{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65918/?format=json","ner_text":"Wan aber ein Türckh im willens eine zukauffen, besicht er die wahr mit ganzem fleiß an allen gliedtmaßen unnd vil mehrers, alß man bey unß ein pferdt, so man kauffen will, besichtiget. Erstlich schaut er an die händt, 2. die zänd, 3. die arm, 4. die brüst unnd halß. So er an dißen orthen keinen mangel sicht, beschaut er ihnen die schenckhel, die müeßen die weibsbilder biß über die knie oder weiter biß an bauch hinauf entblößen. Darüber sye sich, die arme weibsbilder, sehr kläglich unnd schämig erzaigen. Nach dem nun der kauffer alles woll besichtiget unnd den leib allenthalben woll beschaut und kein mangel daran findt, macht er erst den kauff. Auf erzehlte volle manier machts ein ieder also, der eine kauffen will, unnd werden täglich sehr vil verkaufft. Der solchen kläglichen spectacel zusicht, gehet es einem billig zu herzen. In deme sye unnß etlich alß Christen erkhandt, kläglich angeschaut unnd darüber herzilch gesäuffzet. Die verkauffer seind auch schuldig bey ihrem ayd zusagen, wan sye ein mädel verkauffen, ob sye noch ein iunckhfrau oder nicht. Dan ehe man sye dahin auf den plaz zuverkauffen bringt, werden sye vorhero durch gewiße leuth beschaut. Aber leider, Gott erbarms, wenig oder gar keine werden über 12 oder 13 iahr gefunden, die nit von den Tartaren oder Türckhen ihrer unwiderbringlichen, edlen iunckhfrauschafft seind beraubt worden. Under dißen weibspersohnen bleiben ihrer vil bey dem christlichen glauben unnd religion beständig, dahero sye auch darumb desto übler gehalten werden. Vil werden auch abtrunnig, damit sye ihrer frauen, bey denen sye dienen, huld unnd gunst erlangen. Andere, die des wollusts empfinden, ergeben sich dem muethwillen unnd fleischlichen wollüsten wider die natur unnd nach der natur etc.","ner_sample":{"text":"Wan aber ein Türckh im willens eine zukauffen, besicht er die wahr mit ganzem fleiß an allen gliedtmaßen unnd vil mehrers, alß man bey unß ein pferdt, so man kauffen will, besichtiget. Erstlich schaut er an die händt, 2. die zänd, 3. die arm, 4. die brüst unnd halß. So er an dißen orthen keinen mangel sicht, beschaut er ihnen die schenckhel, die müeßen die weibsbilder biß über die knie oder weiter biß an bauch hinauf entblößen. Darüber sye sich, die arme weibsbilder, sehr kläglich unnd schämig erzaigen. Nach dem nun der kauffer alles woll besichtiget unnd den leib allenthalben woll beschaut und kein mangel daran findt, macht er erst den kauff. Auf erzehlte volle manier machts ein ieder also, der eine kauffen will, unnd werden täglich sehr vil verkaufft. Der solchen kläglichen spectacel zusicht, gehet es einem billig zu herzen. In deme sye unnß etlich alß Christen erkhandt, kläglich angeschaut unnd darüber herzilch gesäuffzet. Die verkauffer seind auch schuldig bey ihrem ayd zusagen, wan sye ein mädel verkauffen, ob sye noch ein iunckhfrau oder nicht. Dan ehe man sye dahin auf den plaz zuverkauffen bringt, werden sye vorhero durch gewiße leuth beschaut. Aber leider, Gott erbarms, wenig oder gar keine werden über 12 oder 13 iahr gefunden, die nit von den Tartaren oder Türckhen ihrer unwiderbringlichen, edlen iunckhfrauschafft seind beraubt worden. Under dißen weibspersohnen bleiben ihrer vil bey dem christlichen glauben unnd religion beständig, dahero sye auch darumb desto übler gehalten werden. Vil werden auch abtrunnig, damit sye ihrer frauen, bey denen sye dienen, huld unnd gunst erlangen. Andere, die des wollusts empfinden, ergeben sich dem muethwillen unnd fleischlichen wollüsten wider die natur unnd nach der natur etc.","entities":[]},"ner_ent_exist":false,"ner_ent_type":null,"ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"}