{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/66578/?format=json","ner_text":"GEgenwärtig allda vor und auffgeführte ledige Manns Person / Nahmens Michael Rabenbauer / 21. Jahr alt / zu Rumesfeld in Bayrn gebürtig / und Catholischer Religion / hat in dem mit seiner Persohn vorgenommenen güttigen Examen bekennt und außgesagt / wie daß / nachdeme er vor 6. Wochen anhero nacher Wienn kommen / bald hierauff bey einem gewissen Bräumeister in Arbeith eingestanden / umb weilen er aber von dem Ober Knecht allda zur Arbeit hart angestrengt worden / hätte er Rabenbauer auf solchen derentwillen ein heimbliche Passion gefast / welche durch 14. Tag lang bey ihme in so weith zugenommen / daß er endlichen 4. Tag vor begangener Mordthat bey sich entschlossen solchen Ober Knecht / theils wegen starcker Anhaltung zur Arbeit / theils aber weilen er gewust / daß solcher einiges Geld von besagt seinem Bräumeister den Tag vorhero empfangen habe / umbzubringen; massen er Rabenbauer dann auch zu solchem Ende von einem Bräu Knecht ein Messer zu leichen genommen / und solches scharff geschliffen / anbey aber ungeacht solch seines bösen Vorhabens gegen offtgemelten Ober Knecht nicht allein den geringsten Widerwillen nicht spühren lassen / sondern der äusserlichen Vorstellung nach demselben jederzeit alle Freundlichkeit erzeigt / damit er Rabenbauer aber solch bey sich entschlossen böses Vorhaben an disem Ober Knecht umb so unvermerckend bewerckstelligen könte / nechstvergangenen Sontag / da der Gottes Dienst bald hierauff angefangen / und die Leuth sich in die Kirchen verfüget / zu selbem vermeldt / daß sich auff einem Boden ein Trücherl befindete / was aber hierinnen wäre / ihme Rabenbauer unbewust seye / und indeme nun vorgedachter Ober Knecht hierauff entgegen gesetzt / daß er Rabenbauer ihme solches zeigen solte / hätte er denselben auff einen Boden / worunter sich eine Wagners Werckstatt befindet / mit ihme zu gehen begehrt / auch sodann solcher voran gegangen / und die Boden Thüren auffgesperrt / er Rabenbauer aber mit denen vorhero zu sich genommenen 2. Messern / worunter auch das geschliffene ware / disem Ober Knecht alsogleich nachgefolgt / und als sie beede auff dem Boden waren / habe er Rabenbauer zu demselbigen vermeldt / daß sothanes Trücherl zwischen einigen dasigen Tach Gespörren / und denen hierangezogenen Laden befindlich wäre / und allda hinein schauen solte / und weilen es hinter solchen Laden sehr staubig / als solle selbiger vorhero seinen anhabend und mit Silber verbrämten Brust Fleck außziehen / allermassen der Ober Knecht dann auch solchen Brustfleck / sambt dem Hosentrager von sich abgelegt / und damit ihme Rabenbauer seine vorgehabte böse lntention zu Ermordung des Ober Knechts desto behänder von statten gehete / sein angehabtes Cammisoll zugleich aufgezogen / und als nun offtgemeldter Ober Knecht umb das ihme fälschlich vorgesagte Trücherl zu sehen sich mit dem obern Leib über solchen Anzug der Laden hinein gehalten / hat er Rabenbauer mit einem hierzu in Bereitschafft gehabten Messer demselben alsobalden einen Stich in die lincke Seithen beygebracht / auch ehe und bevor der schon verwundte Ober Knecht sich","ner_sample":{"text":"GEgenwärtig allda vor und auffgeführte ledige Manns Person / Nahmens Michael Rabenbauer / 21. Jahr alt / zu Rumesfeld in Bayrn gebürtig / und Catholischer Religion / hat in dem mit seiner Persohn vorgenommenen güttigen Examen bekennt und außgesagt / wie daß / nachdeme er vor 6. Wochen anhero nacher Wienn kommen / bald hierauff bey einem gewissen Bräumeister in Arbeith eingestanden / umb weilen er aber von dem Ober Knecht allda zur Arbeit hart angestrengt worden / hätte er Rabenbauer auf solchen derentwillen ein heimbliche Passion gefast / welche durch 14. Tag lang bey ihme in so weith zugenommen / daß er endlichen 4. Tag vor begangener Mordthat bey sich entschlossen solchen Ober Knecht / theils wegen starcker Anhaltung zur Arbeit / theils aber weilen er gewust / daß solcher einiges Geld von besagt seinem Bräumeister den Tag vorhero empfangen habe / umbzubringen; massen er Rabenbauer dann auch zu solchem Ende von einem Bräu Knecht ein Messer zu leichen genommen / und solches scharff geschliffen / anbey aber ungeacht solch seines bösen Vorhabens gegen offtgemelten Ober Knecht nicht allein den geringsten Widerwillen nicht spühren lassen / sondern der äusserlichen Vorstellung nach demselben jederzeit alle Freundlichkeit erzeigt / damit er Rabenbauer aber solch bey sich entschlossen böses Vorhaben an disem Ober Knecht umb so unvermerckend bewerckstelligen könte / nechstvergangenen Sontag / da der Gottes Dienst bald hierauff angefangen / und die Leuth sich in die Kirchen verfüget / zu selbem vermeldt / daß sich auff einem Boden ein Trücherl befindete / was aber hierinnen wäre / ihme Rabenbauer unbewust seye / und indeme nun vorgedachter Ober Knecht hierauff entgegen gesetzt / daß er Rabenbauer ihme solches zeigen solte / hätte er denselben auff einen Boden / worunter sich eine Wagners Werckstatt befindet / mit ihme zu gehen begehrt / auch sodann solcher voran gegangen / und die Boden Thüren auffgesperrt / er Rabenbauer aber mit denen vorhero zu sich genommenen 2. Messern / worunter auch das geschliffene ware / disem Ober Knecht alsogleich nachgefolgt / und als sie beede auff dem Boden waren / habe er Rabenbauer zu demselbigen vermeldt / daß sothanes Trücherl zwischen einigen dasigen Tach Gespörren / und denen hierangezogenen Laden befindlich wäre / und allda hinein schauen solte / und weilen es hinter solchen Laden sehr staubig / als solle selbiger vorhero seinen anhabend und mit Silber verbrämten Brust Fleck außziehen / allermassen der Ober Knecht dann auch solchen Brustfleck / sambt dem Hosentrager von sich abgelegt / und damit ihme Rabenbauer seine vorgehabte böse lntention zu Ermordung des Ober Knechts desto behänder von statten gehete / sein angehabtes Cammisoll zugleich aufgezogen / und als nun offtgemeldter Ober Knecht umb das ihme fälschlich vorgesagte Trücherl zu sehen sich mit dem obern Leib über solchen Anzug der Laden hinein gehalten / hat er Rabenbauer mit einem hierzu in Bereitschafft gehabten Messer demselben alsobalden einen Stich in die lincke Seithen beygebracht / auch ehe und bevor der schon verwundte Ober Knecht sich","entities":[[69,87,"PER"],[108,117,"LOC"],[121,126,"LOC"],[300,305,"LOC"],[477,487,"PER"],[885,895,"PER"],[1255,1265,"PER"],[1604,1614,"PER"],[1706,1716,"PER"],[1936,1946,"PER"],[2132,2142,"PER"],[2575,2585,"PER"],[2901,2911,"PER"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"PER,LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/12/?format=json"}