{"count":695,"next":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/?format=json&limit=100&ner_source__title=DIPKO&offset=500","previous":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/?format=json&limit=100&ner_source__title=DIPKO&offset=300","results":[{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65924/?format=json","ner_text":"Am ende der stadt gegen nidergang ligt das castel zu Siben Thürmen, türckhisch Iedicola genent. Daßelbig ist mit mauren unnd thürnen auf das beste verwahret, sonsten ohne weitere besazung alß ein haubtman mit wenig ianitscharen. In dißem castel ist des türckhischen kayßers bester schaz von gold unnd gelt verwahret. Diß gebey unnd Sophia, das palatium Constantini Magni, sambt dem münzhauß unnd ein theil des haußes imperatoris Iustiniani, so institutionis iuris, unnd ander mehr büecher gemacht, seind noch von den alten, vornemben gebeyen übrig, an welchen scherben man leichtlich abnemmen kan, wie der haffen müeß geweßen sein. Das palatium Constantini ist ein hocher, viereckhender bau von werckhstuckhen. Hat innwendig keine gemach mehr, dan allein hilzerne hitel an den wänden herumb, in welchen die gefangne Christen aufgehalten werden. Also ist auch das müntzhauß, darin man asper unnd sultaniner oder ducaten schlägt etc.","ner_sample":{"text":"Am ende der stadt gegen nidergang ligt das castel zu Siben Thürmen, türckhisch Iedicola genent. Daßelbig ist mit mauren unnd thürnen auf das beste verwahret, sonsten ohne weitere besazung alß ein haubtman mit wenig ianitscharen. In dißem castel ist des türckhischen kayßers bester schaz von gold unnd gelt verwahret. 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Alß wir eine under dißen adellichen schönen damen kauffen wollen unnd gefragt, wie theür solche seye, hat der verkauffer geandtwort, er gebe keine auß dißen keinem Christen zukauffen, wan ers schon überzahlete, dan sye seyen schon alle von den Türckhen beschlaffen unnd ihrer iunckhfrauschafft beraubt worden. Unnd hoffentlich werden sie auch schwanger sein, darum dörffe er unß keine zukauffen geben, weil der türckhische samen oder frucht, so sye in ihnen haben, wan wir sye kauffeten unnd mit unß hinauß führten, zu einem Christen wurde. Dahero er, nach laut seines gesazes, unß keine zukomen laße.","ner_sample":{"text":"Ich habe selbst auf dißem gang überdiemaßen schöne, adelliche damen unnd vornemer herren töchteren gesehen, ob deren schönheit des leibs ich mich hoch verwundert, deren mehrentheil in dem neülichen zwischen tartarischen unnd polnischen krieg auß Polen unnd Rußen von den Tartaren zuverkauffen hieher geschickhet worden. 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Nach dem nun der kauffer alles woll besichtiget unnd den leib allenthalben woll beschaut und kein mangel daran findt, macht er erst den kauff. Auf erzehlte volle manier machts ein ieder also, der eine kauffen will, unnd werden täglich sehr vil verkaufft. Der solchen kläglichen spectacel zusicht, gehet es einem billig zu herzen. In deme sye unnß etlich alß Christen erkhandt, kläglich angeschaut unnd darüber herzilch gesäuffzet. Die verkauffer seind auch schuldig bey ihrem ayd zusagen, wan sye ein mädel verkauffen, ob sye noch ein iunckhfrau oder nicht. Dan ehe man sye dahin auf den plaz zuverkauffen bringt, werden sye vorhero durch gewiße leuth beschaut. Aber leider, Gott erbarms, wenig oder gar keine werden über 12 oder 13 iahr gefunden, die nit von den Tartaren oder Türckhen ihrer unwiderbringlichen, edlen iunckhfrauschafft seind beraubt worden. Under dißen weibspersohnen bleiben ihrer vil bey dem christlichen glauben unnd religion beständig, dahero sye auch darumb desto übler gehalten werden. Vil werden auch abtrunnig, damit sye ihrer frauen, bey denen sye dienen, huld unnd gunst erlangen. Andere, die des wollusts empfinden, ergeben sich dem muethwillen unnd fleischlichen wollüsten wider die natur unnd nach der natur etc.","ner_sample":{"text":"Wan aber ein Türckh im willens eine zukauffen, besicht er die wahr mit ganzem fleiß an allen gliedtmaßen unnd vil mehrers, alß man bey unß ein pferdt, so man kauffen will, besichtiget. Erstlich schaut er an die händt, 2. die zänd, 3. die arm, 4. die brüst unnd halß. So er an dißen orthen keinen mangel sicht, beschaut er ihnen die schenckhel, die müeßen die weibsbilder biß über die knie oder weiter biß an bauch hinauf entblößen. Darüber sye sich, die arme weibsbilder, sehr kläglich unnd schämig erzaigen. 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Eß kauffen etliche Türckhen oder die türckhischen weiber iunge christliche mädel bey 5, 6, oder mehr iahren, lehrens in nähen unnd wirckhen underschidliche arbeith, verkauffens alßdan sehr theür unnd erhalten sie also mit dem christenblut und werden dardurch sehr reich. Wan die sclaven aber in wehrender zeit, ehe sie waß gelehrnet, sterben, kommen etlich auch dardurch in große armut etc.","ner_sample":{"text":"Die Türckh treiben auch große wucherey mit den Christen unnd nicht anderst alß wie bey unß die roßtäuscher. Eß kauffen etliche Türckhen oder die türckhischen weiber iunge christliche mädel bey 5, 6, oder mehr iahren, lehrens in nähen unnd wirckhen underschidliche arbeith, verkauffens alßdan sehr theür unnd erhalten sie also mit dem christenblut und werden dardurch sehr reich. 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Andere gemeine thier alß meerkazen, pabian affen gibt es sehr vil unnd werden für nichts selzams geachtet. Sonsten hab wir offtermahlen schaff gesehen, das eins ein solchen schwaif gehabt, das es denselben kaum ertragen könne unnd der 10, 15, oder auch 20 pfund wigt. Eß gibt auch vil orices oder wilder geißen, deren har biß auf die erden hangen. Denen pflegt man es nit abzuscheren, sonderen außzukämplen, darauß man underschidliche schöne zeüg, sonderlich aber schameloth machet unnd der seiden nit vil ungleich ist. Von selzamen geflügel gibt es nit vil mehrers alß straußen, geiren, adler unnd andere rauberische vögel. Sehr vil sonderlich kleine geiren, die flügen in großer anzahl herumb, mit denen wir in unserem losament offtermahl ein spaß gehabt, in deme wir ein fleisch genomen und in die hoch geworffen, haben sie es in lufft empfangen oder unß bißweilen unversehens auß den händen gerißen etc.","ner_sample":{"text":"Nach allem ansehen muß der vortreffliche tempel Sophia oder templum Aeternae Sapientiae andere herliche gebei neben sich gehabt haben. Nechst darbei ist ein stuckh von einer uralten kirchen, in deren gewölber iezund underschidliche wilde thier verwahret werden. Darin haben wir gesehen lewen, tigerthier, leoparden, dreyerlei arth der füchs, zweyerlei arth wölff, so auß Arabia und Egipten hieher gebracht worden, cibet kazen, ein haut von einem linckhwurm, ein außgefühlte haut eines cameleopardelins, so hoch alß ein hirsch unnd der halß ist zwey klaffter lang. Andere gemeine thier alß meerkazen, pabian affen gibt es sehr vil unnd werden für nichts selzams geachtet. 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Dißer aber ist durch die muedter alß der liebste, iüngste sohn heimlich in Egipten verschickht unnd aldort bey dem leben erhalten worden. Nach des Muraths todt aber ließe ihn die muedter (so ein listige matrona coronna unnd dreyer kayßer muedter, alß sultan Achmets, Muraths unnd Ibrahim) geschwind rueffen, unnd war gemelter Ibrahim dem volckh vorgestehlt undt ohne andere ceremoni, die bei ihnen nit breüchig, zum kayßer erclärth und aufgenomen worden. Der wurdt doch endtlich wegen üblen geführten regiments auß billichen ursachen stranguliert unnd sein sohn Mehemet Han succediert.","ner_sample":{"text":"Nach außweißung des türckhischen gesezes oder alcoran hat sultan Murath seine drey eltere brüeder, damit ihm keiner nach dem reich strebete, strangulieren laßen unnd seinem vierten bruder, Ibrahim, starckh nach dem leben getracht. Dißer aber ist durch die muedter alß der liebste, iüngste sohn heimlich in Egipten verschickht unnd aldort bey dem leben erhalten worden. 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Darin wohnet des kayßers gemahl, käbßlweiber unnd verschnitne kammerdiener, denen salvo honore ihre manheit ganz unnd gar glat hinwegs geschniten ist, damit sye, weilen sye alweil bey dißen weiberen sein, dem kayßer kein eintrag thun können. Deren seindt sehr vil unnd doch mehrentheil Mohren.","ner_sample":{"text":"Nicht weit von der stifftkirchen sultan Baiazet stehet das alte türckhische schloß, Eßki Seraia. Daß ist mit einer hochen maur umbgeben, also, das man außerhalb das darin stehende gebei nicht sehen kan. Darin wohnet des kayßers gemahl, käbßlweiber unnd verschnitne kammerdiener, denen salvo honore ihre manheit ganz unnd gar glat hinwegs geschniten ist, damit sye, weilen sye alweil bey dißen weiberen sein, dem kayßer kein eintrag thun können. 