt, auß Ungaren, Crabaten, Bulgaria, Servia, Graecia, unnd anderen orthen, welches daß gröste ellendt ist. Dan wan ein vadter zwen, drey oder mehr söhn hat, so nimbt man ihm den schönsten darauß unnd schickhts alßdan nacher Constantinopel. Deren werden etlich zu hoff behalten, andere under die burger unnd officier außgetheilt. 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Sagt der haußwirth, waß schlagen sye ihne die haut voll, unnd dem faß den boden ein, das der ubrige wein zugrund gehet. Unnd so einer einen feind hat und dißen sauberen gesellen einer ein grosch, daß ist ein thaller, verspricht, geben sye dem begehrten guete stöß oder schlagen sye ihn bißweilen gar zu todt unnd verdienen ihr gelt nicht umbstonst. Sye tragen gespitzige kapen von cammeel har gemacht.","ner_sample":{"text":"Obgemelte atschomoglani seind über diemaßen ein muetwillig, unrüehig gesindtlein, die den Christen, Griechen, Iuden vil ungelegenheit machen, dan sye lauffen hin unnd wider in den wirthsheüßeren, sauffen auch hin unnd wider sich Diese Zeichnung entstammt einer anderen Hand. Rudolf Schmid zum Schwarzenhorn ist eine mögliche Quelle. Sie zeigt drei osmanische Personen, eine Frau und zwei Männer. ganz voll unnd geben kein zäch. Sagt der haußwirth, waß schlagen sye ihne die haut voll, unnd dem faß den boden ein, das der ubrige wein zugrund gehet. 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Alda haben unser drey in einer viertel stund umb 4 ducaten weingetrunckhen, dan die oka oder maß gilt 2 asper; die asper nenen sye hier ducaten. Darnach seind wir in Ienikay einem dorff, Ienikai, ubernacht verbliben.","ner_sample":{"text":"Tartar Bassar Den 17. Augusti kamen wir nach Tatarbasarschickh, so ein sehr weite landtschafft umb sich hat. Alda haben unser drey in einer viertel stund umb 4 ducaten weingetrunckhen, dan die oka oder maß gilt 2 asper; die asper nenen sye hier ducaten. Darnach seind wir in Ienikay einem dorff, Ienikai, ubernacht verbliben.","entities":[[0,13,"LOC"],[45,62,"LOC"],[275,282,"LOC"],[296,303,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/66092/?format=json","ner_text":"Herr Iohan Baptista Coret, dolmätsch, hat ein maut auf einer insel in dem meer von dem groß vesier in bestandt genomen. Herr Iohann Grillo ist zu Gallata verbliben. Herr Andreas de Thomasis ist im meer ertrunckhen. Die ubrigen, deren namen im ersten buch am 6., 7., 8., etc. blat verzeichnet, seind widerumb zu Wien, aber vil sehr kranckh, angelangt. Darvon Reverendus Pater Marcellus, minorit; am anderen tag nach unser ankhunfft in Gott verschiden.","ner_sample":{"text":"Herr Iohan Baptista Coret, dolmätsch, hat ein maut auf einer insel in dem meer von dem groß vesier in bestandt genomen. Herr Iohann Grillo ist zu Gallata verbliben. Herr Andreas de Thomasis ist im meer ertrunckhen. Die ubrigen, deren namen im ersten buch am 6., 7., 8., etc. blat verzeichnet, seind widerumb zu Wien, aber vil sehr kranckh, angelangt. 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Zwen italienische kaufherren sambt einem diener. Der eine kauffherr aber ist zu Adrianopel an der pest gestorben. Ein italianischer musicant sambt seinem weib, tochter unnd einem dienstmensch. Herr Iesias Barbet von Straßburg, so nach unser ankhunfft auf Wien nach wenig tagen gestorben. + Georg Saur auß Schleßien, ein reiter, so bey dem verstorbnen residenten (seelig) gewesen. Cum secunda vice mecum iterum Constantinopolim profectus apud Strigonium mortuus est. Christopherus Rooß von Salonich, ein Griech; ihr gnaden laggey etc. Christoff N. auß Sachßen, ein kunstpfeiffer, so zuvor bey den Sibenbürgeren geweßen. Drey Italianer sambt einem Ungar, die sich under der stahlpartey aufgehalten.","ner_sample":{"text":"Zwen italienische patres ordinis Sancti Francisci vulgo parvoten. Zwen italienische kaufherren sambt einem diener. Der eine kauffherr aber ist zu Adrianopel an der pest gestorben. Ein italianischer musicant sambt seinem weib, tochter unnd einem dienstmensch. 