{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/65685/","ner_text":"Sichciar Den 25. Ianuarii marschierten wir starckh forth. Kamen in ein stätl, Sichciar genandt. Die gelegenheit darumb ist uberdiemaßen schön und fruchtbar und mit lauter baum gärten umbgeben. Wirdt mehrentheil von Türckhen bewohnet und war diß die erste carabansarai, hann oder offentliche herberg, so wir angetroffen; und hinfiro in iedem vornemben orth oder moschkea solche offne herbergen, doch eine stadtlicher alß die andere gebaut, anzutreffen sein. Darin kheret ein ieder frembtling, er sey zu roß oder fueß, dan es gibt keine wirzheüßer in Türckhey wie in Teutschlandt. Diße herbergen seindt lähr. Darin kein wirth ist, der den gästen, wie bey unß breüchig, etwas zu eßen oder trinckhen gibt. Der gast findt weiters nichts, alß daß er von dem regen und windt verwahret ist. Darumb führet vast ein ieder reißiger sein madrazen und deckh mit sich. Hey und gersten findt einer umb ein billichen pfening zu kauffen. Wil er darinnen selbst kochen, so seind in der herberg camin genug alda, kan einer die rohen speißen kochen und sich, so es kalt ist, zumahl darbey währmen. Holz findt einer genug, aber das umb 2 asper, dan man wägt das holz nach dem pfund wie bey unß das fleisch. Käßel und schißel führet vast ein ieder raißiger mit sich, zum theil auch proviant, weilen man in vilen dörfferen so gar umb das gelt nichts bekhommen khan. Solche carabansarai seind auch ordentlich nach den tag reißen außgetheilt, daß ein reißender alle abent ein solche herberg erreichen kan. Inwendig an allen seiten an den wänden herumb ist ein gemeür eines halben manß hoch, ungefehr 2 schriet brait, darauf auch die camin nach einander herumb, darauf ist und ligt der gast. In der miten stehen die pferdt und wägen. Die haben weder baren noch stroh, freßen das hey von der erden. Die gersten füetert man an stat des habernen; die freßen sye auß einem sackhel, darister genant, daß man ihnen an den kopff hängt etc.","ner_sample":{"text":"Sichciar Den 25. Ianuarii marschierten wir starckh forth. Kamen in ein stätl, Sichciar genandt. Die gelegenheit darumb ist uberdiemaßen schön und fruchtbar und mit lauter baum gärten umbgeben. Wirdt mehrentheil von Türckhen bewohnet und war diß die erste carabansarai, hann oder offentliche herberg, so wir angetroffen; und hinfiro in iedem vornemben orth oder moschkea solche offne herbergen, doch eine stadtlicher alß die andere gebaut, anzutreffen sein. Darin kheret ein ieder frembtling, er sey zu roß oder fueß, dan es gibt keine wirzheüßer in Türckhey wie in Teutschlandt. Diße herbergen seindt lähr. Darin kein wirth ist, der den gästen, wie bey unß breüchig, etwas zu eßen oder trinckhen gibt. Der gast findt weiters nichts, alß daß er von dem regen und windt verwahret ist. Darumb führet vast ein ieder reißiger sein madrazen und deckh mit sich. Hey und gersten findt einer umb ein billichen pfening zu kauffen. Wil er darinnen selbst kochen, so seind in der herberg camin genug alda, kan einer die rohen speißen kochen und sich, so es kalt ist, zumahl darbey währmen. Holz findt einer genug, aber das umb 2 asper, dan man wägt das holz nach dem pfund wie bey unß das fleisch. Käßel und schißel führet vast ein ieder raißiger mit sich, zum theil auch proviant, weilen man in vilen dörfferen so gar umb das gelt nichts bekhommen khan. Solche carabansarai seind auch ordentlich nach den tag reißen außgetheilt, daß ein reißender alle abent ein solche herberg erreichen kan. Inwendig an allen seiten an den wänden herumb ist ein gemeür eines halben manß hoch, ungefehr 2 schriet brait, darauf auch die camin nach einander herumb, darauf ist und ligt der gast. In der miten stehen die pferdt und wägen. Die haben weder baren noch stroh, freßen das hey von der erden. Die gersten füetert man an stat des habernen; die freßen sye auß einem sackhel, darister genant, daß man ihnen an den kopff hängt etc.","entities":[[0,8,"LOC"],[78,86,"LOC"],[549,557,"LOC"],[565,577,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/11/"}