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Also tribulieren die Türckhen das christliche geschlecht, daß zuerbarmen.","ner_sample":{"text":"Ich hab auch etlich nacht zu Constantinopel einen vornemben Türckhen in einem kleinen wagen fahrend gesehen, welchen zwo schöne sclavin an stat der Ein Türckhin, die mit verbundnem gesicht mit ihren kinderen über die gaßen gehet. Im Bildvordergrund sind zwei Kinder zu sehen. Auf einem Ast sitzt ein Vogel und eine verschleierte Frau blickt in Richtung des Vogels. pferd gezogen haben. Also tribulieren die Türckhen das christliche geschlecht, daß zuerbarmen.","entities":[[29,43,"LOC"],[50,68,"PER"],[117,135,"PER"],[152,160,"PER"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC,PER","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65928/?format=json","ner_text":"Under den vornembsten gebeien der stadt ist nicht das geringste die cisterna, daß waßerhauß unnd der aquae ductus. Daß hauß ist tieff under der erden, durchauß gewölbt, hoch und weit wie ein kirchen. Diß waßergewölb hat 224 schene steinerne seülen, damit man im fahl der noth unnd zur zeit einer belägerung die stadt nach nothturfft etliche tag mit waßer versehen kan. Außerhalb der stadt, ungefehr ein meil wegs im freyen feldt, findt man vil uberdiemaßen hoche unndt 14 schuech dickhe schwibogen, auf welchen das waßer auß dem fluß wird gelaitet in bleyenen röhren, so oben auf den gemaurten schwibogen nacheinander ligen. Die seind also gericht, das daß waßer darauf durch berg unnd thal in die stadt laufft. Bey dem ersten schwibogen, so zwen tagreiß von Constantinopel, da ligen etlich wenig soldaten, das waßer zu bewahren, damit es nicht etwan durch uble leüth vergifft werde. Die bemelte bögen stehn allein in den thäleren unnd seind einer solchen höche wie der nechstvolgende berg, der die röhren von dem schwibogen empfacht, unnd also der berg durch andere röhren das waßer so weit bringt, biß wider zum anderen Überauß hoche schwibogen, darauf das waßer in bleiene canalen in Constantinopel laufft. Im Bildvordergrund sind ein Elefant und vermutlich ein Dachs zu sehen, im Hintergrund das Aquaedukt, das Konstantinopel mit Wasser versorgt. Ein Türckh, der in krieg zu ziehen gerüst ist. Exotische Tiere wie Krokodil und Vögel sind im Vordergrund, im Hintergrund sind ein osmanischer Krieger und eine Windmühle zu sehen. Der Soldaten ist im Begriff, gegen die Windmühle zu kämpfen. thall unnd schwibogen deßelbigen thals. Dißes gebei zuerhalten kost unseglich groß guet unnd ist ein treffliches gebey, welches die griechischen kayßer haben bauen laßen. Doch haben die türckhischen kayßer auch etwas daran machen unndt erneuren laßen. Unnd, so daß waßer klein, auch sonsten an den schwibogen oder canalen etwaß zuverbeßeren unnd das waßer dardurch ruckhstellig wird, ist gleich an dem waßer in der stat ain großer mangel unnd unsere köch zweymal auß mangel des waßers nicht haben kochen können etc.","ner_sample":{"text":"Under den vornembsten gebeien der stadt ist nicht das geringste die cisterna, daß waßerhauß unnd der aquae ductus. Daß hauß ist tieff under der erden, durchauß gewölbt, hoch und weit wie ein kirchen. Diß waßergewölb hat 224 schene steinerne seülen, damit man im fahl der noth unnd zur zeit einer belägerung die stadt nach nothturfft etliche tag mit waßer versehen kan. Außerhalb der stadt, ungefehr ein meil wegs im freyen feldt, findt man vil uberdiemaßen hoche unndt 14 schuech dickhe schwibogen, auf welchen das waßer auß dem fluß wird gelaitet in bleyenen röhren, so oben auf den gemaurten schwibogen nacheinander ligen. Die seind also gericht, das daß waßer darauf durch berg unnd thal in die stadt laufft. 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Ein alte, von marmorstein aufgefühlte saul, so von alters halb schier zerfallen. B. Ein hoche zugespizte saul auß roten schönen marmor, von einem einigen stickh etc. C. Ein gegoßne irdene seul. D. Ein hoche, künstliche histori saul. E. Ein hoche seul bey der teütschen potschaffter wohnung.","ner_sample":{"text":"A. Ein alte, von marmorstein aufgefühlte saul, so von alters halb schier zerfallen. B. Ein hoche zugespizte saul auß roten schönen marmor, von einem einigen stickh etc. C. Ein gegoßne irdene seul. D. Ein hoche, künstliche histori saul. E. Ein hoche seul bey der teütschen potschaffter wohnung.","entities":[]},"ner_ent_exist":false,"ner_ent_type":null,"ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65932/?format=json","ner_text":"Auf dem Atmeidan stehet erstlich ein alte, hoche seul von marmorsteinen auffgeführt, ist aber alters halb zimlich zerfallen. Darnach ein obeliscus oder pyramis, das ist ein hoche, zugespizte saul auß schönem roten marmor, uber die 40 ellenbogen hoch, von einem einigen stuckh, auf 4 wirffel von erz stehendt, darein seind gehauen eines halben zohls tieff litterae hieroglyphicae. Dergleichen zeichen oder bilder haben vorzeiten die Egyptier an stat der buchstaben gebraucht. Dan es seind underschidliche figuren darin gehauen, alß pferdt, adler, sonnen, mond, geier, sternen, lewen und andere mehr, deren haben auch, wie gemelt, die Egiptier in beschreibung der heidnischen vermeinten göttlichen geheimnußen gebraucht etc.","ner_sample":{"text":"Auf dem Atmeidan stehet erstlich ein alte, hoche seul von marmorsteinen auffgeführt, ist aber alters halb zimlich zerfallen. 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Alß aber kayßer Mahomet die stadt Constantinopel eingenommen unnd dieselbe besichtiget, hat er diße gegoßne schlang angetroffen unnd mit seinem busigan einer derselben schlangen den underen theil des kopffs weggeschlagen. Darauf haben sich alßbald die schlangen heiffig in der stadt erzeügt, iedoch niemandt beschädiget. Ob diße schlang mit zauberey oder anderen künsten zugericht geweßen, ist niemandt bewüst. Gemelte schlangen ist auch zerbloben inwendig mit kleinen steinen angefült.","ner_sample":{"text":"Ferner stehet auf gedachtem plaz ein von erzgegoßne seül, Columna Serpentina, anderthalb man hoch unnd fünffhalb meiner spanen dickh, dreyfach gewunden, oben mit drey schlangen köpffen. Von dißer schlangen saül ist die sag, das umb derselben willen zuvor kein schlang in die stadt kommen köndte. Alß aber kayßer Mahomet die stadt Constantinopel eingenommen unnd dieselbe besichtiget, hat er diße gegoßne schlang angetroffen unnd mit seinem busigan einer derselben schlangen den underen theil des kopffs weggeschlagen. Darauf haben sich alßbald die schlangen heiffig in der stadt erzeügt, iedoch niemandt beschädiget. Ob diße schlang mit zauberey oder anderen künsten zugericht geweßen, ist niemandt bewüst. Gemelte schlangen ist auch zerbloben inwendig mit kleinen steinen angefült.","entities":[[275,280,"LOC"],[312,319,"PER"],[324,329,"LOC"],[330,344,"LOC"],[573,578,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC,PER","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65934/?format=json","ner_text":"Außer dißer drey gemelten säulen, so auf einem blaz nit weit von einander stehen, hab ich noch zwo andere in der stadt gesehen. Eine, wo sonsten die teütsche podtschaffter zu wohnen pflegen, nechst bey dem han, die ist von braunem porphyrstein in die rundierung gemacht, von einem einigen stuckh, sehr hoch wie ein thurn, welcher stein ieziger zeit, wie man sagt, nit mehr arbeiten kan. Auf dißer säulen sol vorzeiten die bildnus Apollinis, darnach Constantini Magni unnd lezlich des elteren Theodosii bildnußen gestanden sein. Dise aber alle seind entweder von starckhem wind oder erdbiden herunder gefallen. In dißer säul ist ein schrifft, vast ganz auß dem regen unnd anderen ungewiter erloschen, das man es kaum leßen kan, mit dißen worten: το ϑέον εργον ένδαδε φϐαςεν χςόνω νεόι Μανϑγλ ένϐςζγς άυτοχεατος; daß ist: diß godtliche werck zugegen, so alters halb schier zerfallen, hat der gottseelige kayßer Imanuel wider erneuert. Sye ist, Busbequius meldet, nicht auß einem stuckh, sonder ist ohne das fundament mit 8 großen porphiersteinen zusamen gefuegt, also künstlich, das es, so man sie anschaut, einem stein gleich siht. Dan alzeit, wo ein stein auf dem anderen ligt, ist ein eißeren reiff darumb, das man die ström wegen der reiffen nit sehen kan. Sie ist auch von dem erdbiden sehr erschitert, dahero sye vil riß unnd brüch bekommen, darumb, wie etliche meinen, dem völligen ruin vorzukommen, seyen diße raiff daran gelegt worden.","ner_sample":{"text":"Außer dißer drey gemelten säulen, so auf einem blaz nit weit von einander stehen, hab ich noch zwo andere in der stadt gesehen. Eine, wo sonsten die teütsche podtschaffter zu wohnen pflegen, nechst bey dem han, die ist von braunem porphyrstein in die rundierung gemacht, von einem einigen stuckh, sehr hoch wie ein thurn, welcher stein ieziger zeit, wie man sagt, nit mehr arbeiten kan. 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Seind aber ihr hoffnung betrogen worden und endtlichen befunden, daß es nur eißen seye etc.","ner_sample":{"text":"Man sagt, daß sye, wie die stadt eingenommen worden, mit silbernen, vergülten reiffen sey eingefast geweßen unnd es habens die Türckhen geplindert unnd mit eißeren reiffen eingefast. Andere sagen, diße eisserne reiff seyen vergult geweßen unnd alß die Türckhen vermeint, sye weren von klarem goldt, haben sye ein feuer darunder gemacht, in meinung, das goldt zuschmelzen. 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Das drite, das sye durch unnd durch hol ist.","ner_sample":{"text":"Nach dißer ist die histori säul, welche die allerkünstlichste, ohne das fundament von einem einigen stein oder stuckh; inwendig hol, darin man durch außgehauen taffel biß zu höchst hinauf gehn kan. Hat auch etliche schruckh oder riß. An dißer künstlichen Columna Historiata befinden ich drey wunderbarliche ding: Erstlich, das sie von einem einigen stuckh, daß ander, das die außgehaune bilder an der selben nach der optica oder perspectiv gehauen sein, also, das man das höchste unnd niderste bild in gleicher große auf der erden sehen kan. 