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Martii biß vierdten Augusti dißes iahrs zu Constantinopel verharet unnd in wehrender zeit vil underschidliche denckhwirdige sachen gesehen unnd erfahren haben, welche mehrentheil im anderen buech genugsam beschriben unnd erklärt worden, wil ich widerumb die zueruckhreyß vornemben unnd der durchgereisten örther unnd anderer denckhwirdiger sachen, so im ersten buech wegen der kirze nicht genuegsam an tag gegeben worden, will ich aniezo etwas, so ich darin gesehen unnd erfahren, darvon weiter meldung thun unnd des landts eigenschafft auch nicht vergeßen unnd alzeit in anfang eines landts beschreibung von demselbigen etwas erzehlen.","ner_sample":{"text":"Nach dem wir anno 1649 von dem 15. 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Hat vor vilen iahren den nammen Thracia von Thrace, des Martis sohn empfangen. Wirdt durch den fluß Strymonem von Macadonia under schieden, nimbt gegen miternacht an dem waßer Haemo unnd an der anderen seiten an dem meer sein endt.","ner_sample":{"text":"Daß weitberiembte landt Romania hat seinen namen von der weitberiembten stadt Constantinopel, welche vor zeiten Newen Rom genandt worden. Hat vor vilen iahren den nammen Thracia von Thrace, des Martis sohn empfangen. 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Ligt an dem ungestimmen meer Euripo etc. Das vornembste under den alten gebeyen ist templum Aeternae Sapientiae oder Sophia, von Iustiniano erbauet.","ner_sample":{"text":"Hat vil vornember städt, aber die haubtstat ist Constantinopel, von dem Pausania, der Spartaneren obersten, erbaut unnd anfänckhlich Byzantium, volgents aber von den griechischen kayßer Constantino Constantinopolis genandt worden. Die Türckhen nenens Stambola. 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Wir waren samentlich frölich auf dem weeg, dan wir gespürt unnd erfahren, das unß der türckhische pöffel auß gewißen ursachen einer günstig war. Wir kamen dißen Ponte Picolo abent auf Ponto Piculo oder Klein Bruckh, alda in ein lustige crabansarai unnd unser erstes nachtleger geweßen.","ner_sample":{"text":"Den 5. Augusti 1649 seind wir zu Constantinopel auffgebrochen. Ihr gnaden aber sambt wenig anderen seindt den selbigen tag noch alda verbliben unnd volgenden tags in ein keika auf das meer nach Siliveria zufahren begeben, da sye ein tag vor unß angelangt unnd unser erwarteten. Wir waren samentlich frölich auf dem weeg, dan wir gespürt unnd erfahren, das unß der türckhische pöffel auß gewißen ursachen einer günstig war. 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Augusti seind wir nach Siliveria Siliveria in eine uhralte, griechische stadt, an dem meer Propontis ligend, ankommen. Allem ansehen nach ist es vorzeiten ein veste stadt geweßen, wie dan solches die zerfallne ringmauren unnd andere alte rudera genugsam anzeigen. Da haben wir ihr gnaden sambt dem herren residenten unnd andere, so auf dem meer gefahren, angetroffen. Darnach haben wir, alß daß eßen beraith war, daß valete durcheinander getrunckhen unnd hat in wehrender valedicierung entweder der wein oder das redliche teütsche gemüet unnd scheiden etlichen die augen ubertriben.","ner_sample":{"text":"Den 7. Augusti seind wir nach Siliveria Siliveria in eine uhralte, griechische stadt, an dem meer Propontis ligend, ankommen. Allem ansehen nach ist es vorzeiten ein veste stadt geweßen, wie dan solches die zerfallne ringmauren unnd andere alte rudera genugsam anzeigen. Da haben wir ihr gnaden sambt dem herren residenten unnd andere, so auf dem meer gefahren, angetroffen. 