{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65726/?format=json","ner_text":"Hier haben wir auch gesehen die selzame trachten der bulgarischen weib und mans persohnen. Waß iunckhfrauen seind, haben vil pfaben fedren, runde spiegel und ander sachen haben sye auf dem kopff. Auch ein grosen buschen roßhar, so schen aufgethailt und subtil in etlich underschidliche kleine zepfflein geflochten, das hängt über den ruckhen herunder biß auf die waden, daran hanckhen gelbe raitpfening, underschidlich geferbt, glaß spiegelscherben und andere scheinende sachen für ein zier daran haben, ob es schon schlecht ist. An den ohren, vornen auf den brüsten oder umb den halß und auf der scheitel haben sie allerlei meßing, auch was ein wenig etwas vornembs, silberne geltsorten dickh aufeinander herunder hangen. Darmit brangen sie und will ein iede ihr reichtumb sehen laßen. Die weiber tragen langleinwole diecher uber den kopff, auch mit solchen geltsorten und armband, aber nit so reichlich wie die iunckhfrauen gezieret. Sie haben schier nichts am leib alß ein leinwat grob hemmet oder rockh, das ist mit underschidlichen farben reichlich außgemacht. Das halten sye auch für ein große zierdt. Die mann und bißweilen die weiber tragen grobe graue oder weiße zottente klayder. Diße iunckhfrauen seind auch etlich überdiemaßen schön von leibsgestalt und betragen sich in eßen und trinckhen ellendiglich. Und werden under dißen noch etliche gefunden, die auß den vornembsten griechischen stammen herrühren und auch von königlichen geschlechteren herkomen. Diße werden dan einem groben bauren dölpel verheürath. Da sye doch von leibsgestalt so schön und zart, das ich mich ser darob verwundert.","ner_sample":{"text":"Hier haben wir auch gesehen die selzame trachten der bulgarischen weib und mans persohnen. Waß iunckhfrauen seind, haben vil pfaben fedren, runde spiegel und ander sachen haben sye auf dem kopff. Auch ein grosen buschen roßhar, so schen aufgethailt und subtil in etlich underschidliche kleine zepfflein geflochten, das hängt über den ruckhen herunder biß auf die waden, daran hanckhen gelbe raitpfening, underschidlich geferbt, glaß spiegelscherben und andere scheinende sachen für ein zier daran haben, ob es schon schlecht ist. An den ohren, vornen auf den brüsten oder umb den halß und auf der scheitel haben sie allerlei meßing, auch was ein wenig etwas vornembs, silberne geltsorten dickh aufeinander herunder hangen. Darmit brangen sie und will ein iede ihr reichtumb sehen laßen. Die weiber tragen langleinwole diecher uber den kopff, auch mit solchen geltsorten und armband, aber nit so reichlich wie die iunckhfrauen gezieret. Sie haben schier nichts am leib alß ein leinwat grob hemmet oder rockh, das ist mit underschidlichen farben reichlich außgemacht. Das halten sye auch für ein große zierdt. Die mann und bißweilen die weiber tragen grobe graue oder weiße zottente klayder. Diße iunckhfrauen seind auch etlich überdiemaßen schön von leibsgestalt und betragen sich in eßen und trinckhen ellendiglich. Und werden under dißen noch etliche gefunden, die auß den vornembsten griechischen stammen herrühren und auch von königlichen geschlechteren herkomen. Diße werden dan einem groben bauren dölpel verheürath. Da sye doch von leibsgestalt so schön und zart, das ich mich ser darob verwundert.","entities":[[0,4,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/?format=json"}