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Dan etliche, ehe sye den nammen eines Türckhen recht hören, wil geschweigen die vor augen sehen, bekomen sye einen großen schreckhen. Der Türckhen frecheit unnd gurasche ist fürwar schlechtlich. Unnd wirdt auch unerhört sein, das die Christen iehmahl ein schlacht mit den Türckhen gethan, wan beide theil an volckh gleich gewest sein, das die Türckhen die Christen überwunden haben. Dan wofern sie mit ihrer sterckhe des volckhs nit 3 oder 4 mahl an unß uberlegen sein, werden sie so leichtlich sich mit unß in kein schlacht einlaßen unnd ist ihre ganze herzhafftigkeit in der menge ihrer volckher gelegen. Wan nur ganz Teütschlandt unnd die ksl. Erbländer sich mit einander vereinigten, theten sie die türckhische merheit noch ubertreffen, dan Teütschland bey den Römeren officina popularum genendt worden, welches aber iezund ein zeit hero durch lang wirigen krieg, sterbendt und hunger augenscheinlich abgenomen. Doch an städten, märckhen unnd fleckhen ist kein mangel nicht unnd reißet einer kaum auß einem dorff, so kombt er in ein anders. Und so es ein wenig eben ist, sicht er in einem umbkreiß vil schöne bewohnte fleckhen unnd schlößer; der gleichen aber in Türckey nicht, Nota bene dan von Wien biß nach Constantinopel rechnet man 350 oder, wie andere wollen, 300 gute teütsche meilen. Auf dißem weg haben wir nit über 12 klein und große namhaffte städt angetroffen. Da wir durch Bulgaria reisten, haben wir in 3 tagen nit mehr alß 5 kleine dörffer gesehen und zum theil darin loschiert. Da kan iezund ein ieder bey sich selbst erachten, so er in Teütschlandt solt 350 meilen reißen, waß für vortreffliche städt, wil geschweigen der märckh, schlößer unnd dörffer wurden einzusehen vorkomben. Soll sich derohalben ein Christ vor keinem Türckhen entsezen unnd erschreckhen, unnd sich in fahlle der noth ritterlich unnd unverzagt gegen ihme wehren, damit das christliche bluet nit umbsonst vergoßen werde.","ner_sample":{"text":"Daß die Türckhen also streithbare eißenbeißer seyen, wie man in Teütschland vermeint, ist deme bey weitem nit also. Dan etliche, ehe sye den nammen eines Türckhen recht hören, wil geschweigen die vor augen sehen, bekomen sye einen großen schreckhen. Der Türckhen frecheit unnd gurasche ist fürwar schlechtlich. Unnd wirdt auch unerhört sein, das die Christen iehmahl ein schlacht mit den Türckhen gethan, wan beide theil an volckh gleich gewest sein, das die Türckhen die Christen überwunden haben. Dan wofern sie mit ihrer sterckhe des volckhs nit 3 oder 4 mahl an unß uberlegen sein, werden sie so leichtlich sich mit unß in kein schlacht einlaßen unnd ist ihre ganze herzhafftigkeit in der menge ihrer volckher gelegen. Wan nur ganz Teütschlandt unnd die ksl. 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Da kan iezund ein ieder bey sich selbst erachten, so er in Teütschlandt solt 350 meilen reißen, waß für vortreffliche städt, wil geschweigen der märckh, schlößer unnd dörffer wurden einzusehen vorkomben. Soll sich derohalben ein Christ vor keinem Türckhen entsezen unnd erschreckhen, unnd sich in fahlle der noth ritterlich unnd unverzagt gegen ihme wehren, damit das christliche bluet nit umbsonst vergoßen werde.","entities":[[64,75,"LOC"],[736,748,"LOC"],[758,772,"LOC"],[861,872,"LOC"],[1283,1290,"LOC"],[1316,1320,"LOC"],[1330,1344,"LOC"],[1506,1514,"LOC"],[1673,1685,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65941/?format=json","ner_text":"Waß aber reiche, vornembe persohnen seind, die laßen tieffe stainerne kasten von marmorstein hauen, wie sonsten die gräber, seind einer elen oder mehr hoch. Ober halb der erden an dem haubt sein runde, marmorsteinerne seülen, eines manß hoch unnd eines schenckhels dickh. Oben auf ein türckhischer bundt außgehauen, an der säul herumb seind schöne arabische schrifften unnd sprich auß dem alcoran von erhabter arbeit zierlich gehauen. Die buchstaben seind mit goldt unnd anderen schäckhächten farben geziert. Sye brauchen keine wapen oder bildnußen wie wir Christen. Etliche laßen an stadt der runden seülen ein breite marmortaffel meiner handt dickh unnd eines mans höch durch auff seind gehen, darin auch etlich sprüch unnd schrifften gehauen seind. Andere füllen den marmorkasten Ein türckhischer pfaff. Im Vordergrund ist ein Mufti zu sehen, im Hintergrund unterhalten sich zwei Soldaten. Die Darstellung besteht aus zwei Bildhälften. In der oberen Bildhälfte ist ein Leichenzug dargestellt, an dem viele osmanische Würdenträger teilnehmen. In der unteren Bildhälfte sind ein Sarg sowie eine Grabstätte zu sehen. Der Türckhen begräbnus. Der vornemben herren capellen. auß mit erden ohne ein deckhel, da pflanzen oben darauf des verstorbnen weib oder töchter schöne bluemen. Ich hab auch auf etlichen eines manß hoch roßmarin steckh gesehen, etliche aber deckhen die kästen, darin der cörper, mit einem großen stein zu unnd thun auch kein erden hinein. Wegen dißer ursach, damit, wan der böse geist den leib wegen seiner laster anklag, das er sich desto kuenlicher aufrichten unnd sein sach vor Gott sizend oder stehend verrichten köne.","ner_sample":{"text":"Waß aber reiche, vornembe persohnen seind, die laßen tieffe stainerne kasten von marmorstein hauen, wie sonsten die gräber, seind einer elen oder mehr hoch. Ober halb der erden an dem haubt sein runde, marmorsteinerne seülen, eines manß hoch unnd eines schenckhels dickh. Oben auf ein türckhischer bundt außgehauen, an der säul herumb seind schöne arabische schrifften unnd sprich auß dem alcoran von erhabter arbeit zierlich gehauen. 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Darneben ein besondere capellen, darin sye nach ihrem todt zu ruehen begehren, auffzurichten pflegen, deren sehr vil ihnen unnd außer Constantinopel zu sehen seind.","ner_sample":{"text":"Die großen herren aber, alß bassa, vesier unnd andere ihres gleichen, stifften oder laßen bei lebzeitl schöne tempel mit brunen, weiten vorhöffen und spital bauen. Darneben ein besondere capellen, darin sye nach ihrem todt zu ruehen begehren, auffzurichten pflegen, deren sehr vil ihnen unnd außer Constantinopel zu sehen seind.","entities":[[298,312,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65943/?format=json","ner_text":"Die weibspersohnen gehn nicht mit der leicht, sonderen allein die männer, vil auß der priesterschafft unnd mönchen. Die weil die stadt groß unnd der weg zur begräbnus weit, sezen die trager den leichtnamb offt ab. Wann sye zu einer kirchen kommen, halten sye über ihn ihr gebett unnd lauffen mit ihm darvon, also schnell, alß wan sye ihn gestohlen hetten.","ner_sample":{"text":"Die weibspersohnen gehn nicht mit der leicht, sonderen allein die männer, vil auß der priesterschafft unnd mönchen. Die weil die stadt groß unnd der weg zur begräbnus weit, sezen die trager den leichtnamb offt ab. 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Sie bringen auch ein opffer, alß brodt, käß, ayer, fleisch etc., legens zum grab, vermeinen, es solle ihm zum besten kommen, welches hernach die hund, vögel unnd ameißen genießen.","ner_sample":{"text":"Uber etlich tag hernach kommen dan des verstorbnen weiber unnd töchter mit ihren gespilen, verrichten ihr klag bey der begräbnus, fragen den todten, Nota bene „waß hast darmit gemeint, daß du gestorben bist, hast du doch eßen unnd guete auffenthaltung gehabt, bist auch von mir, alß deinem weib, lieb und werth gehalten worden. Wer wirdt sich hinfiro meiner also annemben, wer wirdt mir also guts thun, wie du gethan hast“, unnd führen die nerrächten weiber dergleichen klag, alß wan es bey dem man zuleben oder zusterben gestanden wehre. 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Solches wirdt von hyz der sonnen zu guetem salz, dan wegen der hiz und gesalzene meer waßer ziecht sich oben auf das salz zusamen wie ein eyß. Da nimbt unnd schöpfft mans ab unnd also nach und nach biß das waßer in den gemachten grueben endtlich zu lauter salz wirdt etc.","ner_sample":{"text":"Eß pflegen auch die orientalische völckher, so an dem meer wohnen, daß salz also zumachen: Sye graben an dem gstadt des meers ein weiten grueben, ungefahr eines mans tieff, darein richten sye daß waßer auß dem meer. Solches wirdt von hyz der sonnen zu guetem salz, dan wegen der hiz und gesalzene meer waßer ziecht sich oben auf das salz zusamen wie ein eyß. 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Dißer teüffliche aberglauben macht, das sie in dem kriegen beherzt werden unnd dardurch schon vilmahl in einbildung deßen von den Christen die victori erlanget.","ner_sample":{"text":"Ob der pestilenz unnd anderen erblichen gifftigen kranckheiten tragen sye kein abscheüen. Vermelden, es werde einem ieden, so bald er geboren wirdt, an die stirn geschriben, wan oder wie und wo er sein leben enden müeße. Dahero die kranckheiten unnd böße lüfft zufliehen vergeblich unnd umbsonst seye unnd Gott wiße einen aller orten zufinden. 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Nun aber, so sye es ihnen werden, das du den bogen, säbel unnd spieß nimmer kanst unnd magst führen, werden sye sich deines todts höchlich erfreuen.","ner_sample":{"text":"Ich hab auch nit underlaßen wollen zubeschreiben die todten klag der Georgianer, so zwischen der Meotischen unndt Hircanischen Seen wohnen. Die pflegen ihre verstorbne dergestalt zubedauren: Erstlich legen sye den todten auf ein tebich, mit kleideren angethan. Neben dem selben ein säbel unnd bogen wie auch bey den Moschcowiteren unnd Rußen breüchig; reden den todten ahn: O wie ein unerschrockhner held bist du geweßen, wie rund unnd fertig warest du mit deinem säbel, wie haben sich deine feind ob deinem heldenmueth unnd khünheit entsezt. 