{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/46795/?format=json","ner_text":"Kaiser: Nachdem ihr Mt. vornommhen, das nunmher die stende in beratschlagung ihrer Mt. proposition stünden, hetten dieselbe darfur geachtet, sie nachmals von wegen des ersten puncts zuerinnerenn, dan do man recht beicht, kön man auch recht absolviren. Nun were den stenden in der proposition außfuhrlich dargethan, wie es ytziger zeit mit den ungerischenn grenitzenn ein gelegenheit. Und dieweil an dießen puncten am meisten gelegenn und entweder erhaltung oder vorlust der christenheit dorauf stunde, solten die stende solches wol zu hertzen furen. Und domit man nit gedencke, als wolt man die sache hoher machen als sie an ihr selbst ist, mögen ihr Mt. wol leiden, das daruber erkundigung eingeholet wurde, dan es einmhal darmit also geschaffenn: Wo man nit darzu thu und ihr Mt. hülf leiste, das er ihr Mt. nicht mher erschwingen könten, sintemal in die 50 jar und druber solche beschwerung gewer, also das ihr Mt. mit dero künnigreichen und landen nit mher leisten können, was sie bis hero gethan, sonderlich weil sich des feindes macht nit mindert, sondern mheret. Und wo man diß theils 500 man, finde man dagegen bei ihnen doppe so viel. Und gleich wie ein stetig hitzig fieber den menschen ermattet, also er die umbgrentzende land hinwegfrist, wie er dan neulich die grentzende underthanen zur hüldigung genötigt. Darumb, do man je helffenn wolte, sey es izo die gröste zeit. Und haben solches ihr Mt. den churf. abgesandten deßwegen hiermit angezeigt haben und vorwarnen wöllen, domit, wa sich zutrüge (do doch Gott der almechtige lange vor sey) die grenizen vorlorenn, die macht des feindes in Teutschland sich wende, das ihr Mt. das ihr gethan und hiermit bey den stenden entschuldigt sein wöllen. Dan do die ungerische grenitzen hinwegk, wüsten sie von vhestungen heraufwarts nichts, so dem feind zuwieder sein könten. Zu dem ist auch der feind ganz geschwinde und da das volgk in den hungerischen grenizenn, so des handels und kriegs, hungerß und kommerß gewonet, hinweg und es an solche teutschen kommen, sonderlich in gemeinen hauffenn, die weinig vom krig empfunden, deßelben nit gewonet und in der weiche erzogen, helffen zu speth sein wirdt. Wie dan voriangen jar sich zu getragenn, alß in der streifung der turck etzlich weinig heußer eingenommhen, das volgk auß schrecken bis ghen Paßaw herrauf geflogenn. Derwegen es endlich an deme, da nit Teutschlandt, auch andere potentaten der sachen sich annhemen, dieselbig zu gemüth und herzen führen, anderst nit dan gemein vorterben der christenheit zubefharenn. Sein der exempel viel voraugenn, do man alleweg gement und hab noch gnug zeit zuhelfen. Seind in solchen zusehen die land vorloren, das volck vordorben. Derwegen die sachen also zubedencken, wie denselben frucht und nutz geschafft, der feind ufgehalten werde und nit weiter komme. Die gemeine hülfe, weiß man, wie weit sie sich erstrecken, es wolle ytzo nit mit einem geringen zuthun sein, sondern werde etwas harlichs sein müßenn. Die bewilligung auf den römerzug, hab sein ordnung im schwange, man weis w manß nheme und wider außgeb, derwegen abermhalß schließlich darvon zureden. Muß man einmhal dohin trachten, wie man sich gein solchen mechtigen feind aufhalte. Und ob wol ihr Mt. abermhals gestehenn müßen, das deroselben geliebten herrn vater und dees Mt. ansehenliche hülf geleistet wordenn, mit welchen, do man schon nit viel erobert, doch zum weinigst den feind aufgehalten, so wolle doch itzo die notturfft ein mhererß erfordern und sey viel beßer, daßelbe izo zuleisten und ein weinig nit anzusehen, domit das mher nit gar vorloren werde.","ner_sample":{"text":"Kaiser: Nachdem ihr Mt. vornommhen, das nunmher die stende in beratschlagung ihrer Mt. proposition stünden, hetten dieselbe darfur geachtet, sie nachmals von wegen des ersten puncts zuerinnerenn, dan do man recht beicht, kön man auch recht absolviren. Nun were den stenden in der proposition außfuhrlich dargethan, wie es ytziger zeit mit den ungerischenn grenitzenn ein gelegenheit. Und dieweil an dießen puncten am meisten gelegenn und entweder erhaltung oder vorlust der christenheit dorauf stunde, solten die stende solches wol zu hertzen furen. Und domit man nit gedencke, als wolt man die sache hoher machen als sie an ihr selbst ist, mögen ihr Mt. wol leiden, das daruber erkundigung eingeholet wurde, dan es einmhal darmit also geschaffenn: Wo man nit darzu thu und ihr Mt. hülf leiste, das er ihr Mt. nicht mher erschwingen könten, sintemal in die 50 jar und druber solche beschwerung gewer, also das ihr Mt. mit dero künnigreichen und landen nit mher leisten können, was sie bis hero gethan, sonderlich weil sich des feindes macht nit mindert, sondern mheret. Und wo man diß theils 500 man, finde man dagegen bei ihnen doppe so viel. Und gleich wie ein stetig hitzig fieber den menschen ermattet, also er die umbgrentzende land hinwegfrist, wie er dan neulich die grentzende underthanen zur hüldigung genötigt. Darumb, do man je helffenn wolte, sey es izo die gröste zeit. Und haben solches ihr Mt. den churf. abgesandten deßwegen hiermit angezeigt haben und vorwarnen wöllen, domit, wa sich zutrüge (do doch Gott der almechtige lange vor sey) die grenizen vorlorenn, die macht des feindes in Teutschland sich wende, das ihr Mt. das ihr gethan und hiermit bey den stenden entschuldigt sein wöllen. Dan do die ungerische grenitzen hinwegk, wüsten sie von vhestungen heraufwarts nichts, so dem feind zuwieder sein könten. Zu dem ist auch der feind ganz geschwinde und da das volgk in den hungerischen grenizenn, so des handels und kriegs, hungerß und kommerß gewonet, hinweg und es an solche teutschen kommen, sonderlich in gemeinen hauffenn, die weinig vom krig empfunden, deßelben nit gewonet und in der weiche erzogen, helffen zu speth sein wirdt. Wie dan voriangen jar sich zu getragenn, alß in der streifung der turck etzlich weinig heußer eingenommhen, das volgk auß schrecken bis ghen Paßaw herrauf geflogenn. Derwegen es endlich an deme, da nit Teutschlandt, auch andere potentaten der sachen sich annhemen, dieselbig zu gemüth und herzen führen, anderst nit dan gemein vorterben der christenheit zubefharenn. Sein der exempel viel voraugenn, do man alleweg gement und hab noch gnug zeit zuhelfen. Seind in solchen zusehen die land vorloren, das volck vordorben. Derwegen die sachen also zubedencken, wie denselben frucht und nutz geschafft, der feind ufgehalten werde und nit weiter komme. Die gemeine hülfe, weiß man, wie weit sie sich erstrecken, es wolle ytzo nit mit einem geringen zuthun sein, sondern werde etwas harlichs sein müßenn. Die bewilligung auf den römerzug, hab sein ordnung im schwange, man weis w manß nheme und wider außgeb, derwegen abermhalß schließlich darvon zureden. Muß man einmhal dohin trachten, wie man sich gein solchen mechtigen feind aufhalte. 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