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Einem, den ich nit nenen will, hat sein vetter 16 thaler geschickht, so er inerhalb zwen tagen verlohren unnd also der müeh, das gelt weiters zubewahren, enthebt geweßen.","ner_sample":{"text":"Eben dißen tag, da ihr gnaden ob dem mittag eßen, kam herr Georg Zemper, der von Constantinopel mit brieffen nacher Wien geschickht worden, widerumb zu ruckh. Der unß nach ubergebnen schreiben ein große freudt gebracht, dan, so lang wir in Türckhey geweßen, haben wir niemahlen keinen gewißen bericht auß Teütschlandt haben können. Etlichen under unß ist er ein uberauß angenember bodt geweßen, dan das von Wien auf die constantinopolitanische reiß mitgenomne gelt hat der wein unnd das spilen mehrentheil weggenommen. Die seind widerumb etwas erquickht worden. 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Hier hab ich ein groß unglückh unnd glückh gehabt, dan die roß an meinem wagen in der nacht tieff über ein bruckhen in ein waßer hinund gefahlen unnd wenig gefehlt, dem wagen unnd mir wehre auch solches geschehen.","ner_sample":{"text":"Bergas Den 9. Augusti kamen wir nach Bergas in ein extraordinari schönen han. Darin, wie auch in anderen orthen breüchig, das man den reißenden persohnen etwas zu eßen gibt, welches im ersten buech am ... blat weiter darvor gemeldet wirdt. Da wir fortreißen wolten, erhub sich gehling ein starckher sturmwindt mit großen hagel unnd regen, welcher sich aber bald widerumb geendet. 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Da haben wir mit großer verwunderung wargenommen, waß großen schaden der geweste sturmwind unnd hagel causiert habe: Nemlich in dißer revier herumb hat er alle zeitige unnd unzeitige frichten ab den bäumen geworffen, die äst mehrentheil herunder geschlagen unnd theils bäum ganz auß der wurzel gerißen, daß bley ab dem han unnd templen gerißen unnd ein solches grausames ansehen gemacht, das wir unß hoch darüber verwundert. Zu dißem hat das geweste ungewiter vil storckhen (die sich wegen vilen waßer unnd ihnen gueten gelegenhait heiffig auffhalten) sambt anderen vöglen erbärmlich erschlagen. Da seind wir etlich unß in dem recreiren in das feldt hinauß gangen, haben wir alda nit weit von ein ander mehr dan 100 von dem ungewiter erschlagen storckhen hin unnd wider ligendt gesehen. Etliche, so nicht ganz todt, sonderen nur an flüglen oder füeßen verlezt, haben wir gefangen unnd widerumb loßgelaßen etc.","ner_sample":{"text":"Hapsa Den 10. 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Augusti seind wir zu Hadrianopel, türckhisch Endrene genandt, angelangt. Etliche scribenten nennen sye Uscudama oder Oresta. Ist ein sehr große statt, der kauffmanschafft halber sehr beriembt unnd allerhand sachen umb ein billichen werth Gestalt einer carabansarai oder offentlichen türckhischen herberg. Die Darstellung zeigt das Innere einer Herberge, deren Tore geöffnet sind. Dahinter sind drei Personen und zwei Pferde zu sehen. Der vortreffliche tempel zue Hadrianopel. Hier ist die Selimiye Moschee in Edirne zu sehen. zu kauffen seind. Die stadt hat der kayser Hadrianus erbauen unnd nach seinem nammen nennen laßen. Alda ist neben anderen denckhwirdigen sachen zusehen ein große kirch oder türckhisches stifft, dschuma genandt; ist ein ansehnlich gebey, von dem kayßer, sultan Selim, nach eroberung der insel Cypren erbaut worden, zu welchem gebey er alles einkhomben derselbigen insel verschafft. Dißes gebey ist uberdiemaßen groß, außerhalb von schönen werckhstuckhen gebaut, inerhalb geziert mit vilen gefärbten steinen, alß allerley marmor, alabaster, serbentin, phirphir und andren mehr. Sye ist nicht von den türckhischen maureren (dan sye dergleichen kunstwerckh nicht wißen zubauen), sonderen von den gefangnen Italianeren erbauth