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Die stadt Gallata ligt halb an der ebne, halb auf einem berg; ist mit einer ringmaur umbfangen, hat im umbkreiß drey italianische meil; ihr vorstadt aber streckht sich an Pontum Euxinum ein gute teütsche meil hinab. In beyden orthen, ihn unnd vor der stadt, wohnen mehrentheil Griechen, die sich von der fischerey vast alle ernähren. In der stadt seind vil uhralte heüser, die noch zur zeit der Genueser nach italianischer manier gebaut worden. Die sein sehr hoch, von lauter stein, aber alters halb baufellig. Neben den Kriechen, Türckhen unnd wenig Iuden wohnen auch kauffmansleüth, so von Venedig, Holland, Engelland unnd Franckhreich ihr gewerb treiben unnd die kauffmanswahren in andere länder befürderen.","ner_sample":{"text":"Iezund will ich über den meerhaffen oder Sinum Ceratinum fahren, nach dem ich mich in der stadt Constantinopel zimlich lang umbgesehen. Nun wirdt under der stadt Constantinopel begriffen die stadt Gallata, gleichsam alß ein vorstadt über dem meer gelegen. 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Diß war ein herlich stifft, so durch ein vor 4 iahren entstandne brunst mehrentheil im rauch aufgangen. Darnach haben sie in dem kloster ihr gottesdienst unnd andacht zuverrichten ein guete gelegenheit. Hierin haben wir gesehen ein dorn von der cron, mit welcher unser her gecrönt worden, sambt einem stickhel von dem creüz, daran ebenfahls Christus sein menschliches leben mit unseglichen schmerzen geendet hat. In bemelter verbrunnener kirchen ist noch zusehen des herren oratoris von Weiß begräbnus; neben anderen grabschrifften auch die seinige:","ner_sample":{"text":"Eß seind auch etliche stifftkirchen alhier alß Sanct Francisci kirch unnd kloster. Diß war ein herlich stifft, so durch ein vor 4 iahren entstandne brunst mehrentheil im rauch aufgangen. Darnach haben sie in dem kloster ihr gottesdienst unnd andacht zuverrichten ein guete gelegenheit. Hierin haben wir gesehen ein dorn von der cron, mit welcher unser her gecrönt worden, sambt einem stickhel von dem creüz, daran ebenfahls Christus sein menschliches leben mit unseglichen schmerzen geendet hat. In bemelter verbrunnener kirchen ist noch zusehen des herren oratoris von Weiß begräbnus; neben anderen grabschrifften auch die seinige:","entities":[[95,98,"PER"],[342,345,"PER"],[352,355,"PER"],[424,432,"PER"],[550,553,"PER"],[557,574,"PER"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"PER","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65951/?format=json","ner_text":"Hic iacet illustrissimus dominus, dominus Albertus de Wys, sacratissimorum principum ac dominorum divi, primum Ferdinandi Augusti, memoriae ac deinde divi Maximiliani secundi, Romanorum imperatori dum viveret consiliarius et in curia ottomanica complures annos orator qui abiit 21. Octobris anno Domini 1569.","ner_sample":{"text":"Hic iacet illustrissimus dominus, dominus Albertus de Wys, sacratissimorum principum ac dominorum divi, primum Ferdinandi Augusti, memoriae ac deinde divi Maximiliani secundi, Romanorum imperatori dum viveret consiliarius et in curia ottomanica complures annos orator qui abiit 21. 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Bey den Dominicaneren hab ich ein Maria bildnus gesehen, das kindlein Iesus auf dem arm haltendt, welches der heilige evangelist Lucas selbsten gemahlet. Die Christen besuechen auch vast täglich dise kirchen, darin mäß zuhören, und ist zumerckhen, das der alte catholische glaub nit nur in einer oder der anderen provintz, sonderen in der ganzen welt außgebreitet seye etc.","ner_sample":{"text":"Neben dißem kibt es noch etlich underschidliche klöster in Galatta, darinnen halten sich auf Franciscaner, Minoriter, Dominicaner, Capuciner, Iesuwiter, die täglich in ihren kirchen nach catholischem brauch ihren Gottes dienst halten. Bey den Dominicaneren hab ich ein Maria bildnus gesehen, das kindlein Iesus auf dem arm haltendt, welches der heilige evangelist Lucas selbsten gemahlet. 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Der französische, engelländische unnd hollandische gesandten seind mehrentheil zur befürderung der kauffmanschafft alhier unnd under dißem schein geben sie doch fleißigs achtung auf des feindts intent unnd correspondieren ihren potentaten.","ner_sample":{"text":"Außer der stadt Gallata, in der oberen vorstadt, hat der baylo di Venetia, des königs auß Franckhreich, unnd anderer potentaten gesandte ihr wohnungen, sonder der Franzosen über die maßen schön gebaut und an einem lustigen orth gelegen. 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Darunder seind etliche, daran 40 pferdt an einem zuziehen hetten. Das geringste möchte 20 pferdt erforderen, daran auch etlicher potentaten wappen zusehen, alß Hispanien, Franckhreich, Österreich, Ungaren sambt denen namen und anderen schrifften. Die ligen alda, den Türckhen zur bracht unnd den Christen zur schandt. Eß seind vor dißem sehr vil geweßen, deren man etlich zerschmelzt unnd darauß neüe gegoßen, die außer der ringmauren des seraia hart an dem meer – nach einander zugedeckht – auf lavethen ligen. Die seind alzeit fertig, damit, so unversehens ein feind an den meerhaffen ansezen wolte, man dem selbigen mit dißen stuckhen widerstehe unnd in der eil ein confusion machen unnd abtreiben köndte.","ner_sample":{"text":"Under der stadt Gallata, gegen dem seraia, ligen unordenlich durcheinander vil große geschüz, die den Christen in den kriegen seind genomen worden, alß maurbrecher, falckhonen unnd andere mehr große stuckh, welche theils an den mund unnd zundlöcheren übel zugericht oder außgeschoßen sein. Darunder seind etliche, daran 40 pferdt an einem zuziehen hetten. Das geringste möchte 20 pferdt erforderen, daran auch etlicher potentaten wappen zusehen, alß Hispanien, Franckhreich, Österreich, Ungaren sambt denen namen und anderen schrifften. Die ligen alda, den Türckhen zur bracht unnd den Christen zur schandt. 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Darin die vornembste gefangne, an denen am meisten gelegen, behalten werden, in welchen vorzeiten kayßers Ferdinandi primi podtschaffter, der Ferdinandus Malvetius genand ist, zwey iahr darin gefangen gelegen im iahr 1548. Seine mitgenomne leüth seind verkaufft worden. Darin ist auch 1649 der venetianische bailo etlich wochen ubel gehalten unnd contra ius gentium ubel tractiert worden. In der lezten audientz hat man unß auch zwen vornembe Ungarn, welche vor etlich iahren im Ungerland gefangen worden, geschenckht, die wir glückhlich zu ihren weib unnd kinderen, wie im driten buch am blat ... zusehen, gebracht.","ner_sample":{"text":"Ferner ist im Schwarzen Meer zusehen die gefänckhnus, die man den Schwarzen Thurn nennet. Darin die vornembste gefangne, an denen am meisten gelegen, behalten werden, in welchen vorzeiten kayßers Ferdinandi primi podtschaffter, der Ferdinandus Malvetius genand ist, zwey iahr darin gefangen gelegen im iahr 1548. Seine mitgenomne leüth seind verkaufft worden. Darin ist auch 1649 der venetianische bailo etlich wochen ubel gehalten unnd contra ius gentium ubel tractiert worden. 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Vorzeiten ist es ein weitberümbte gewerbsstatt geweßen unnd Chrysipolis oder Goldtstadt genendt worden. Aniezo aber ist es ein fleckh hart an dem asiatischen gestadt, deßen namen Scutari von den Scutis herkombt, dan die griechischen kayßer haben alda auf ein firsorg ein besazung gehabt, welche allzumahl tartschen geführt. Dieselbe besazung hat man in fahlen der noth ohne verzug haben könen.","ner_sample":{"text":"Scutari ist ein schöner, großer, wollerbauter marckhfleckh in Natolia oder Asia Minori gelegen. Vorzeiten ist es ein weitberümbte gewerbsstatt geweßen unnd Chrysipolis oder Goldtstadt genendt worden. Aniezo aber ist es ein fleckh hart an dem asiatischen gestadt, deßen namen Scutari von den Scutis herkombt, dan die griechischen kayßer haben alda auf ein firsorg ein besazung gehabt, welche allzumahl tartschen geführt. 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Der großere gienge auf unß zu, da wir gestanden, dan wir hatten alle rote kleider ahn, die sye nicht gern sehen, unnd der elephant hette schier unseren ianitscharen beschediget. Und ich, zuentrinen, bin dem selben under dem halß durchgeloffen unnd nicht in geringer gefahr gestanden. Die drey Persianer aber, so darauf geseßen, haben sye baldt abgetriben unndt sye zu tränckhen zu einem brunen geführt, denen wir (so vast ein halbe stundt getrunckhen) zuegeschaut. Die faßten von dem brunen daß waßer in die naßen, ränckhten sye aldan in das maul unnd trunckhens oder vil mehr sürpffletens auß der naßen. Da sye nun mit trinckhen ersetiget, spileten unnd sprüzten daß in die naßen weiter gefaste waßer auf die umbstehende leüth, daß ich auch zimlich naß worden. Dan ich mich dißer thier hoch verwunderte unnd im schauen nicht der lezte sein wolt. Diße, wie obgemelt, seind dem iungen kayßer presentiert worden.","ner_sample":{"text":"Unser etliche sein auch auf ein zeit über das meer hieher auf Scutari gefahren, alda wir zwen uberauß große elephanten gesehen, die sultan Ibrahim, seine weiber darauf zusezen, vor einem iahr von dem könig in Persia begehret, welche doch der Ibrahim wegen unzeitigen todts nit erwartet. Danach hier unnd volgents nach Constantinopl gebracht worden. Nach dem wir ein geraume zeit dieselbe zusehen gewartet, traten oder trabeten sye gehling hinder einem hauß herfür, in deren anschauung ich mich gleichsam entsezt, unnd mir nit anderst alß berg firkomen, dan ich meines theils zuvor nie keinen gesehen hatte. Der großere gienge auf unß zu, da wir gestanden, dan wir hatten alle rote kleider ahn, die sye nicht gern sehen, unnd der elephant hette schier unseren ianitscharen beschediget. Und ich, zuentrinen, bin dem selben under dem halß durchgeloffen unnd nicht in geringer gefahr gestanden. 