{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/66519/?format=json","ner_text":"Zu Braunau waren ungefähr 3000. Mann / sowohl abgedanckte / als aufgerissene Soldaten und Bauern / welche in dem Entschluß stunden / sich auff das äusserste zu wehren / umb einen guten Accord zu erhalten; aber der Herr Baron von Ocfort / welchen sie gezwungen hatten / ihre Parthey anzunehmen / umb sie zu commandiren / stellete ihnen listiger Weise vor / es seye nöthig / daß man auß der Vestung dem Feind entgegen gehe / sowohl umb ihme vorzukommen / damit er sich der vortheiligen Posten nicht bemächtigte / als umb ihn von der Vestung abzuhalten. Also ist er mit der gantzen Besatzung außgezogen / ausser 120. die in der Stadt die Thöre zu bewahren geblieben seynd. Er versicherte sie / dem Ansehen nach / gantz ernstlich / es habe kein Noth / und seye der Feind nicht zu förchten; Jm fall aber / daß er zu starck wäre / so könten sie alle zeit wider zuruck in die Stadt weichen / nach ihrem selbst eigenen Belieben. Nach solchem hat er sie auff drey Posten zertheilet / und ihnen weiß gemacht / anjetzo wolle er den Feind außkundschafften / ist aber zuruck in Braunau / wo er die Thore hat schliessen lassen / wie allmählich und unter der Hand mit denen Burgern die Sach angesponnen / und beschlossen hatte. Gleich darauff hat er den Herrn General von Kriechbaum seinen angestellten Streich wissen lassen / und wie daß Se. Excell. bey dero Ankunfft die Thore würden offen finden. Bald aber nach dem Herrn Baron Ocfort / sind die Rebellen wieder vor die Vestung kommen / umb hinein gelassen zu werden / mit grosser Bedrohung; da aber sie vernommen / daß Herr Gen. von Kriechbaum mit seinen Trouppen anmarschirte / haben sie sich betrogen befunden / und so zertheilet / daß man nicht hat wissen können wo sie hinkommen sind / ausser denen Bauren / die sich wieder in ihre Häuser begeben.","ner_sample":{"text":"Zu Braunau waren ungefähr 3000. Mann / sowohl abgedanckte / als aufgerissene Soldaten und Bauern / welche in dem Entschluß stunden / sich auff das äusserste zu wehren / umb einen guten Accord zu erhalten; aber der Herr Baron von Ocfort / welchen sie gezwungen hatten / ihre Parthey anzunehmen / umb sie zu commandiren / stellete ihnen listiger Weise vor / es seye nöthig / daß man auß der Vestung dem Feind entgegen gehe / sowohl umb ihme vorzukommen / damit er sich der vortheiligen Posten nicht bemächtigte / als umb ihn von der Vestung abzuhalten. Also ist er mit der gantzen Besatzung außgezogen / ausser 120. die in der Stadt die Thöre zu bewahren geblieben seynd. Er versicherte sie / dem Ansehen nach / gantz ernstlich / es habe kein Noth / und seye der Feind nicht zu förchten; Jm fall aber / daß er zu starck wäre / so könten sie alle zeit wider zuruck in die Stadt weichen / nach ihrem selbst eigenen Belieben. Nach solchem hat er sie auff drey Posten zertheilet / und ihnen weiß gemacht / anjetzo wolle er den Feind außkundschafften / ist aber zuruck in Braunau / wo er die Thore hat schliessen lassen / wie allmählich und unter der Hand mit denen Burgern die Sach angesponnen / und beschlossen hatte. Gleich darauff hat er den Herrn General von Kriechbaum seinen angestellten Streich wissen lassen / und wie daß Se. Excell. bey dero Ankunfft die Thore würden offen finden. Bald aber nach dem Herrn Baron Ocfort / sind die Rebellen wieder vor die Vestung kommen / umb hinein gelassen zu werden / mit grosser Bedrohung; da aber sie vernommen / daß Herr Gen. von Kriechbaum mit seinen Trouppen anmarschirte / haben sie sich betrogen befunden / und so zertheilet / daß man nicht hat wissen können wo sie hinkommen sind / ausser denen Bauren / die sich wieder in ihre Häuser begeben.","entities":[[3,10,"LOC"],[219,235,"PER"],[1065,1072,"LOC"],[1253,1267,"PER"],[1410,1422,"PER"],[1568,1582,"PER"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC,PER","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/12/?format=json"}