{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65831/?format=json","ner_text":"Weilen diß sein erster außrit, versambleten unß unser etlich mit unseren ianitscharen einen an ein orth, da der kayßer fürüber reiten müeste. Da ware auch schon ein große menge volckhs, die alle denselben zu sehen verlangten. Erstlich kame ein große menge der ianitscharen par und par weiß außgetheilt, alßdan reiten bey 50 wollmundierte spahy oder reißige, nach dißen die zauschen, fenderich und stalmeister bey 200 mit großen weißen bünden. Die haben allzumahl faustkolben von eißen und silber geführt, dißen volgten etlich zeschnihir oder truckhsäßen, die vor dem zausch bassa hergehn. Hernach ist großer gravitet geriten der zausch bassa, dem volgten vil haubtleüth der ianitscharen undt spahy. Nach dißen etlich ianitscharen, so dem ianitschar aga vor und nachgehn. Alßdan kamen etliche stumen, schwarz und weiß, die mit underschidlichen zeichen ihre meinung und intent könen offenbaren. Und ist solche sprach, weilen sye stil zugehet, bey dem türckhischen hoff sehr breüchlich. Denen volgten vil verschnitne mohren, die dem kayßer oder auch seinem frauenzimmer aufwarten. Denen nach volgten bey 20 kleine zwergel. Alßdan bracht man 9 oder 10 außerleßne pferdt, reit oder des kayßers handtpferdt. Deren zaum war mit köstlichen spangen von silber, goldt und edelgesteinen versezt. Die sätel ebenfahls orniert, die schiapren, so uber die sätel gedeckht, waren so schwer undt reichlich mit lauter berel, goldt und edelgestein gestickht, dan man die materi oder grundt nit sehnen kan und die roß daran zutragen haben; unnd dem, so es niemahlen gesehen, selzam firkombt. Und wie ich vernommen, soll ein solches pferdt sambt seinem angehörigen ornat auf ein thona goldt geschazt werden. Demnach kamen widerumb vil vornembe bassa, denen giengen nach vil solaki, des kayßers trabanten, an der zahl bey 300. Ein ieder trägt in der handt ein bogen und an dem girtel etlich pfeil. Sie haben seidene leibröckh an, auf dem halben theil under dem gürtel offen, darunder ein weiß durchscheinend hemmet. Mit dißen gehn auch vermischt die laggeyen des kayßers, die silberne, vergülte kapen aufhaben. Die können also schnel laufen, das sye in zweyen tagen weiter kommen alß einer in 3 tagen reiten kan. Deren seind bey 40 und stets bey dem sultan, damit, wan etwas fürfühle, sye post ohne verzug außrichten. In den kleideren seind sie den andren nit gar ungleich und wie die satellides vorzeiten aufgezogen etc.","ner_sample":{"text":"Weilen diß sein erster außrit, versambleten unß unser etlich mit unseren ianitscharen einen an ein orth, da der kayßer fürüber reiten müeste. Da ware auch schon ein große menge volckhs, die alle denselben zu sehen verlangten. Erstlich kame ein große menge der ianitscharen par und par weiß außgetheilt, alßdan reiten bey 50 wollmundierte spahy oder reißige, nach dißen die zauschen, fenderich und stalmeister bey 200 mit großen weißen bünden. Die haben allzumahl faustkolben von eißen und silber geführt, dißen volgten etlich zeschnihir oder truckhsäßen, die vor dem zausch bassa hergehn. Hernach ist großer gravitet geriten der zausch bassa, dem volgten vil haubtleüth der ianitscharen undt spahy. Nach dißen etlich ianitscharen, so dem ianitschar aga vor und nachgehn. Alßdan kamen etliche stumen, schwarz und weiß, die mit underschidlichen zeichen ihre meinung und intent könen offenbaren. Und ist solche sprach, weilen sye stil zugehet, bey dem türckhischen hoff sehr breüchlich. Denen volgten vil verschnitne mohren, die dem kayßer oder auch seinem frauenzimmer aufwarten. Denen nach volgten bey 20 kleine zwergel. Alßdan bracht man 9 oder 10 außerleßne pferdt, reit oder des kayßers handtpferdt. Deren zaum war mit köstlichen spangen von silber, goldt und edelgesteinen versezt. Die sätel ebenfahls orniert, die schiapren, so uber die sätel gedeckht, waren so schwer undt reichlich mit lauter berel, goldt und edelgestein gestickht, dan man die materi oder grundt nit sehnen kan und die roß daran zutragen haben; unnd dem, so es niemahlen gesehen, selzam firkombt. Und wie ich vernommen, soll ein solches pferdt sambt seinem angehörigen ornat auf ein thona goldt geschazt werden. Demnach kamen widerumb vil vornembe bassa, denen giengen nach vil solaki, des kayßers trabanten, an der zahl bey 300. Ein ieder trägt in der handt ein bogen und an dem girtel etlich pfeil. Sie haben seidene leibröckh an, auf dem halben theil under dem gürtel offen, darunder ein weiß durchscheinend hemmet. Mit dißen gehn auch vermischt die laggeyen des kayßers, die silberne, vergülte kapen aufhaben. Die können also schnel laufen, das sye in zweyen tagen weiter kommen alß einer in 3 tagen reiten kan. 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