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Darin ein uhralte kirchen, den Griechen zugehörig, in welcher das groß consilium ihm iahr Christi under dem kayßer Martiano wider die schwermer ist gehalten worden. Da ich einmahl mit unserem dragoman oder dolmätschen hingefahren unnd deßen schöne gelegenheit wol gesehen.","ner_sample":{"text":"Ein halbe stund von Scutari ligt der fleckh Calcedon. Darin ein uhralte kirchen, den Griechen zugehörig, in welcher das groß consilium ihm iahr Christi under dem kayßer Martiano wider die schwermer ist gehalten worden. 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Aber weilen ich die zahl zuvor schon köndte unnd mich deßen nit verlauten ließe, da hat mich die geringe zeit, so in erlehrnung der selben zugebracht, nicht gereuet unnd mir umb etlich thaler nuz geweßen.","ner_sample":{"text":"So einer in Türckhey von galantherien oder sonsten waß wil einkauffen, 1/١, 2/٢, 3/٣, 4/٤, 5/٥, 6/٦, 7/٧, 8/٨, 9/٩, 10/١٠, 11/١١, 12/١٢ ist ihme (wan er sich doch nit weiters auf die sprach verlegen will) nichts nuzlichers, alß die erkhandtnus des zehlens, dan die Iuden oder abgefalne Christen, die einem dolmätschen, gemeniglich pflegen, ein gueten provit unnd gewin darbei zuhaben, dan sye einem die wahr vil theürer, alß sye der kauffman büeth, ansagen, welches mir auch geschehen. 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Hergegen in Türckhey kan man in einer viertel stund alle sorten khenen lehrnen.","ner_sample":{"text":"Waß die münz in Türckhey belanget, ist kein solche unrichtigkeit wie bei den Christen, da vonöthen wär, wan einer Türckh Teütschlandt oder Welschlandt reißet, daß er ein eignen dolmätsch mit sich führete, der ihme in allen orthen die münz zuerkhenen gebe, dan in Ungaren, in Böhaimb, in Österreich, in Elßaß unnd anderen orthen underschidliche münzen gibt. Hergegen in Türckhey kan man in einer viertel stund alle sorten khenen lehrnen.","entities":[[16,24,"LOC"],[121,133,"LOC"],[139,150,"LOC"],[263,270,"LOC"],[275,282,"LOC"],[287,297,"LOC"],[302,307,"LOC"],[369,377,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65977/?format=json","ner_text":"Erstlich seind zu Constantinopel allerley ducaten giltig; item die thaler halb unnd viertel. Den thaler nenen sye grosch, der gilt 80 asper oder agschi, wie es die Türckhen nennen. Die münz aber, so in Türckhei gemacht wirdt, seind lauter pur silber, darunder keine andere metal, wie bey unß gemischt werden, so zu 10, 5, biß in 2 und ein asper gelten. So haben sie allein kleine viereckhende, kupfferne mangur, deren 8 ein asper gelten und bißweilen solche den armen leüthen außtheilen.","ner_sample":{"text":"Erstlich seind zu Constantinopel allerley ducaten giltig; item die thaler halb unnd viertel. Den thaler nenen sye grosch, der gilt 80 asper oder agschi, wie es die Türckhen nennen. Die münz aber, so in Türckhei gemacht wirdt, seind lauter pur silber, darunder keine andere metal, wie bey unß gemischt werden, so zu 10, 5, biß in 2 und ein asper gelten. 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Moses hab den Iuden daß gesaz übergeben unnd befohlen, weilen es aber zu streng, also das den Iuden unmüglich, demselben völligen gehorsamb zu leisten. Wiewoll es Gott lange zeit mit ihnen vergeblich versuecht, sey er lezlich verursacht worden, solches gesaz auffzuheben unnd zu milteren. Durch die lehr unnd evangelia Christi, obwohlen auch in dem evangelio von Christo sehr schwere artickl unnd last, welche wider die natur seind, aufferlegt worden, alß den feind lieben, für die vervolger bitten, sich vor bößen lüsten hüeten, im creüz gedultig sein etc., derohalben habe Gott Christum erwegt, die lehr des evangelii in die welt zu bringen befohlen. Alß aber die welt solche sanffte lehr auch verachtet, hab Gott ein andere lehr nothwendig mit den menschen müeßen fürnemben, die nicht so streng wie Moysis lehr, unnd nicht so sanfft wie Christi lehr, sonderen die das mitel hielt unnd welche lehr auß den vorigen beeden zusammen gemacht wehre. Dieselbe wirdt genandt curan oder alcuran, daß ist Gottes gesaz. Unnd dißen curan habe Gott dem vortrefflichen begamber oder propheten Machomet übergeben und vertrauth, in der welt selbigen außzubreiten, die verächter aber deßelben mit schwerd unnd allerley grausamkeit auf das eüßerist zu vervolgen.","ner_sample":{"text":"Die 3 völckher, Christen, Iuden unnd Türckhen werden von den Machometaneren, so vil ihr religion belangt, solcher gestalt underschiden: Sye sagen, daß diße drey volckher ihr religion von Godt haben empfangen. Moses hab den Iuden daß gesaz übergeben unnd befohlen, weilen es aber zu streng, also das den Iuden unmüglich, demselben völligen gehorsamb zu leisten. Wiewoll es Gott lange zeit mit ihnen vergeblich versuecht, sey er lezlich verursacht worden, solches gesaz auffzuheben unnd zu milteren. Durch die lehr unnd evangelia Christi, obwohlen auch in dem evangelio von Christo sehr schwere artickl unnd last, welche wider die natur seind, aufferlegt worden, alß den feind lieben, für die vervolger bitten, sich vor bößen lüsten hüeten, im creüz gedultig sein etc., derohalben habe Gott Christum erwegt, die lehr des evangelii in die welt zu bringen befohlen. Alß aber die welt solche sanffte lehr auch verachtet, hab Gott ein andere lehr nothwendig mit den menschen müeßen fürnemben, die nicht so streng wie Moysis lehr, unnd nicht so sanfft wie Christi lehr, sonderen die das mitel hielt unnd welche lehr auß den vorigen beeden zusammen gemacht wehre. Dieselbe wirdt genandt curan oder alcuran, daß ist Gottes gesaz. 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Sye aber habe zu ihrer entschuldigung fürgewendt, daß sye auß anzeigung eines engels were schwanger worden. Alß aber mit dißer gethanen entschuldigung die Iuden sich nit wolten laßen ersetigen, seye ihr der engel widerumb erschinen, sye soll nur getröst sein unnd auf ihren sohn, den sye im leib trage, berueffen. Derselbe werde sye genugsam wider der gottloßen Iuden lästerung erräthen. Disen rath habe sie gevolgt, seye auch hinfiro nimmermehr von ihnen angefochten worden. Nicht lang nach dißem habe sye ihren sohn zu Behitolah, das ist Bethlehem, geboren, 600 iahr vor dem propheten Machomet, alß Chirdeus damahl im iüdischen lannd regiert. Dan gleich wie wir von Christi gebürth, zehlen auch die Türckhen von der geburt des Machomets, pflegen ihre iahrzahlen zumachen unnd ist iezo 1.000 unnd 50 iahr, das Machomet geboren worden.","ner_sample":{"text":"Sye sagen, Christus seye nicht Gottes sohn; er sey ein geist von himmel kommen, geboren durch Maria Anna, durch verkündigung des engel Gabriels. Alß aber die Maria Anna dan ohne einen man schwanger worden, haben die Iuden durcheinander beschloßen, sye desthalben zu straffen alß eine, die ihr iunckhfreuliche ehr vergeßen. Sye aber habe zu ihrer entschuldigung fürgewendt, daß sye auß anzeigung eines engels were schwanger worden. Alß aber mit dißer gethanen entschuldigung die Iuden sich nit wolten laßen ersetigen, seye ihr der engel widerumb erschinen, sye soll nur getröst sein unnd auf ihren sohn, den sye im leib trage, berueffen. Derselbe werde sye genugsam wider der gottloßen Iuden lästerung erräthen. 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Dahero habe er große ungust unnd feindschafft von den Iuden auf sich geladen, daß sye ihn für einen unehlichen sohn haben gehalten. Derohalben sye alßbald angefangen zuberathschlagen, wie sye ihn umb das leben bringen möchten. Dißer ihr anschlag habe auch eines theils nicht gefählt, dan er sey ihnen in ihre händ kommen durch verrätherey Iudae Iscariots. Alß sye aber ihn zutöden gedachten, habe ihn Gott auß ihren händen verzugt unnd dan an sein stadt Iudam gestellt, welchen Gott mit dem ansehen unnd gestalt Christi angethan. Dißer Iudas unnd vermeinte Christus sey von ihnen verklagt und zum todt des creüzes verurtheilt worden, doch sei er nit von dem todt aufferstanden unnd habe also Iudas den gebührenden lohn für sein verrätherey empfangen.","ner_sample":{"text":"Nachdem nun Christus zu seinen iahren kommen, hab er firgeben, er sey ein geistliche, himmlische geburth, wider den algemeinen lauff der natur ohne ein man erzeüget. 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Dißer Iudas unnd vermeinte Christus sey von ihnen verklagt und zum todt des creüzes verurtheilt worden, doch sei er nit von dem todt aufferstanden unnd habe also Iudas den gebührenden lohn für sein verrätherey empfangen.","entities":[[12,20,"PER"],[505,520,"PER"],[620,625,"PER"],[678,685,"PER"],[702,707,"PER"],[723,731,"PER"],[858,863,"PER"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"PER","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65984/?format=json","ner_text":"Alß aber nach dißen geschichten 40 tag verloffen, habe sich Christus widerumb sehen laßen unnd seye gen himmel gefahren. Sein anhang unnd an Christum glaubende zur selbigen zeit wie auch die Christen noch heütiges tags seyen in diße meinung gerathen, das sye glauben, Christus seye getödt worden unnd vom todten widerumb auferstanden. Vor seiner himmelfahrt habe er 11 seiner iünger oder diener abgefertiget, sein lehr unnd evangelia an allen orthen der welt außzubreiten. Die vergehende zeit habe Christus zuegebracht mit lehren unnd predigen, er habe auch große wunderzeichen gethan, teüffel außgetriben, todten aufferwegt, allerlai kranckheiten geheilet etc., unnd in der iugent habe er auß laim kleine vögellein gemacht und darmit die zeit vertriben.","ner_sample":{"text":"Alß aber nach dißen geschichten 40 tag verloffen, habe sich Christus widerumb sehen laßen unnd seye gen himmel gefahren. Sein anhang unnd an Christum glaubende zur selbigen zeit wie auch die Christen noch heütiges tags seyen in diße meinung gerathen, das sye glauben, Christus seye getödt worden unnd vom todten widerumb auferstanden. Vor seiner himmelfahrt habe er 11 seiner iünger oder diener abgefertiget, sein lehr unnd evangelia an allen orthen der welt außzubreiten. 