worden.","ner_sample":{"text":"Adrianopel Den 11. Augusti seind wir zu Hadrianopel, türckhisch Endrene genandt, angelangt. Etliche scribenten nennen sye Uscudama oder Oresta. Ist ein sehr große statt, der kauffmanschafft halber sehr beriembt unnd allerhand sachen umb ein billichen werth Gestalt einer carabansarai oder offentlichen türckhischen herberg. Die Darstellung zeigt das Innere einer Herberge, deren Tore geöffnet sind. Dahinter sind drei Personen und zwei Pferde zu sehen. Der vortreffliche tempel zue Hadrianopel. Hier ist die Selimiye Moschee in Edirne zu sehen. zu kauffen seind. 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Ieder absonderlich underschiden, da doch die thürn ein solches schmahl ansehen haben, das man kan gedenckhen, es solte kaum ein einige stiegen darin sein unnd gehn solche schneckhen biß an die höche des tachß.","ner_sample":{"text":"In der mite dißer kirchen hangen an etlichen circkhen herumb bey 5.000 amplen. An den viereckhen des tempels seindt 4 thurn unseglicher höch, ganz rund. Ein ieder hat drey kränz oder umbgäng, die seind künstlich von den steinmezen durchgebrochen. Inwendig in iedem thurn seind 3 schneckhen neben einander mit einer maur. 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Dißer bassa hat im iahr Christi 1571 il grante sultam Selim die insel Cypren eingenommen unnd den obersten der selben insel, nammens Antonium Bracademum, lebendig schinden laßen.","ner_sample":{"text":"Den 13. dito aufgebrochen unnd zu Mustapha Bassa Dschupri Mustaffa Bassa Tschupri, daß ist gen Bruckh, ankommen unnd alda unser mittag mahl gehabt unnd nach vollendung deßen weiter gereist. Daselbst ist ein sehr schöne steinerne bruckh, so 370 gemeiner schriet lang unnd 10 breit. Deßgleichen auch ein carabansarai oder herberg, die 133 schrit lang unnd 36 breit. Darin können 3.000 pferdt woll stehen. Unnd seindt diße beede, die bruckh unnd das gasthauß von einem auß den vornembsten türckhischen bassa oder häubteren gebaut und nach seinem namen, Mustapha Bassa, nennen laßen. 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Trimontium wirdt sye meines erachtens von den Römeren also genandt worden, weilen drey hoche berg in der stadt seindt, auf welchen vor zeiten königliche paläst oder schlößer gestanden, deme ein zeügnus noch die alte verhandne rudera geben, das solche nit geringe gebey geweßen seyen.","ner_sample":{"text":"Philipopolis Den 15. dito zu Philipopolis angelandt, so die haubtstadt in Macedonia. Ligt schier am ende des bergs Rhodope, welches eines der vornembsten gebürgen des Griechenlandts ist, dan wir über daßelbige gereist unnd deßen höche genugsam erfahren haben. Die stadt hat vor dißem geheißen Poniropolis unnd Trimontium. 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Nechst darbey ist ein Christen derfflein, Dervent, auß welchem unß gleich die weibsbilder mit wein unnd anderen victualien entgegen kommen, unnd weilen wir von dem gehen ganz müedt unnd math geweßen, dan hinauf zufahren gar gefährlich, haben wir unß umb unser gelt mit den gebrachten victualien unnd wein etwas erquickhet etc.","ner_sample":{"text":"Den 18. dito reisten wir uber ein hoches gebürg; darauf fanden wir ein uhralte, schon zimlich zerfallne porten. Unden an dem fundament mit großen quaderstuckhen, im ubrigen ganz mit ziegelsteinen gebauth. Da sol vor dießem ein vornembe stadt oder baß in Macedoniam geweßen sein. 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Zur rechten Erebum, zur linckhen Hemum; dißer ist wohl 2 teütsche meilen hoch unnd man list bey Plinio in historiis, liber 14, das könig Philippus auß Macedonia des Alexandri Magni vadter, vier tagreißen an dem berg Emo hinauf unnd zwo herab gereist, damit er sich auf dißem berg möchte umbsehen, dan man sagt, das auf deßen höche man ein sehr weiten prospect habe. Auf den abent seind wir in ein Ichtimon schlecht dörffel, Ichtimon, einquatiert worden etc.","ner_sample":{"text":"In dißer gegendt herrumb haben wir vil geflügel gesehen, alß habich, löffelgänß, kranich, adler, geyren unnd dergleichen mehr. Da sichet man auch alweil von Constantinopel auß zu beeden seiten die zwey hochen gebürg. 