{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/49817/?format=json","ner_text":"Pfaltz: Befinden, daß Trier und Cöln der sachen zuvor genugsamen bericht gehabtt, welches sie nitt, allein waß abgelesen. Und ob wol sie keinen bevelch hieruber, yedoch wollen sie ir bedenckhen doch auch anzeigen. Und weil die ksl. Mt. mandatum poenale sine clausula außgehn lassen, befinden sie dasselb uff den landtfriden gerichtet, da nun uff diesen schlag soltt hinauß gangen werden, müssen erstlich die qualitates ponderirt werden und weg sein, ein spolium geclagt ex interdicto recuperandae possessionis. Achten fur ein solchen weg zurichten, wie fridt und einigkeit erhaltten und uff eins oder deß andern bericht und gegenbericht nitt zugehn. Erstlich die clagen anlangt gegen dem abt, seyen nit zudisputirn, ob sie ursach gehabt, inen abzusetzen oder nitt. Befinden erstlich, ob wol der abt die coadjutorey abgeschlagen, daß er doch pedetentim letzlich eingewilliget und also anfangs nitt vis oder metus vorhanden gewesen. Aber da eß zum schliessen kommen der competentz halben, darin finden sie, daß ettwas mitt gewaltt möcht gegen ime gehandlet worden sein. Der metus sey zubeweisen, erstlich seyen deß abts resignationes furhanden, zu Fulda in dem dhombstifft resignirt, die underthanen selbst deren aidt erlassen, die farnuß und deß stiffts kleinoder hab er geteilett, uff der hochzeitt zum Newenhoff feirlich gewesen, sein abschiedt genommen und also sein guten willen erzeigt. Item der ksl. Mt. die regalia uffgeschrieben, darauß erscheinet, daß Wurzburg wol entschuldigett und billich mitt solchen mandaten uff den landtfriden zuverschonen. So beger der bischoff nur zeügen abzuhören und volgents erkentnuß darüber zuleiden, dieweil dann dieses ehr und glimpff anlangett, sey dem bischoff diß begern nitt abzuschlagen und solche kurtze zeitt gedultt zuhaben, damit er sich nit zubeclagen, dz es übereilett werde. Dann waß vor infamiam uß Wurtzburg geberen werdt, also baldt sine causae cognitione abzustehn, hab man zuerachten. Derwegen so soltt die ksl. Mt. commissarien verordnen, zeügen abzuhören, daß mandat doch inmittelst in sein würden zulassen und Würtzburg soviel zeitt zuvergönnen. Zu dem, da die underthanen müssen abgehört werden, müssen sie weder eim oder dem andern teil verpflichtet werden, weren biß zur abhörung der zeügen inmittelst an die ksl. Mt. zuverweisen.","ner_sample":{"text":"Pfaltz: Befinden, daß Trier und Cöln der sachen zuvor genugsamen bericht gehabtt, welches sie nitt, allein waß abgelesen. Und ob wol sie keinen bevelch hieruber, yedoch wollen sie ir bedenckhen doch auch anzeigen. Und weil die ksl. Mt. mandatum poenale sine clausula außgehn lassen, befinden sie dasselb uff den landtfriden gerichtet, da nun uff diesen schlag soltt hinauß gangen werden, müssen erstlich die qualitates ponderirt werden und weg sein, ein spolium geclagt ex interdicto recuperandae possessionis. Achten fur ein solchen weg zurichten, wie fridt und einigkeit erhaltten und uff eins oder deß andern bericht und gegenbericht nitt zugehn. Erstlich die clagen anlangt gegen dem abt, seyen nit zudisputirn, ob sie ursach gehabt, inen abzusetzen oder nitt. Befinden erstlich, ob wol der abt die coadjutorey abgeschlagen, daß er doch pedetentim letzlich eingewilliget und also anfangs nitt vis oder metus vorhanden gewesen. Aber da eß zum schliessen kommen der competentz halben, darin finden sie, daß ettwas mitt gewaltt möcht gegen ime gehandlet worden sein. Der metus sey zubeweisen, erstlich seyen deß abts resignationes furhanden, zu Fulda in dem dhombstifft resignirt, die underthanen selbst deren aidt erlassen, die farnuß und deß stiffts kleinoder hab er geteilett, uff der hochzeitt zum Newenhoff feirlich gewesen, sein abschiedt genommen und also sein guten willen erzeigt. Item der ksl. Mt. die regalia uffgeschrieben, darauß erscheinet, daß Wurzburg wol entschuldigett und billich mitt solchen mandaten uff den landtfriden zuverschonen. So beger der bischoff nur zeügen abzuhören und volgents erkentnuß darüber zuleiden, dieweil dann dieses ehr und glimpff anlangett, sey dem bischoff diß begern nitt abzuschlagen und solche kurtze zeitt gedultt zuhaben, damit er sich nit zubeclagen, dz es übereilett werde. Dann waß vor infamiam uß Wurtzburg geberen werdt, also baldt sine causae cognitione abzustehn, hab man zuerachten. Derwegen so soltt die ksl. Mt. commissarien verordnen, zeügen abzuhören, daß mandat doch inmittelst in sein würden zulassen und Würtzburg soviel zeitt zuvergönnen. Zu dem, da die underthanen müssen abgehört werden, müssen sie weder eim oder dem andern teil verpflichtet werden, weren biß zur abhörung der zeügen inmittelst an die ksl. Mt. zuverweisen.","entities":[[0,6,"LOC"],[22,27,"LOC"],[32,36,"LOC"],[1146,1151,"LOC"],[1460,1468,"LOC"],[1853,1862,"LOC"],[2071,2080,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/7/?format=json"}