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Am iüngsten tag aber, wan die welt wirdt geurtheilt, werde Gott in gemelten bestelten orthen mit einer großen ruethen herumb gehen, alle herauß unnd durcheinander iagen, darnach erbärmlich einen sowohl alß den anderen schlagen unnd straffen unnd Gott werde sagen: “Weil ihr euch auf der welt nit habt könen vergleichen, wil ich euch aniezo mit dißer straff vergleichen.“ Unnd wan er sye genugsam geschlagen, werde er alle mitnander in den himmel hinein treiben, da sye sich mitnander auf das freündtlichest vergleichen unnd darnach in gröster einigkeit ewiglich alle zu gleich in freuden leben werden.","ner_sample":{"text":"Eß hat auf ein zeit ihr türckhischer mufti oder pabst gesagt, ein ieder, der an Gott glaube unnd sich gegen dem selbigen etwas wenigs der empfangen guthaten danckhbar erzeige, er habe gleich einen glauben was er wolle, so könne er seelig werden, dan Gott wolle nit den todt des sünders, sonder daß er lebe in dem anderen, ewigen leben unnd habe underschidliche orth bestehlt, in welche er eines der verstorbnen Türckhen, an das ander der Christen unnd in das drit der Iuden unnd in das vierd andere seelen nach dem todt zuthun pflege. 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Den reiß nenen sye briesch, coin schaff, dus salz, sai schmalz, eet fleisch, su waßer, scharap wein, eckmeck brot und ander etc.","ner_sample":{"text":"Alßbalden wirdt die braut in des breitigambs hauß ganz stadtlich unnd herlich begleitet, under einem seidenen, rotten himmel reitend verdegt, alda im hauß ein malzeit zubereit nach ihrer arth wie oben am … blat gemeldt. Den reiß nenen sye briesch, coin schaff, dus salz, sai schmalz, eet fleisch, su waßer, scharap wein, eckmeck brot und ander etc.","entities":[]},"ner_ent_exist":false,"ner_ent_type":null,"ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"},{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65987/?format=json","ner_text":"Von ihres falschen propheten Machomets ankhunfft sprechen sye, er seye von vornemben elteren zu Mecha im glückhseeligen Arabia gebohren. Er habe bey 40 iahr sein leben zuegebracht mit kauffmanschafft, da seye ihme auf ein zeit der engel Gabriel (auf den die Türckhen vil halten) erschinen. Der habe ihn zu einem propheten unnd diener Gottes bestelt unnd das heilige buech, den alcoran, übergeben. Auch ihn zumahl mit großer weißheit begabt, daß er alle geheimnußen im curan verstehen köndte. Im iahr nach Christi geburth 630, im 19. iahr der regierung des kayßers Heraclii, ist Machomet, das teufflische monstrum, gebohren worden.","ner_sample":{"text":"Von ihres falschen propheten Machomets ankhunfft sprechen sye, er seye von vornemben elteren zu Mecha im glückhseeligen Arabia gebohren. Er habe bey 40 iahr sein leben zuegebracht mit kauffmanschafft, da seye ihme auf ein zeit der engel Gabriel (auf den die Türckhen vil halten) erschinen. Der habe ihn zu einem propheten unnd diener Gottes bestelt unnd das heilige buech, den alcoran, übergeben. 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So wurde auch under ihnen ein uneinigkheit unnd widerwill der regierung entstehen, dan der vatter möchte ein sach vornemen, die dem sohn unnd der mutter zuwider wehre, unnd hergegen möcht der sohn unnd die muetter etwas tentieren, daß dem vatter mißfiele. In dißem wehrenden streit und hader würde die regierung der welt an ein nagel gehänckht unnd wehre die welt schon vor etlich 1.000 iahren zugrund gangen; unnd weilen sich die 2 besten freünd wegen 2 offt 1 einer geringen ursach zerkriegen, also köndte so lange iahr auch geschehen, unnd die freindschafft kein steten stand haben. 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Also waschen sich die Türckhen an dem angesicht, die arm biß an die elenbogen, an heimlichen orthen unnd auch die füeß, dan ungewaschen Der Türckhen arth ihm betten. Die Zeichnung zeigt vier Personen mit Turbanen in einer Moschee, die ihr Gebet verrichten. Gestalt eines Persianers. Hier ist ein Portrait einer angeblich persischen Person zu sehen. Sie trägt Turban und Bart. keinem, bey großer sünd unnd straff, in den tempel zugehen vergunt wirdt.","ner_sample":{"text":"In ihrem Gotts dienst brauchen sye vil waschens, gleich wie bey dem levitischen Gotts dienst vorzeiten breüchig war (exodus 40). Also waschen sich die Türckhen an dem angesicht, die arm biß an die elenbogen, an heimlichen orthen unnd auch die füeß, dan ungewaschen Der Türckhen arth ihm betten. Die Zeichnung zeigt vier Personen mit Turbanen in einer Moschee, die ihr Gebet verrichten. Gestalt eines Persianers. Hier ist ein Portrait einer angeblich persischen Person zu sehen. 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Wils du unß etwas befehlen, so wollen wir dir gehorsamb sein. Lehre unnß, herr, deine weeg halten, daß wir nit in irthumb gerathen. Sye bitten auch Godt umb verzeichung der sünden unnd umb zeitliche wollfahrt unnd betten, das Godt die Christen und die nit des türckhischen glaubens sein, zu erkhandtnus ihres glaubens bringen wolle. Sonderlich betten sye auch, das Godt die christenheit nit wol laßen undereinander einig werden, dan sye halten darfür, welches auch war ist, wan die Christen undereinander selbst einig wehren, möchten sye von deren gewalt und macht nicht bestehen.","ner_sample":{"text":"In der ersten bettzeit fallen sye virmal auf das angesicht zur erden, in der anderen stund 10 mahl, in der 4. 8 mahl, in der fünfften fünfmahl, unnd so offt sye auf daß angesicht den langen weg niderfallen, widerholen sye diß gebett: O Gott, siche gnädiglich auf unß, deine knecht. Wils du unß etwas befehlen, so wollen wir dir gehorsamb sein. 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Unnd an ihrem Sabath, welcher auf unseren Freytag fählt, pflegen etwan 5 oder 10 solcher meschkin oder iunge studenten miteinander mit erhebter stim bey einer viertel stund auf dem thurn zuschreien. Alßdan wirdt daß geschrey mit dißen worten beschloßen: Alla ikewar, la he la he illelah, veeschedu en la illahe ille la, veschdu en Muhameden resullula, daß ist: Ich bekhen, daß nur ein Godt sey unnd Machomet sein prophet, unnd schreien widerumb: Haia alesselah, haio elelphala, daß ist: Kombt hero, damit ihr aller forcht abkombt. Nach vollendtem geschrei gehet vast iederman in die kirchen. In dem kirchhoff, in welchen alzeit auch brünnen sein, waschen sie sich zuvor wie gemeld worden. Waß aber nicht in die kirchen kombt, daß verricht sein gebett zu hauß.","ner_sample":{"text":"Ehe sye sich aber zur kirchen versamblen, pflegt ein meschkin oder türckhischer pfaff von dem kirchenthurn zu 4 orthen überlaut zuschreyen ein spruch auß dem curan, dan sye ihrem gesaz nach keine glocken haben. 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Die kirchen ist darumb den weiberen verbodten, damit die mäner in anschauung derselben keine böße lust bekommen unnd in ihrem gebet nit distrahirt werden, dan sye sagen, es sey unmüglich, das einer ein schön weibs bild anschauen köne ohne begirligkeit des fleisches. Darumben auch die türckhischen weibsbilder ganz verdegt im gesicht hergen, daß keiner nit kan wißen, ob eine alt oder iung seye. Doch kann mans kaum ein wenig am gang unnd händen unnd augen erkhennen, dan so sye unverdegt giengen, weren sye von dißen ungeheüschen hunden nicht sicher auf den gaßen. Damit ich mich aber nit länger mit den weiberen aufhalte, will ich wider zu der Türckhen gebet schreiten. In deme komen die Türckhen allzumahl vast überein, daß sye nicht wißen, waß sye bedten, dan all ihr gebedt unnd Gottes dienst verrichten sye in arabischer sprach, die der hunderste nit verstehet, doch erzeigen sye sich gar eifferig unnd andächtig, wie aller heüchler oder gleüßer brauch ist.","ner_sample":{"text":"Die weibs bilder derffen in kein kirchen gehn, eß sey dan, das sye sehens halber, wan kein gottesdienst gehalten wird, hinein kommen. Sye verrichten aber in den heußeren, wo sye wohnen, allerdings ihr gebedt, wie die mäner in der kirchen pflegen, dan die Türckhen halten nicht darfür, das die weiber seelig werden, oder so sye ieh seelig werden, kommen sye in des himmels vorhoff oder vorhimmel, darin die fromen aus den Christen verordnet seind. 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Sie pflegen Gott keinen vadter zunenen, dan sye sprechen, dißer nam sey den ehren Gottes zue gering, weilen er unß nit wie ein natürlicher vadter erzeügt, dan wir seyen auf dißer erden nit wirdig, das wir kinder Gottes genendt werden. Unnd weilen er kein weib gehabt, sey er auch nicht unser vadter, sondern Adam. Man solle Gott solche titel geben, die seiner maystet gemäß sein, alß heilliger, gerechter, allmächtiger etc.","ner_sample":{"text":"Sye brauchen in ihrem gebet auch rosenkranz, die sye thesbisch nennen, daß ist Gottes bekhandtnus. Ein solcher thesbisch wird in drey theil underschieden. Ieder theil hat 30 ringlein oder kügellein unnd lautet die erste ordnung also: Suub han alla, welches sye 30 mahl repetiren, daß heist ein unbegreifflicher Gott. Der ander lauth: Elhem du lila hi, wir sagen dir dankch. Der 3.: Alla ikewer, Gott du bist allmächtig. 