{"url":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-sample/46681/?format=json","ner_text":"KAISER: Nach dießem die ksl. Mt. in der person geredtt: Die stende und gesandten hetten vornommhen, waß die ursachen weren, dodurch ihr Mt. dießen reichstag außzuschreiben bewogen wordenn. Weren aber die sachen dermhaßen nit beschaffen, so wolten ihr Mt. in warheit einen oder den andern nit beschweren. Einmal ist es an deme und nur zu viel wahr, das es ein solche eußerste gefahr und gelegenheit itziger zeit mit den hungerischen grenitzenn habe, do ihr Mt. von den stenden nit hülf geleistet werde, das ihr Mt. dieselbe schwerlich lenger aufhalten konnen, sondern gemeines Ungerlandes als der christenheit vormaur vorderben werden fur augen schweben sehen mußen. Bitten die stende, ihnen solches zu gemuth gehen und dohin nit kommen zu laßen, das man erfahre, do man habe helffenn konnen, habe manß aufgeschoben und vormeint, man hette zeit gnug. Do die nott uberhandt genommen, dan habe man gerne helffen wollen, sey aber zu speth gewest. So gedencke man doch, wen des nachtbarn hauß brenne, das es an seinen auch kommen konne. ihr Mt. vormögens nit mher, dan sie die zeit hero mit unerschwinglichen costen dermhaßen außgeschepft, das ihr ferrer zuretten unmüglich. So schepft man auch so lange an einem brunnen, das ihnen die waßerfluß und wellen entgehen.","ner_sample":{"text":"KAISER: Nach dießem die ksl. Mt. in der person geredtt: Die stende und gesandten hetten vornommhen, waß die ursachen weren, dodurch ihr Mt. dießen reichstag außzuschreiben bewogen wordenn. Weren aber die sachen dermhaßen nit beschaffen, so wolten ihr Mt. in warheit einen oder den andern nit beschweren. Einmal ist es an deme und nur zu viel wahr, das es ein solche eußerste gefahr und gelegenheit itziger zeit mit den hungerischen grenitzenn habe, do ihr Mt. von den stenden nit hülf geleistet werde, das ihr Mt. dieselbe schwerlich lenger aufhalten konnen, sondern gemeines Ungerlandes als der christenheit vormaur vorderben werden fur augen schweben sehen mußen. Bitten die stende, ihnen solches zu gemuth gehen und dohin nit kommen zu laßen, das man erfahre, do man habe helffenn konnen, habe manß aufgeschoben und vormeint, man hette zeit gnug. Do die nott uberhandt genommen, dan habe man gerne helffen wollen, sey aber zu speth gewest. So gedencke man doch, wen des nachtbarn hauß brenne, das es an seinen auch kommen konne. ihr Mt. vormögens nit mher, dan sie die zeit hero mit unerschwinglichen costen dermhaßen außgeschepft, das ihr ferrer zuretten unmüglich. So schepft man auch so lange an einem brunnen, das ihnen die waßerfluß und wellen entgehen.","entities":[[576,587,"LOC"]]},"ner_ent_exist":true,"ner_ent_type":"LOC","ner_source":"https://nerdpool-api.acdh-dev.oeaw.ac.at/api/ner-source/7/?format=json"}