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Ist in allen orten mehrentheil von bergen sehr rauh, stregt sich an den hinderen theil des berg Haemi; ist gleichsam allenthalben ödt. Sein haubtstadt ist Sophia. Darin ist geweßen die vortreffliche brückh, von deren noch etliche rudera zusehen, welche der kayßer Traianus, alß er wider die Gothländer kriegte, über die Thonaw hat machen laßen.","ner_sample":{"text":"Bulgaria Daß landt Bulgaria ligt zwischen Servia, Macedonia unnd der Thonaw. Ist in allen orten mehrentheil von bergen sehr rauh, stregt sich an den hinderen theil des berg Haemi; ist gleichsam allenthalben ödt. Sein haubtstadt ist Sophia. 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Sye war vordißen mit vilen kirchen geziehret, die Godt unnd seinen heilligen geweicht geweßen, iezund aber der teüfflichen, machometanischen sect zugehörig.","ner_sample":{"text":"Sophia Den 19. Augusti seindt wir zeitlich in der stadt Sophia angelangt, welche von der heiligen Sophia erbaut unnd nach ihrem namen also genandt worden. Aniezo hat sye ein schlecht ansehen, aber die alte gebey seind der alten herligkeit ein genuegsame zeügnus. Sye war vordißen mit vilen kirchen geziehret, die Godt unnd seinen heilligen geweicht geweßen, iezund aber der teüfflichen, machometanischen sect zugehörig.","entities":[[0,6,"LOC"],[56,62,"LOC"],[89,104,"PER"],[98,104,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC,PER","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/66127/?format=json","ner_text":"Den 20. Augusti hier stilgelegen und von einem racuseischen priester in ein catholische kirchen geführt worden, welche nach altem brauch schon zugericht war. Nach dißem seind wir in das alda weßende, von natur warme bad gangen, welches zue underschidlichen gesundhaiten dienet. Der gleichen bäder hab ich zu Ofen unnd anderer orthen in Türckhey, wie auch zu Baden in Österreich unnd Baden in Schweizerlandt gesehen etc.","ner_sample":{"text":"Den 20. Augusti hier stilgelegen und von einem racuseischen priester in ein catholische kirchen geführt worden, welche nach altem brauch schon zugericht war. Nach dißem seind wir in das alda weßende, von natur warme bad gangen, welches zue underschidlichen gesundhaiten dienet. 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Wie Salomon Schweiger sagt, haben die Türckhen einmahl in einem solchen bergel einen schaz vermeint zufinden gegraben; haben sye einen kopff, wie ein sester oder waßerschaff, herauß gegraben. Eß können auch bemelte bergel in einem namhafften feldtzug ein schanz wider die feindt geweßen sein, dan die Griechen haben im brauch gehabt, in ihren feldtlägeren dergleichen hügel auffzuwerffen, wie solches Herodotus in libero Caliope, folio 628, bezeügt, da er den zug Xerxis in Griechenlandt beschreibt, den er wider die Athenieser geführt. Gedachte hügel seind auch ungleicher weite voneinander bey 20 oder mehr schuech, ungefehr 15 elen hoch.","ner_sample":{"text":"Den 21. Augusti aufgebrochen unnd durch ein sehr weite hayd, so nicht schöner gemahlt köndt werden, geraist. Über diße heyden haben wir ein guete zeit zuegebracht, darauf vil 1.000 bergel oder hügel gesehen mit graß überwachßen. Wie sye dahero kommen unnd waß sye bedeiten, ist mir unbewist. 