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Vergib unß unser schuld, das seye gar recht, der ander zusaz aber, alß wie vergeben, gehöre nicht daher, dan diß heiß, Gott dem allmächtigen maß und ordnung fürschreiben. Er wiße woll, waß er thun solle. Im täglichen brodt soll man allein geistliche seelen speiß unnd erkhandtnuß Gottes verstehn, dan Gott gebe die zeitliche narung ohne unser begehren allen creaturen, unnd Gott müeße unnd seye schuldig, den menschen zuernähren, weilen er ihn erschaffen. Dahero sye auch kein gebett vor oder nach dem eßen zusprechen pflegen. Sie prangen mit ihrem gebett unnd roßenkränzen auf öffentlicher gaßen unnd straßen. Wan sye uberland reißen unnd ihr bettstund zu sein vermeinen, steigen sye im freyen feld ab dem pferdt, führen auch waßer mit sich, thun sich waschen unnd verrichten ihr gebedt. Die seind rechte gleißner, ihr äußerliche andacht, schein unnd wandel hat ein solches frombes ansehen, das kein wunder ist, daß so vil leüth verführt unnd betrogen werden etc.","ner_sample":{"text":"Von den ubrigen puncten des gebets Christi halten sye also, daß diße bit sol außgelaßen werden: zukomme unß dein reich, dan Gott hersche ohne diß in allen orthen über unß. Vergib unß unser schuld, das seye gar recht, der ander zusaz aber, alß wie vergeben, gehöre nicht daher, dan diß heiß, Gott dem allmächtigen maß und ordnung fürschreiben. Er wiße woll, waß er thun solle. Im täglichen brodt soll man allein geistliche seelen speiß unnd erkhandtnuß Gottes verstehn, dan Gott gebe die zeitliche narung ohne unser begehren allen creaturen, unnd Gott müeße unnd seye schuldig, den menschen zuernähren, weilen er ihn erschaffen. Dahero sye auch kein gebett vor oder nach dem eßen zusprechen pflegen. Sie prangen mit ihrem gebett unnd roßenkränzen auf öffentlicher gaßen unnd straßen. 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Darnach sezen sye nider, sprechen slunge slunge bey 40 oder mehr mahlen. Sie grießen unnd favorisieren den beeden englen, dem gueten unnd bößen genio. Der guete, wie sye vermeinen, stehe zu der linckhen, der böße aber zu der rechten. Zur linckhen reden sye den guten engel, alß wan er da stunde, mit freindlichen worten ahn, sprechendt: allahe illela. Darnach wenden sye das angesicht gegen der rechten und widerholen diße wort: allahe ille la, aber ganz ungestim unnd schnarchendt, alß wan sye den bößen engel wolten an den halß schlagen. Daß widerholen sye offter mahl. Ich hab in der hinein reiß zu Ponte Piculo an ihrem Sontag oder Sabath solchem ihrem gebett unnd gauckhelwerckh zugeschaut unnd alß sie nach gewohnheit ihres gebets also türmisch unnd zörnig etlich nach einander umbschauten, vermeinte ich nicht anderist, alß es gienge mich an unnd gieng auch gleich darauf zum tempel hinauß. Uber etlich tag hernach hab ich erst gemerckht unnd verstanden, das ich betrogen sey worden in meiner meinung, und solches umbschauen bey ihnen breüchig sey, damit sye dan auch ihr gebett endet.","ner_sample":{"text":"Zum endt des gebetts pflegen sye auf beede seithen starckh umb zusehen. Darnach sezen sye nider, sprechen slunge slunge bey 40 oder mehr mahlen. Sie grießen unnd favorisieren den beeden englen, dem gueten unnd bößen genio. Der guete, wie sye vermeinen, stehe zu der linckhen, der böße aber zu der rechten. Zur linckhen reden sye den guten engel, alß wan er da stunde, mit freindlichen worten ahn, sprechendt: allahe illela. Darnach wenden sye das angesicht gegen der rechten und widerholen diße wort: allahe ille la, aber ganz ungestim unnd schnarchendt, alß wan sye den bößen engel wolten an den halß schlagen. Daß widerholen sye offter mahl. 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Darmit wollen sye anzeigen, das sye nichts irdisches hören, sonder Gott allein die ohren öffnen unnd ihme aufmerckhen. Zum anderen steckhen sye beyde daumen under die girtel vorn werz und neigen sich ein wenig. Zum driten buckhen sye sich unnd greiffen an die knie. Zum vierdten sizen sie nider, das sye auf den versen oder waden sizen. Zum 5. fahren sye mit den händten über das angesicht unnd bart, zum 6. legen sye sich nach der lengst auf das angesicht etc.","ner_sample":{"text":"So baldt sye das gebett anfangen, greiffen sye mit beyden daumenfingeren an die ohren, gleich wie die Teütschen einem den narren stechen. Darmit wollen sye anzeigen, das sye nichts irdisches hören, sonder Gott allein die ohren öffnen unnd ihme aufmerckhen. Zum anderen steckhen sye beyde daumen under die girtel vorn werz und neigen sich ein wenig. Zum driten buckhen sye sich unnd greiffen an die knie. Zum vierdten sizen sie nider, das sye auf den versen oder waden sizen. 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In und außwendig an den wänden sicht man gemeiniglich sehr grose arabische buchstaben unnd auch schrifften diß inhalts: La he la he illela Mahomeden resullula etc., das ist: Gott ist Gott unnd Machomet sein prophet. In der kirchen ist auch wie ein kanzel und etlich staffel, da man hinauf gehet. Unnd gehet bißweilen der pfaf ein staffel hinauf, bißweilen wider herunder; waß es bedeüt, hab ich nicht erfahren könen. Wan einer zu spat in die kirchen kombt unnd hat der anderen anfang versaumbt, fangt er ein besonders an, last die anderen in ihrer gauckhlerey fortfahren unnd macht seine fechters boßen besonder, unnd so einer den geringsten actum, so nicht zum gebett erfordert, begeht, alß so er in dem kopff krazte oder ein lüftel von ihm gieng, muß er zu der kirch hinauß sich widerumb waschen unnd widerumb von neuem anfangen. Dan sye sagen, wan einer mit einem bassa etwas reden müeße, erzeige er sich so gravitetisch, alß er ihmer könne, unnd vil mehr solches sol er vor Gott, seinem erschaffer, thun.","ner_sample":{"text":"In ihrer kirchen ist kein stuel, sonderen vast alles lähr. Der boden ist mit däckhen von rohr gemacht bedegt, darauf mehrentheil tapecerien ligen. Kein gemähl oder bildnus findt man nicht darin, sonderen vil lämpen hängen an langen unnd runden eißenen stangen von dem gewölb herab, 2 manß hoch von der erd. Alzeit zwischen 2 oder 3 amplen ist ein straußen ey oder ein gläßerne spiegel kugel. Dise spiegel kugel ist auch ein stuckh des Gotts dienst, in deren sye sich beschauen unnd Godt für ihr leib unnd leben danckhen. In und außwendig an den wänden sicht man gemeiniglich sehr grose arabische buchstaben unnd auch schrifften diß inhalts: La he la he illela Mahomeden resullula etc., das ist: Gott ist Gott unnd Machomet sein prophet. 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Die haben auch grosse augen, da werde des fleischlichen wollusts kein endt noch auffhören sein unnd sich weib unnd man ohne underlaß miteinander erlustigen werden und einer iede nach seinem belieben brauchen könne etc.","ner_sample":{"text":"Auf alle Dschumadion, daß ist der Freitag, ihr Sabath, pflegen die muderi (die seind doctores der rechten und der heiligen schrifft zugleich) nach gehaltnem gebett in einer vornemben kirch ein predig zuhalten, in welcher sye under anderen die himmlische freuden dem wollust der weiber vergleichen, dan sye melden, eß seyen vil schöne weiber in dem himmel. Die seyen von weiblicher blodigkeit unnd unreinigkeit unbeflägt. 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Dahero sye auch ihre begräbnußen mehrentheil an der straßen haben. Der prediger zeigt den zuhöreren den bloßen säbel auf der canzel, damit die zuhörer aufzumundteren, das sye die widersprächer unnd verächter dißer lehr mit dem schwerdt vervolgen sollen unnd daß ein ieder Musserman oder Türckh sein leben für dise lehr laßen solle unnd sich vor dem bloßen säbel nit entsezen.","ner_sample":{"text":"umbreiten und die seiner lehr gevolgt mit sich in das himmelreich führen. Dahero sye auch ihre begräbnußen mehrentheil an der straßen haben. 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Alß er nun das meßer an das glid gesezt, seye Gabriel, der engell, kommen (den sye für ein botten Gottes halten), habe ihn an seinem vornemben verhindert unnd gesagt, weilen er ieh Godt ein wollgefahlen will erzeigen mit todtung der fleischlichen begirden, so soll er daß heimlich glied ein wenig beschneiden, daß es so vil sey, alß hette er es gleich gar hinweggeschniten. Dan, so er es gar hinweg schneiden thete, wurde er seinen samen nit außbreiten unnd keine nachkömling erzeügen könen, und Nota benemüeste Gott einen anderen erschaffen, der mit hilff der Eva das menschliche geschlecht mährete. Hier ist augenscheinlich zusehen, wie der teüfflische prophet Machomet die seinigen mit närrischen fablen underweist unnd betriegt etc.","ner_sample":{"text":"Weilen der Türckhen glauben oder alcoran voller falschheit unnd lügen ist, also haben sye solches in ihrer beschneidung; auch in deme sye vermelden, alß Adam in dem paradeiß ganz nackhend ohne rockh herumb gienge, unnd alß er sich allenthalben an dem nackhenden leib beschauet unnd sich ob der göttlichen weißheit an seinem leib verwundert, wie das alle glider so ordenlich proportioniert, unnd alß er sein manlich glied der geilheit warnamme unnd deßen arth woll verstunde, ist er in solche sorg unnd angst gerathen, das er sich gefürcht, diß glid möcht ihme mitler zeit zuschanden machen, das er sich villeicht mit muethwillen möcht vergreiffen, da habe er sich gleich entschloßen, solches glid von dem leib ganz hinwegzuschneiden unnd künftiger schmach oder schand vorzukommen. 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Dan sie sprechen: Ich glaub, das Gott Gott sey unnd Machomet sein prophet unnd apostel seye. Darmit wirdt er ein Mußerman, ein kind unnd erb des ewigen lebens (wan ihn anderst der teüffel nit haben will). Alßdan gehn die freünd unndt nachtbaren zu des kindts hauß, alda ihnen ein köstliche mahlzeit gehalten wird.","ner_sample":{"text":"Sye beschneiden die knäblein nit am achten tag wie die Iuden, sonderen sonder im 5., 6., unnd 7en iahr. Diß pflegt ein balbierer zuverichten. Eß werden auch mehrentheil zwen oder drey miteinander beschnidten. Man beklaidt die knäblein, so ein wenig reich, in lauter gold oder silber stuckh, sezt sye auf wollgeschmuckhte pferd. Sye reiten auch zu ihren freinden auf den gaßen herumb, empfangen von den selben guete verehrungen. Darnach reiten sye in den tempel, daß der knab darselbst sein bekhandtnus thue. Dan sie sprechen: Ich glaub, das Gott Gott sey unnd Machomet sein prophet unnd apostel seye. 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Im Vordergrund ist ein Elephant mit bewaffneten Soldaten in einer Art Sattel zu sehen, im Hintergrund zwei antike, tempelähnliche Bauwerke sowie ein Kamel und ein weiterer Elephant. unnd ist auf kein gewiße zeit des iahres angestelt, sonderen, so sye diß iahr im Ianuarium, volgt sye daß andere im Februarium unndt also forth forth unnd wehret 30 tag. Sye fasten den ganzen tag, eßen oder trinckhen nichts, biß die stern am himmel sich sehen laßen. Alßdan praßen unnd schlemmen sye die ganze nacht durch und durch, biß die stern wider an dem himmel erlöschen. Unnd sye leben nie herlicher alß in der fasten, gehn fleißig in die kirchen, geben auch almußen, da ist alßdan ein ieder schalckh from. Die alten weiber, kinder unnd kranckhe seind nicht verbunden zu fasten.","ner_sample":{"text":"Ihr fasten wirdt genandt Ramezan Thürn, so in der türckhischen fasten mit den amplen umbhenckht werden. Auf dem Bild sind zwei gegenüberliegende Moscheen zu sehen. Zwischen ihren Minaretten ist ein mit Lampen behängtes Seil angebracht. Dahinter sind Häuser dargestellt. Im Vordergrund ist ein Elephant mit bewaffneten Soldaten in einer Art Sattel zu sehen, im Hintergrund zwei antike, tempelähnliche Bauwerke sowie ein Kamel und ein weiterer Elephant. unnd ist auf kein gewiße zeit des iahres angestelt, sonderen, so sye diß iahr im Ianuarium, volgt sye daß andere im Februarium unndt also forth forth unnd wehret 30 tag. Sye fasten den ganzen tag, eßen oder trinckhen nichts, biß die stern am himmel sich sehen laßen. Alßdan praßen unnd schlemmen sye die ganze nacht durch und durch, biß die stern wider an dem himmel erlöschen. Unnd sye leben nie herlicher alß in der fasten, gehn fleißig in die kirchen, geben auch almußen, da ist alßdan ein ieder schalckh from. 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Ein andere instrument, einer reiter gleich, brauchen sye, auch die mit pergament überzogen, darin breite meßing spangen unnd sehr laut klampert.","ner_sample":{"text":"Die weiber sizen allein unnd haben ihr besondere music, in ieder handt 2 hölzlein, solche regieren sie mit schnellem greiffen und kläperen, gauckhlen mit denselben mit außgestregten armen herumb; ihrer zwo oder drey drethen also gegen einander mit üpiger, leichtfertiger bewegung des leibs, singen underschidliche, unzüchtige hurren lieder darein. 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Dißes gibt ein wunderlichen schein von sich unnd alß wir solches wargenommen, ist unß die ganze statt unnd revier herumb nichts anderst alß wie ein lauter feuer oder sternen fürkomben. Sie pflegen auch in der fasten zu der nacht den armen leüthen etwas mitzutheilen, wie auch den hundten, daran vil 1.000 in Constantinopel, unnd keine herren haben, sonderen sich auf den bläzen unnd gaßen heiffig hin unnd wider aufhalten. Unnd sye haltens für ein große sünd, wan einer ein hund schlagt oder ein wenig stöst, wil geschweigen gar erschlägt, unnd pflegen die vornemben herren unnd gemeinen Türckhen den ligenden hunden auf den gaßen ehender außzuweichen dan einem Christen. Die geben in ihrer fasten dißen hunden fleisch, brot, reiß unnd andere speißen, vermeinen mit dißen almußen Godt dardurch ein groß wollgefahlen zumachen unnd wan die hund einander beißen, lauffen sye hinzu und wehren ab.","ner_sample":{"text":"Solcher lampen seind etwan auf einem vornemben thurn bey 200 aufgehenckht unnd seind mehr dan 1.000 meschgit oder tempel in Constantinopel, unnd auf iedem etlich solcher brennenden lampen. Dißes gibt ein wunderlichen schein von sich unnd alß wir solches wargenommen, ist unß die ganze statt unnd revier herumb nichts anderst alß wie ein lauter feuer oder sternen fürkomben. Sie pflegen auch in der fasten zu der nacht den armen leüthen etwas mitzutheilen, wie auch den hundten, daran vil 1.000 in Constantinopel, unnd keine herren haben, sonderen sich auf den bläzen unnd gaßen heiffig hin unnd wider aufhalten. 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Denen werffen die Türckhen, so auf dem blaz vorhanden, etliche brockhen fleisch oder gebratne leber, für die man ein kleinen spißlein herumb trägt. Diß wirdt bey ihnen für ein überauß groß almußen geacht unnd empfangen die hund unnd kazen also solches mit höchster begird aber schlechten danckhsagung.","ner_sample":{"text":"Zu dißem geben sye den kazen auch almußen, dan bey dem stifft sultan Mehemet Ieni pflegen alweg umb vesperzeit 50 oder 60 elender kazen zusammen zukommen. Denen werffen die Türckhen, so auf dem blaz vorhanden, etliche brockhen fleisch oder gebratne leber, für die man ein kleinen spißlein herumb trägt. 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Mit einem wort, sye seind rechte glaißner unnd thun alles nach dem eüßerlichen schein etc.","ner_sample":{"text":"Mancher kaufft ein vögellein auß einem vogelhaüßl oder käffig, last es darnach fliegen, vermeinend, er habe Gott dardurch ein sonderbaren dienst erzeigt, weilen er einen gefangenen loßgelaßen. Solche unnd dergleichen narren glauben seind bei ihnen hochgeacht, in dem sye ein klein vögellein loßlaßen und hergegen vil 1.000 Christen in strenger dienstbarkheit unnd rauher gefänckhnus halten. 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Unndt weis der anhalter im ubrigen nicht wie sye weiters formiert ist, unnd thuet also mancher ein blinden kauff, in dem er waß schönes zubekommen verlangt unnd hernach mit einer schandlichen weitmaulenden schlampen außgezahlt wirdt.","ner_sample":{"text":"Wan ein lediger gesehl eine iunckhfrau heürathen will, halth er bey dero vadter umb die tochter ahn, unangesehn er die begehrte iunckhfrau im angesicht nie mahlen gesehen hat, oder, so er sye gesehen, ist solches gleichsamb in einem augenbläckh geschehen, dan sye tragen schwarze, durchscheinende härner diechlein, oder das angesicht ist mit einem weißen schlayer verdegt, das man ihrer weiter nichts alß die augen sehen kan. 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Die seind mehrentheils von lauter goldt oder silberstuckh, atlas, samet unnd daffet. Wan nun alle zugleich gegenwertig, pflegt der breitigamb erstlich, so es ein vornembe hochzeit, 30 oder 40 eßel in der braut behaußung abzufertigen, ihren haußrath, sonderlich die klaider unnd andere zur hoffart dienende sachen Ein vornembe Türckhin in ihrem hauß sizendt. Im Vordergrund ist eine auf einem Teppich sitzende Frauenfigur, im Hintergrund sind verzierte Fenster zu sehen. Ein türckhische iunckhfrau etc. Im Bildvordergrund befindet sich eine Frauenfigur, links im Hintergrund eine Windmühle, rechts ist eine Häusergruppe zu sehen. darauf zuladen. Die eßel seind mit halßbanden unnd vilen schellen gezihrt, damit es ein groß geschell auf der gaßen gebe, in meinung, dem bedtel ein ansehen zumachen, so man die sachen köndte auf 5 oder 6 eßel führen, brauchen sye 20 oder mehr, darumb müeßen die eßel der reichtumb ein groß ansehen machen unnd das werckh helffen zieren. Eß wirdt auch der braut unnd ihren versambleten gästen unnd freünden durch etliche iunge knaben von des breitigambs behaußung vil confect unnd schöne, von weißem wachs gemachte schaueßen vorgetragen, darzu ist auch zuvor in der braut hauß vil confect unnd schleckhbißel zuegericht. Da sezen sich die weiber in ein absonderlich gemach mit geschrenckhten füeßen auf den schenen, aufgebreiten tebich zusammen unnd eßen von dem ihnen aufgesezten confect. da In deme sye sich nun ersetiget, faßen sye von dem überblibnen die fazenet oder diechel wol an unnd tragens mit sich hinweg. Solcher 2brauch ist auch sehr gemein bey den hochzeiten in Österreich, sonderlich auch bey den weiberen; in deme sye sich mit eßen unnd trinckhen genug angefühlt, schickhen sye von underschidlichen speißen große däller unnd fazenetl wol nach hauß, daß ihren zwen genug daran zu eßen hetten. 2 Ob nun dißer brauch von den Österreicheren hinein oder von den türckhischen weibern herauß komen sey, weiß ich nicht, sonderen laß es darbei beruehen. Allein kan ich erachten, das solches vilmehr ein baürischer alß adellicher brauch seye unnd denen östrichen 2weiberen, die sonsten gar höfflich unnd bescheiden wollen sein, übel ansteht.2","ner_sample":{"text":"So die tochter dem breitigamb oder werber zusagt, alßdan wirdt die hochzeit ernandt unnd angestehlt, da versamblet sich beederseits die freündschafft, man und weib, alles zu pferdt. 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Die andere weiber, so ein Türckh über eine nimbt, alß 3, 4, 5, oder mehr, braucht er kein ceremoni unnd müeßen dem rechten weib, so er offentlich geheürath, underthenig sein, dan der man die anderen (wan sein recht weib etwan nicht recht gesund oder sonsten ein mangel hat) zubrauchen pflegt.","ner_sample":{"text":"Unnd waß die ehescheidung belangt, wan er sye ein lange zeit gehabt und sye ihm mißfählt, laßt er sich durch den stadtrichter oder cadi, so die macht haben, scheiden, welches doch ohne große wichtige ursach nicht geschicht; dan nimbt das geschieden weib ihren zugebrachten schmuckh unnd kleinodien, der man aber mueß sein gelt hinden laßen, damit er die kleider und kleinot von seinem schwäher erkaufft hat. So sye dan in wehrender ehe haben kinder gezeügt, behält der man die knäblein, das weib aber die töchterlein. 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