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Dificilis quoniam dominis puere serenis iussus et extinctis palmam portare tyrannis. Auf dieser Darstellung ist der reichlich verzierte Obelisk am heutigen Sultan Ahmed Platz, dem ehemaligen Hippodrom in Konstantinopel, zu sehen. nechst beyligenden berg, so ein teütsche meil hoch, gestigen. Auf dem höchsten gipfel deßelben stehet ein altes, hilzernes, griechisches creüz, daran vil namen mit lateinischen buechstaben eingeschniten, dan vast ein ieder, so hinauf kombt, sein namen in daß creüz zuschneiden pflegt. Nechst neben dem creüz sihet man löcher wie die runde käßel, alßwan sye außgehauen währen. Ob sye aber außgehauen oder von natur also, oder wer alda gewohnet, könen die inwohner kein gewißen bericht geben. Doch hab ich von etlichen gehört, es sey vor dißem ein patriarch oder metropolita alda geweßen.","ner_sample":{"text":"Tragoman Wir kamen zeitlich in ein griechisch dorff, Tragomanli, unnd wurden in ein extraordinari schönen han einquatiert, unnd weilen wir zeitlich hier angelangt, ist Pater Marcellus, herr Franz Vischer unnd ich auf einen Die schone weite heid bey Sophia. Die Darstellung zeigt ein Feld mit aufgeschütteten Hügeln sowie Schildkröten und Hasen. Columnma haec visita Constantinopoli in Hypodromo turciae Athmeydanae. Ioannes Georgius Metzger Brisaiensis, nunc postarum praefectus Brunae in Moravia. Dificilis quoniam dominis puere serenis iussus et extinctis palmam portare tyrannis. Auf dieser Darstellung ist der reichlich verzierte Obelisk am heutigen Sultan Ahmed Platz, dem ehemaligen Hippodrom in Konstantinopel, zu sehen. nechst beyligenden berg, so ein teütsche meil hoch, gestigen. 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Augusti seind wir zeitlich zu Pirota Pirota oder Scharkoi angelangt, dan wir die ganze nacht über ein gefährliches gebürg geraist. Dan an vilen orthen der mond, der sonsten schön leichtete, nit hat können zwischen die hochen berg hinnein scheinen. Unnd es halten sich bißweilen auch die mörder darinen auf, unnd wir hier einen Bulgarer angetroffen, der in dißem gebürg von den mörderen angetast, ihme ein arm, neben vilen anderen wunden, abgehauen worden; deme auch ihr gnaden ein almußen geben.","ner_sample":{"text":"Den 22. Augusti seind wir zeitlich zu Pirota Pirota oder Scharkoi angelangt, dan wir die ganze nacht über ein gefährliches gebürg geraist. Dan an vilen orthen der mond, der sonsten schön leichtete, nit hat können zwischen die hochen berg hinnein scheinen. 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Seind des faulenzens ganz unnd gar gewohnet, erhalten unnd ernähren sich von der besoldung, die sye von dem kayßer haben etc.","ner_sample":{"text":"Alhier lagen wir in eines spahi behaußung, der ist so vil alß einer von adel, der den Teütschen adelsleüthen kaum, wie man sagt, daß waßer reichen möchte. Sye leben in eßen unnd trinckhen vil geringer unnd sparsamber alß ein gemeiner bürger in Teütschlandt. Seind des faulenzens ganz unnd gar gewohnet, erhalten unnd ernähren sich von der besoldung, die sye von dem kayßer haben etc.","entities":[[26,31,"PER"],[244,256,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC,PER","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/66133/?format=json","ner_text":"Nechst vor dem dorff stehet ein alt castel, unden an einem berg, darbey vil frische waßerquellen entspringen. Daß schloß hat 5 starckhe thurn. Auf dem berg sihet man auch vil alte gemeür, so von den Römeren vorzeiten erbaut oder villeicht destruirt worden etc.","ner_sample":{"text":"Nechst vor dem dorff stehet ein alt castel, unden an einem berg, darbey vil frische waßerquellen entspringen. Daß schloß hat 5 starckhe thurn. Auf dem berg sihet man auch vil alte gemeür, so von den Römeren vorzeiten erbaut oder villeicht destruirt worden etc.","entities":[[15,20,"LOC"],[59,63,"LOC"],[151,155,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"}]}